Entdeckung Osteuropas

Rumänien-Reisebericht  |  Reisezeit: April - Juni 2007  |  von Alexander Wolff

Rumaenien: Baia Mare - Cluj Napoca

Hi,

heut morgen wurde ich schon sechs Uhr von der Katze geweckt, die unbedingt auf den Balkon wollte. Dann wieder ins Zimmer. Hab sie dennoch lieb, wobei sie eher eine Scheu vor mir hatte. Aber was solls kann halt nicht mit jedem

Sieben Uhr kam dann Johann rein und weckte mich zum Fruestueck, wir hatten ja grosses vor heute. Zum Fruehstueck gab's Eier und Weissbrot und Wurscht. Lecker!

Gegen acht sind wir dann losgestartet, aber wegen der Rallye mussten auch wir eine anderen Route einschlagen, die sich als noch besser herausstellen sollte.

Haus in Negresti-Oas

Haus in Negresti-Oas

Die Route ging von Baia Mare ueber Orasu Nou, Vama, Negresti-Oas, Sapanta, Sighetu Mamatei bis nach Berbesti. Leider mussten wir denselben Weg, da der andere Rueckweg noch wegen der Rallye gesperrt war.

Der Anfang der Strecke war noch nicht so spannend anzusehen. Dann kamen wir in die Gegend Tara Oas (die Staedte Negresti Oas, Certeze Oas und Huta Certeze liegen dort). Diese Gegend ist wohl eine der wohlhabensten in ganz Rumaenien. Hier stehen Villen an Villen. Das ist ein voellog krasser Gegensatz zu dem Rest des Landes. Ich glaubte zunaechst meinen Augen kaum, da ich dachte es seien Hotels, aber diese Haeuser wurde privat genutzt. Die Menschen, die hier wohnen, haben ihr Geld im Ausland verdient (Spanien, Italien, Griechenland, Frankreich usw.). Es sieht sehr beeindruckend aus und uebertrifft man deutsche Villa.

Villa in Negresti-Oas

Villa in Negresti-Oas

Dann gings weiter in den Norden und man sah wieder die "normalen" Zustand der Haeuser. Die Architektur ist eine andere als die Haeuser in Transilvanien, die groesstenteils saesische Einfluesse besitzen. Hier oben wird viel noch mit Holz gemacht. Das ist ein grosser Unterschied zu Transilvanien.

In Sapanta kann man den einzigen frohen Friedhof sehen mit seinen blauben Kreuzen. Er wurde gegruendet im Jahre 1935. Jedes Kreuz wurde blau angemalt, die traditionellen Farben von Hoffnung und Freiheit. Beeindruckend. Dieser Friedhof ist einzigartig auf der Welt. Nicht weniger beeindruckend ist das Kloster im Dorf, das nur aus Holz besteht und im Jahre 2003 fertiggestellt wurde. Nur der Sockel ist aus Stein.

Auch so sieht es hier aus - malerisch

Auch so sieht es hier aus - malerisch

Die Fahrt fuehrte dann nach Sighetu Mamatei. Dort ist zum einen die tradionelle Muster der Fassaden interessant und zum anderen die grossen Holzpforten, die noch einige Hoefe als Eingang besitzen.

Merry Cemetery in Sapanta (alle Kreuze werden blau angemalt)

Merry Cemetery in Sapanta (alle Kreuze werden blau angemalt)

Die Fahrt hat sich als richtiger Gluecksgriff herausgestellt, wie eigentlich die ganze Fahrt nach Baia Mare. Zu Fuss haette ich das alles nie gesehen. Glueck muss man wohl auch mal haben

Die Kirche in Sapanta besteht nur aus Holz, ausser der Sockel.

Die Kirche in Sapanta besteht nur aus Holz, ausser der Sockel.

Die Fahrt ueber haben uns auch relativ gut unterhalten. Wenn man sich echt bemueht und viel mitdenkt, weiss man was der andere sagen will. Der Sprachfuehrer war dahingehend auch sehr hilfreich, kann aber ein Woerterbuch nicht ersetzen und das ist gerade dann wichtig wenn der andere nur rumaenisch kann. Aber es hat ja geklappt.

Das sind die beruehmte Hozpforten in der Region Maramures.

Das sind die beruehmte Hozpforten in der Region Maramures.

Als wir gegen drei zurueck waren, warte die Aurelia schon mit dem Mittag auf uns. Es gab Haenchen und Haehnchenleber. Eigentlich mag ich Leber nicht, aber diese war ein Genuss (Sorry Mutti . Danach ging das Verabschieden los. Die Verabschiedung fiel schon etwas schwer.

Dorfstrasse in Berbesti

Dorfstrasse in Berbesti

La revedere meine lieben Gastgeber und nochmals vielen Dank!

Den Abend verbrachte ich dann noch ina Kneipe in Cluj. Morgen frueh geht es ja dann sechs Uhr los nach Brasov.

© Alexander Wolff, 2007
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Die Reise startet in München und führt mich zunächst nach Prag und Bratislava. Danach beginnt die Erkundungstour in Rumänien. Nachdem ich dann mit Graf Drakula eine Bloody Mary genossen habe, geht es weiter nach Bulgarien. Von dort aus dann irgendwie zurück - lebend! Eventuell Flug von Athen nach München.
Details:
Aufbruch: 27.04.2007
Dauer: 6 Wochen
Heimkehr: 10.06.2007
Reiseziele: Tschechische Republik
Slowakei
Ungarn
Rumänien
Cluj
Brasov
Türkei
Bulgarien
Griechenland
Der Autor
 
Alexander Wolff berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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