Santa Cruz de Teneriffa - zum dritten....

Spanien-Reisebericht  |  Reisezeit: Februar / März 2019  |  von Inge Waehlisch Soltau

Ankunft in Teneriffa: ---Palmetum---

2019

Der ca. 12 ha grosse Park Palmetum in Santa Cruz ist ein botanischer Garten mit Palmen aus der ganzen Welt.
Besonders an diesem Park ist, dass er von einer ehemaligen Müllhalde in einen botanischen Garten umgewandelt wurde. Hier gibt es inzwischen die grösste Palmensammlung von Europa

Kakteen

Kakteen

Im Park gibt es ca. 2000 Pflanzenarten der tropischen und subtropischen Klimazonen. Es wachsen dort mehr als 400 Palmenarten und diese sind nach geographischer Herkunft geordnet davon stammen die meisten von Madagaskar, der Karibik und Polynesien. Die Pflanzen wurden schon seit 1996 gesammelt bzw. in Gewächshäusern von importierten Samen gezogen.
Im Park wurden auch Nutzpflanzen wie die Zuckerrohr- oder Ölpalme angepflanzt.

Palmen und das Auditorium

Palmen und das Auditorium

Ein kleiner Bach mit braunem Wasser

Ein kleiner Bach mit braunem Wasser

Ursprünglich war der Berg eine riesige Müllhalde aus den 70iger Jahren, die 1983 geschlossen wurde, und es blieb ein 40 Meter hoher Müllberg zurück. Von da an gab es zahlreiche Debatten, was man hier machen sollte. Es gab viele Ideen, aber erst Anfang der 1990er Jahre kam der Vorschlag, hier einen botanischen Garten zu errichten.

Welch üppiges Grün

Welch üppiges Grün

Den Schatten, den diese Bäume werfen, schätzt man bei der Tour

Den Schatten, den diese Bäume werfen, schätzt man bei der Tour

1996 begannen dann die Bauarbeiten. der gesamte Müll wurde mit Erde bedeckt, Wege freigelegt und man installierte ein gewaltiges Abluftsystem mit Schächten, Pumpen und einer Feuersäule, in der die entweichenden Gase verbrannt wurden. Man begann nun auch mit der Palmensammlung. Der Bau ging sehr gut voran, es wurde das sog. Achteck, das Palmenmuseum, die Flussläufe, Wasserfälle und andere Strukturen errichtet.
Zwischendurch gab es dann Verzögerungen, da einige anfällige Plfanzen abstarben. Aber einige widerstandsfähige Pflanzen formten allmählich eine Gartenlandschaft.
2007 konnte das gewaltige Bewässerungs- und Abluftsystem instand gesetzt werden, da das Projekt finanzielle Mittel von der Kanarischen Regierung sowie der Stadtverwaltung bekam.
2010 wurden Wege, Plätze und Aussichtspunkte angelegt. Das Gelände hatte sich inzwischen zu einem riesengrossen Park entwickelt.
2011 wurde der Bau abgeschlossen und nach 18 Jahren Bauzeit wurde der Park dann im Januar 2014 eröffnet. Es ist einer der grössten ökologischen Parks weltweit.

Ein besonders schönes Exemplar

Ein besonders schönes Exemplar

Der Park zieht sich bis zum Meer

Der Park zieht sich bis zum Meer

Der Rundweg beginnt mit dem Trockenwald, wo vor allem Pflanzen aus dem nahen Anaga-Gebirge wachsen, und auch die 20 bis 40 m hohe kanarische Dattelpalme, die es weltweit gibt.
Ein Einschnitt zeigt, dass die fruchtbare Erde nur 0,5 bis 1 m dick ist, darunter befindet sich Schutt und Müll.
Am grossen Madagaskar-See nisten zwischen den Mangrovenwurzeln Teichhühner, die wir leider nicht gesehen haben. Der Park bietet vielen Vogelarten einen Lebensraum.
Es gibt zahlreiche Aussichtspunkte auf die Stadt und das Meer.
Das 2300 qm grosse Achteck ist eine geschützte und schattige Fläche, wo vor allem zarte Pflanzen wachsen, die besonders unter den Temperaturschwankungen und dem Wind leiden. Hier gibt es zwei Wasserfälle mit Vulkangestein und Kletterpalmen aus Yucatan.

Hier wachsen nicht nur Palmen

Hier wachsen nicht nur Palmen

Gut geschützt vor der Sonne

Gut geschützt vor der Sonne

Neben sehr vielen Kokospalmen gibt es hier Silber-Sägepalmen aus den Everglades in Florida, kubanische und jamaikanische Königspalmen, Bauchpalmen aus Kuba und der Dominikanischen Republik, afrikanische Ölpalmen, bis 25 m äthiopische Palmen, Zuckerpalmen mit mehr als 10 m langen Blättern, Fuchsschwanzpalmen aus Nordaustralien und viele mehr.

Ein roter Farbtupfer

Ein roter Farbtupfer

Paradies für Frösche

Paradies für Frösche

Beim nächsten Besuch werden wir uns auf jeden Fall mehr Zeit nehmen, um alle Pflanzen genauer anzuschauen und alles zu entdecken, was wir diesmal übersehen haben...

Blick vom Park auf das Auditorium und das Meerwasserschwimmbad

Blick vom Park auf das Auditorium und das Meerwasserschwimmbad

Noch blüht sie nicht

Noch blüht sie nicht

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Längerer Aufenthalt in Santa Cruz de Teneriffa mit dem schönen Strand Las Teresitas und dem Karneval sowie Ausflüge nach Puerto de la Cruz, La Laguna, La Orotova, in den Teide Nationalpark, in den Norden und den Süden der Insel
Details:
Aufbruch: 08.02.2019
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 01.03.2019
Reiseziele: Spanien
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 13 Monaten auf umdiewelt.