Madeira im Winter

Portugal-Reisebericht  |  Reisezeit: Januar - März 2014  |  von Inge Waehlisch Soltau

Ponta de Sao Lourenco

Die Halbinsel Ponta de Sao Lourenco ist 9 km lang und 2 km breit. 1982 wurde sie zum Naturschutzgebiet erklärt, um vor allem den Erhalt der Fauna mit der Vielzahl von Vögeln und das grosse Vorkommen der einheimischen Flora zu gewährleisten.
Die Ostspitze von Madeira ist karg und windig. Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, dass hier alles üppig bewaldet war.

Dort oben sieht man den Wanderweg

Dort oben sieht man den Wanderweg

Immer mit Blick aufs Meer

Immer mit Blick aufs Meer

Im Frühjahr belebt dann ein Blütenteppich die kahlen Kuppen. Aber auch zu anderen Jahreszeiten bringen das türkisblaue Meer und die Felsen in verschiedenen Farbtönen - ockerfarben, rostrot, grau und grünschwarz - Farbe in das Gebiet.

Was für eine Sicht

Was für eine Sicht

Blumen im Winter

Blumen im Winter

Die Südküste kann ohne weiteres mit Booten angefahren werden, was an der drastisch geformten Nordküste mit den starken Winden nahezu unmöglich ist.
Bis zum Parkplatz oberhalb der Baia de Abra gibt es eine geteerte Zufahrtsstrasse. Hierher kann man auch mit dem öffentlichen Bus fahren.

Meer mit Schaumkronen

Meer mit Schaumkronen

Da geht es steil hinunter

Da geht es steil hinunter

Von dort aus gibt es einen beliebten felsigen Wanderweg. Diese Wanderung ist absolut kein Spaziergang. Es gibt einige Anstiege, oftmals Holztreppen. Man hat keinen Schatten und ist den Windböen ausgesetzt. Um nicht irgendwo runtergeweht zu werden, habe ich mich hingeduckt, und die teilweise starken Böen abgewartet - wirklich recht extrem.

Felsen und Meer

Felsen und Meer

Blick auf Casa Sardinha

Blick auf Casa Sardinha

An der engsten Stelle mit einer nur wenigen Metern breiten Landbrücke fällt der Fels fast 100 m senkrecht ab - zum Glück ist die Stelle mit einem Zaun gesichert.
Die Wanderung dauert - je nach Kondition - 2 bis 3 Stunden. Es hängt auch davon ab, ob man nur bis zum Plateau der Casa Sardinha - Verwaltung des Nationalparks - läuft oder dann doch noch den Aufstieg auf den Pico Furado machen möchte. Unterhalb der Casa gibt es einige Tische fürs Picknick.
Von dort aus gibt es auch eine Einstiegsmöglichkeit zum Schwimmen, was sicherlich im Sommer angenehm sein kann.

Blick auf die Felsen

Blick auf die Felsen

Bucht mit Steinen

Bucht mit Steinen

Casa Sardinha

Casa Sardinha

Unterwegs hat man immer wieder wunderschöne Ausblicke auf das Meer und die Felsformationen - z.b. das sog. Felsentor. An der Südseite sieht man die Käfige einer Fischzuchtanlage im Meer.
Vor Sao Lourenco liegen noch zwei kleine Inselchen, auf einer steht der älteste (von 1870) Leuchtturm von Madeira.

Blick auf die Bucht und das Kap

Blick auf die Bucht und das Kap

Felsen im Meer

Felsen im Meer

Vom Kap aus fuhren wir nach Canical, der östlichsten Gemeinde von Madeira. Dieser Ort wird immer noch geprägt von Fischerei und Bootsbau. Hier werden noch Fischerboote gebaut, und es gibt eine grosse Reparaturwerft.
In der Nähe der Werft fanden wir ein kleines Restaurant, wo wir ein - nach der Wanderung - ein verdientes Bier trinken konnten.

Werft in Canical

Werft in Canical

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Funchal mit dem Palheiro Garten, dem Mercado dos Lavadores, Orchideengarten und Karneval sowie Ribeira Brava - Ponte do Sol - Camara de Lobos und Cabo Giriao - Canico und Ponta de Gajerao - Santa Curz, Machico und Caocao - Porto da Cruz, Faial und Santana - Ponta de Sao Lourenco - Porto Moniz - Pico de Arieiro
Details:
Aufbruch: 26.01.2014
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 02.03.2014
Reiseziele: Portugal
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 11 Monaten auf umdiewelt.