Entdeckung Osteuropas

Rumänien-Reisebericht  |  Reisezeit: April - Juni 2007  |  von Alexander Wolff

Rumaenien: Sibiu Tag 3

Hi,

nun ist der dritte Tag Sibiu dran. Eigentlich wollte ich mich ja schon auf die Weiterreise begeben, aber wie das mal so auf Reisen ist, kommt da immer was dazwischen. Am Abend kam dann noch ein Franzose ins Zimmer und der war mit Auto unterwegs. Er plante sich ersteinmal Sibiu anzuschauen, bevor er weiterreist nach Cluj-Napoca, was auch dann sein Endstation war. Eigentlich kannte ich ja Sibiu schon, aber die Chance auch die Umgebung zu sehen mit dem Auto, die wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Dorfstrasse

Dorfstrasse

Heut war dann wieder Sightseeingtour in Sibiu an der Tagesordnung. Er zeigte mir sogar noch Ecken, die ich vorher nicht gesehen habe. Man muss auch sagen, sein Reisefuehrer ist auch etwas besser, was solche Sachen angeht. Auch wenn Sibiu eine wunderschoene Stadt ist, schaut man hinter die Fassade, dann sieht man doch noch viel Elend und Dreck. Aber man sieht hier in Sibiu auch ganz schoen wie sich Rumaenien so langsam entwickelt. Viele ist im Umbau und viele Haeuser werden restauriert.
Nachdem die Staedtetour beendet war, begaben wir uns dann auf Entdeckungstour in der Umgebung. Dort wo das ware Leben tobt.

Dorfstrasse mit einem Kreuz

Dorfstrasse mit einem Kreuz

Das gibt es wirklich

Das gibt es wirklich

Dorfstrasse in Gales

Dorfstrasse in Gales

Die Fahrt fuerhrte uns ueber folgende Doerfer: Rasinari, Sibel, Saliste, Gales, Poiana Sibiului, Christian und zurueck nach Sibiu. Es war beeindruckend. Viele bunter Haeuser, aber ueberwiegend auch katastropohale Strassenzustaende, insofern denn ueberhaupt eine Strasse vorhanden war. Hier merkt man dann wieder wie rueckstaendig Rumaenien in Teilen des Landes ist. Wie die Entwicklung hier voranschreiten wird, bleibt auf jeden Fall abzuwarten. Man sieht hier auch sehr stark die Gegensaetze. In Sibiu wird viel erneuert (auch weil sie Kulturhauptstadt ist) und in diesen Tagen viel gefeiert und kaum 2km weiter, arbeiten die Menschen sehr hart fuer ihr taeglich Brot. Dieses Land bleibt weiterhin eine interessante Erfahrung fuer mich.

Ein tolles Jazzkonzert (Band aus Italien)

Ein tolles Jazzkonzert (Band aus Italien)

Am Abend sind wir dann noch in ein Jazzkonzert gegangen. Da wurde mir dieser Gegensatz auch wieder teilweise bewusst. Wir sitzen hier und lauschen den Klaengen der Band und nunr wenige Meter weiter, arbeiten die Menschen noch auf den Felder und werden wahrscheinlich nie in ihrem Leben in den Genuss solchen Ereignisses kommen.
Wenn man diese Land bereist sollte man sich diese Gegensaetze bewusst sein, aber dennoch nicht deprimieren lassen, denn jedes Land hat seine Geschichte und Entwicklung. Jetzt mit dem Eintritt in die EU geht hier die Entwicklung weiter voran. Ob das nun gut oder schlecht ist, wird sich wohl erst in den naechsten Jahren zeigen. Fuer die Bauern wird es aber nicht sehr gut aussehen.

Das Jazzkonzert war uebrigens sehr gut. Die ganze Woche wird noch in Sibiu gefeiert. Jeden Tag gibt es Jazz und am Do. findet auf dem Piata Mare ein Open-Air Konzert von MTV statt. Hier geniessen die Leute gerade einen richtigen lebendigen Augenblick.

Morgen geht es dann weiter nach Cluj-Napoca (Klausenburg).

© Alexander Wolff, 2007
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Die Reise startet in München und führt mich zunächst nach Prag und Bratislava. Danach beginnt die Erkundungstour in Rumänien. Nachdem ich dann mit Graf Drakula eine Bloody Mary genossen habe, geht es weiter nach Bulgarien. Von dort aus dann irgendwie zurück - lebend! Eventuell Flug von Athen nach München.
Details:
Aufbruch: 27.04.2007
Dauer: 6 Wochen
Heimkehr: 10.06.2007
Reiseziele: Tschechische Republik
Slowakei
Ungarn
Rumänien
Cluj
Brasov
Türkei
Bulgarien
Griechenland
Der Autor
 
Alexander Wolff berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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