Lissabon und Umgebung sowie Fahrt an die Algarve

Portugal-Reisebericht  |  Reisezeit: September / Oktober 2013  |  von Inge Waehlisch Soltau

Ein Tag in Belem

Belém

Von Lissabon aus kann man ganz bequem mit der Eléctrico nach Belém fahren. Und als erstes sieht man dann das Kloster der Hieronymiten in Belem "Mosteiro dos Jerónimos".
Wir hatten das Innere des Klosters bereits bei einem früheren Besuch in Lissabon besucht und verzichteten - vor allem bei dem schönen Wetter - dieses Mal.

Mosteiro dos Jerónimos

Mosteiro dos Jerónimos

Dieses Koster ist eines der beeindruckendsten Gebäude von Lissabon Mit dem Bau des im manuelischen Stil - einer Variante der Spätgotik - errichteten Klosters wurde 1502 begonnen, fertig gestellt wurde der Bau erst ca. 40 Jahre später. An den Pfeilern, Fenstern und Portalen sieht man viele indisch-orientalische Motive.
Der Bau wurde finanziert durch den damals florierenden Überseehandel Portugals und stand auch für die Macht und den Reichtum des Landes zur Zeit der Entdeckungen.

Klosteranlage

Klosteranlage

Das wunderschöne historische Bauwerk

Das wunderschöne historische Bauwerk

Das Kloster bestand bis 1834, wurde dann zeitweise ein Waisenhaus und enthält heute verschiedene Museen. Der doppelstöckige Kreuzgang gilt als einer der schönsten der Welt. Sehenswert sind auch die Azulejos im Refektorium.
Neben den Sarkophagen der königlichen Familie gibt es auch noch u.a. den von Vasco da Gama.

Klosteranlage vom Park aus gesehen

Klosteranlage vom Park aus gesehen

1983 wurde das Kloster von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Sehr schön angelegt ist der Garten vor der Klosteranlage.
Vom Kloster geht man durch einen schön angelegten Park, vorbei am Marmorkoloss des Kulturpalastes zum Denkmal der Entdecker.
Der Kulturpalast ist ein grosses Kultur- und Ausstellungszentrum, Designmuseum, Kunstgalerie, Schauspiel- und Konferenzzentrum mit ständig wechselnden Ausstellungen und Konzerten.

Das Denkmal der Entdecker, ein 52 m hoher Betonbau, wurde 1952 eröffnet. Es werden 30 wichtige porugiesische Persönlichkeiten dargestellt, an der Spitze Heinrich der Seefahrer und natürlich auch u.a. Vasco da Gama und Ferdinand Magellan - um die bekanntesten zu nennen. Im Inneren befindet sich ein Museum und auf dem Dach eine Aussichtsplattform.

Denkmal der Entdecker

Denkmal der Entdecker

Denkmal der Entdecker

Denkmal der Entdecker

Denkmal der Entdecker

Denkmal der Entdecker

Beim Spaziergang entlang des Tejos in Richtung Belem Turm kommt man vorbei an dem 8 m hohen Leuchturm, der im Jahre 1865 errichtet wurde.

Der Leuchtturm von 1865

Der Leuchtturm von 1865

Yachthafen

Yachthafen

Sehenswert ist auch der Nachbau eines Wasserflugzeuges vom Typ Fairey II-D MKII. 1922 machten portugiesische Piloten von Lissabon aus mit einem solchen Flugzeugtyp die erste Südatlantiküberquerung - in mehreren Etappen und mit mehreren Flugzeugen.

Nachbau eines Wasserflugzeugs

Nachbau eines Wasserflugzeugs

Am Tejo in Belém

Am Tejo in Belém

Dann sieht man schon von weitem weiss schimmernd wie ein Wasserschloss den 35 m hohen Torre de Belém. Das Wahrzeichen stand früher auf einer Insel und bewachte die Hafeneinfahrt. Durch die Verlandung des Flusses steht der Turm heute direkt am Ufer des Tejo und begrüsst die ankommenden Schiffe. Der Turm wurde 1521 erbaut, als Portugal noch eine führende Seemacht war.

Torre de Belém

Torre de Belém

Torre de Belém

Torre de Belém

An den Zinnen sieht man das Kreuz der Christusritter, es sind orientalische und manuelinische Bauelemente sichtbar.
Der Turm wurde zeitweise auch als Kerker benutzt, ebenso von den spanischen Eroberern als auch von König Miguel noch im 19. Jahrhundert.
Der Turm, von dessen 35 m hohen Aussichtsplattform man einen schönen Ausblick hat, ist heute Weltkulturerbe.

Torre de Belém

Torre de Belém

Frachtschiff auf dem Tejo

Frachtschiff auf dem Tejo

Für uns neu war anschliessend das im Februar 2000 eingeweihte Monument zur Erinnerung an die gefallenen portugiesischen Soldaten in den Überseekämpfen. An der Mauer sind auf Steintafeln Namen und Todesjahr der ca. 10.000 gefallenen Soldaten angebracht.
Das Monument ist ein pyramidenförmiger, von Wasser umgebener Glasbau, insgesamt eine schlichte Konstruktion. In der Mitte brennt ein ewiges Feuer und vor dem Denkmal patrroullikeren stets zwei Soldaten.

Monument

Monument

Monument mit ewiger Flamme und portugiesischer Fahne

Monument mit ewiger Flamme und portugiesischer Fahne

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Lissabon und Umgebung - Mafra - Sintra Setubal - Lagos und von dort aus Ausflüge in der Algarve
Details:
Aufbruch: 15.09.2013
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 10.10.2013
Reiseziele: Portugal
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 11 Monaten auf umdiewelt.