Kempten - Feldolling auf dem Drahtesel im August 2025

Reisezeit: August 2025  |  von Andreas Rohbogner

2. Tag: Reutte in Tirol - Feldolling am 20.8.2025

Für die Navigation mittels Sternbilder war es in der Früh nach dem Frühstück natürlich bereits zu hell und der Himmel war auch mit Wolken zugezogen.

Für die Navigation mittels Sternbilder war es in der Früh nach dem Frühstück natürlich bereits zu hell und der Himmel war auch mit Wolken zugezogen.

In Reutte galt es noch ein, zwei mit dem Radl schlecht passierbare Baustellen zu umfahren, um zur Planseestraße L 255 zu gelangen, die zum Plansee hochführt. 
Am höchsten Punkt dieser Straße zwischen Reutte und dem Plansee passiert man auf 997 m Höhe die St. Hubertuskapelle, ein malerisches Kleinod.

In Reutte galt es noch ein, zwei mit dem Radl schlecht passierbare Baustellen zu umfahren, um zur Planseestraße L 255 zu gelangen, die zum Plansee hochführt.
Am höchsten Punkt dieser Straße zwischen Reutte und dem Plansee passiert man auf 997 m Höhe die St. Hubertuskapelle, ein malerisches Kleinod.

Mittlerweile am westlichen Ende des Plansees angekommen.
Er liegt auf 976 m ü.A., ist mit 2,87 km² Fläche nach dem Achensee der zweitgrößte natürliche See Tirols, 5 km lang, max. 1,7 km breit, max. 77 m tief und beinhaltet ein Volumen von knapp 124 Mio. Kubikmetern. 
Zusammen mit dem Heiterwanger See, verbunden mittels 300 m langen Verbindungskanals, werden die beiden Seen als Speicher zur Stromerzeugung benutzt.

Mittlerweile am westlichen Ende des Plansees angekommen.
Er liegt auf 976 m ü.A., ist mit 2,87 km² Fläche nach dem Achensee der zweitgrößte natürliche See Tirols, 5 km lang, max. 1,7 km breit, max. 77 m tief und beinhaltet ein Volumen von knapp 124 Mio. Kubikmetern.
Zusammen mit dem Heiterwanger See, verbunden mittels 300 m langen Verbindungskanals, werden die beiden Seen als Speicher zur Stromerzeugung benutzt.

Genau gesagt stellt der westliche Teil des Plansees den "kleinen Plansee" dar, der die Baumreihe direkt am gegenüberliegenden Uferbereich in seinem grünlich wirkenden Wasser eindrucksvoll zur Spiegelung bringt.

Genau gesagt stellt der westliche Teil des Plansees den "kleinen Plansee" dar, der die Baumreihe direkt am gegenüberliegenden Uferbereich in seinem grünlich wirkenden Wasser eindrucksvoll zur Spiegelung bringt.

Vom Hintergrund bis hierher verjüngt sich der Kleine Plansee, auch der grüne Eindruck des Wassers verliert sich durch den veränderten Blickwinkel.
Hier gleich links anschließend (leider nicht aus der Nähe fotografiert) befindet sich die Seespitzbrücke, ein Fußwanderer und Radlersteg, der an der Engstelle vom Kleinen Plansee zum Plansee die Weiterfahrt zum Heiterwanger See ermöglicht.

Vom Hintergrund bis hierher verjüngt sich der Kleine Plansee, auch der grüne Eindruck des Wassers verliert sich durch den veränderten Blickwinkel.
Hier gleich links anschließend (leider nicht aus der Nähe fotografiert) befindet sich die Seespitzbrücke, ein Fußwanderer und Radlersteg, der an der Engstelle vom Kleinen Plansee zum Plansee die Weiterfahrt zum Heiterwanger See ermöglicht.

Hier und im nächsten Bild mal ein kleiner Blümchen-Einschub als Wegbegleiter.

Hier und im nächsten Bild mal ein kleiner Blümchen-Einschub als Wegbegleiter.

Hier ein Zoombild vom Beginn des (Kleinen) Plansees, der die Engstelle zum Beginn des (eigentllichen) Plansees und die schon angesprochene Seespitzbrücke zeigt.
Überquert man sie am Straßenparkplatz von links nach rechts, kann man hinter dem Waldriegel teils direkt etwas oberhalb vom Ufer an einem gut befahrbaren Trail entlang eines ca. 300 m langen Verbindungskanals zum Heiterwanger See gelangen, der bald hinter dem rechten Bildrand erscheint. 
Er hat eine Fläche von 1,37 km², eine Länge von 2,2 km, ist 820 m breit, hat ein Volumen von 55,3 Mio. m³ und eine max. Tiefe von 60 m. 
Eine der höchstgelegenen kommerziellen Schifffahrtslinien Österreichs bietet von Ende Mai bis in den Herbst hinein Rundfahrten auf dem Plansee und Heiterwanger See an, allerdings war zumindest an diesem Augusttag keine Flottenbewegung wahrnehmbar.

Hier ein Zoombild vom Beginn des (Kleinen) Plansees, der die Engstelle zum Beginn des (eigentllichen) Plansees und die schon angesprochene Seespitzbrücke zeigt.
Überquert man sie am Straßenparkplatz von links nach rechts, kann man hinter dem Waldriegel teils direkt etwas oberhalb vom Ufer an einem gut befahrbaren Trail entlang eines ca. 300 m langen Verbindungskanals zum Heiterwanger See gelangen, der bald hinter dem rechten Bildrand erscheint.
Er hat eine Fläche von 1,37 km², eine Länge von 2,2 km, ist 820 m breit, hat ein Volumen von 55,3 Mio. m³ und eine max. Tiefe von 60 m.
Eine der höchstgelegenen kommerziellen Schifffahrtslinien Österreichs bietet von Ende Mai bis in den Herbst hinein Rundfahrten auf dem Plansee und Heiterwanger See an, allerdings war zumindest an diesem Augusttag keine Flottenbewegung wahrnehmbar.

Hier am Heiterwanger See mit Blickrichtung gen Westen.

Hier am Heiterwanger See mit Blickrichtung gen Westen.

Gleiche Position mit Zoom.

Gleiche Position mit Zoom.

Und nochmals mit bestmöglichen Handyzoom, bevor es zu pixelig wird.

Und nochmals mit bestmöglichen Handyzoom, bevor es zu pixelig wird.

Das war noch eine Fußkühlung am Heiterwanger See.

Das war noch eine Fußkühlung am Heiterwanger See.

Kleiner Wellenwurf von der Fußkühlung am Heiterwanger See.

Kleiner Wellenwurf von der Fußkühlung am Heiterwanger See.

Mein "Schicksalssteg" an diesem Tag, die sog. "Kanalbrücke" über den bereits angesprochenen Verbindungskanal. 
Von links hinter dem Waldhang aus Richtung Seespitzbrücke (Plansee) angekommen und auf diese Seite gewechselt, mittlerweile wieder vom Heiterwanger See kommend, hätte ich nur wieder nach links, am Kanal entlang zum Plansee und über die Seespitzbrücke zur Straße zurückkehren brauchen. 
Aber in der Vorplanung zu dieser Radferntour hatte ich in einer Onlinekarte einen eingezeichneten Weg am Südufer des Plansees wahrgenommen und ich kenne mich selbst ja als teils experimentellen Nutzer ungewöhnlicher Wegeverläufe. 
Und dann waren da auch keine anderen Radler und Wanderer als Hinweisgeber zugegen, so daß ich weiterhin auf dieser Seite des dann wieder erscheinenden Plansees verblieb.

Mein "Schicksalssteg" an diesem Tag, die sog. "Kanalbrücke" über den bereits angesprochenen Verbindungskanal.
Von links hinter dem Waldhang aus Richtung Seespitzbrücke (Plansee) angekommen und auf diese Seite gewechselt, mittlerweile wieder vom Heiterwanger See kommend, hätte ich nur wieder nach links, am Kanal entlang zum Plansee und über die Seespitzbrücke zur Straße zurückkehren brauchen.
Aber in der Vorplanung zu dieser Radferntour hatte ich in einer Onlinekarte einen eingezeichneten Weg am Südufer des Plansees wahrgenommen und ich kenne mich selbst ja als teils experimentellen Nutzer ungewöhnlicher Wegeverläufe.
Und dann waren da auch keine anderen Radler und Wanderer als Hinweisgeber zugegen, so daß ich weiterhin auf dieser Seite des dann wieder erscheinenden Plansees verblieb.

Hier und folgend vier Bilder einer Infotafel über die Kanalbrücke.

Hier und folgend vier Bilder einer Infotafel über die Kanalbrücke.

Wäre ich doch hier wieder rüber ...

Wäre ich doch hier wieder rüber ...

... und rechterhand am Kanalufer wieder zur Straße zurück getourt. 
Rechts vom Steg sieht man übrigens einen Anleger für den Ausflugs-Schiffsverkehr.

... und rechterhand am Kanalufer wieder zur Straße zurück getourt.
Rechts vom Steg sieht man übrigens einen Anleger für den Ausflugs-Schiffsverkehr.

Im Hintergrund der Plansee.

Im Hintergrund der Plansee.

Links von der Bildmitte verläuft aus dem Hintergrund der Verbindungskanal vom hinten nicht sichtbaren Heiterwanger See und am linken, südlichen Ufer entlang dieser Ausbuchtung bis zum kleinen Waldhang in Bildmitte rechts (hier wieder Plansee) ließ es sich auf einem Kiesweg noch recht angenehm dahinrollen.

Links von der Bildmitte verläuft aus dem Hintergrund der Verbindungskanal vom hinten nicht sichtbaren Heiterwanger See und am linken, südlichen Ufer entlang dieser Ausbuchtung bis zum kleinen Waldhang in Bildmitte rechts (hier wieder Plansee) ließ es sich auf einem Kiesweg noch recht angenehm dahinrollen.

Anschließend ca. 30, wenn dann nur spärlich kommentierte
Spiegelbild-Impressionen entlang des südlichen Plansee-Ufers.

Kleiner Blick zurück auf die Schotterpiste.

Kleiner Blick zurück auf die Schotterpiste.

Eindrucksvolle Bergflanke mit drei verschiedenen Zooms.

Eindrucksvolle Bergflanke mit drei verschiedenen Zooms.

Nachfolgend einige meiner botanischen Wegbegleiter mit kurzen Beschreibungen.

Eine Art der Witwenblume, trotz des Namens nicht giftig, gilt als essbare, aber bittere oder herb-würzige Wildpflanze.

Eine Art der Witwenblume, trotz des Namens nicht giftig, gilt als essbare, aber bittere oder herb-würzige Wildpflanze.

Blauer Eisenhut, giftigste Pflanze Europas, wirkt innerhalb weniger Stunden mittels Herzstillstand und Atemlähmung häufig tödlich.
Also: Finger WEG !!!

Blauer Eisenhut, giftigste Pflanze Europas, wirkt innerhalb weniger Stunden mittels Herzstillstand und Atemlähmung häufig tödlich.
Also: Finger WEG !!!

Eine fleißige Hummel-/Wildbienenart an einem Eisenhut.

Eine fleißige Hummel-/Wildbienenart an einem Eisenhut.

Mit Blitz ausgeleuchtet.

Mit Blitz ausgeleuchtet.

Giersch, nicht giftiges, sondern essbares Wildkraut als Gemüse oder Salat.

Giersch, nicht giftiges, sondern essbares Wildkraut als Gemüse oder Salat.

Weidenblättriges Ochsenauge (auch Goldmargerite genannt), gilt für Menschen und Haustiere als ungiftig, die Blüten sind teilweise sogar essbar.

Weidenblättriges Ochsenauge (auch Goldmargerite genannt), gilt für Menschen und Haustiere als ungiftig, die Blüten sind teilweise sogar essbar.

Sumpf-Herzblatt, auch Studentenröschen genannt. 
Nicht giftig und wurde früher in der Volksmedizin genutzt. 
In Deutschland und Österreich geschützt, in der Schweiz gilt es nicht als gefährdet.

Sumpf-Herzblatt, auch Studentenröschen genannt.
Nicht giftig und wurde früher in der Volksmedizin genutzt.
In Deutschland und Österreich geschützt, in der Schweiz gilt es nicht als gefährdet.

Der Pfad wird immer schmäler, aber immer noch gut beherrschbar.

Der Pfad wird immer schmäler, aber immer noch gut beherrschbar.

Es beginnt kurze Zeit fein zu regnen.

Es beginnt kurze Zeit fein zu regnen.

Der Pfad wird zunehmend gröber...

Der Pfad wird zunehmend gröber...

Gegenüber würde die bequeme Landesstraße "Am Plansee" verlaufen.

Gegenüber würde die bequeme Landesstraße "Am Plansee" verlaufen.

Bärlapp (Lycopodium), in allen Pflanzenteilen giftig,die getrockneten Sporen oft harmlos, heute vorwiegend homöopathisch genutzt. Steht unter Naturschutz und darf nicht gesammelt werden.

Bärlapp (Lycopodium), in allen Pflanzenteilen giftig,die getrockneten Sporen oft harmlos, heute vorwiegend homöopathisch genutzt. Steht unter Naturschutz und darf nicht gesammelt werden.

Große Sterndolde, schwach giftig.

Große Sterndolde, schwach giftig.

Große Sterndolde mit den dazugehörigen Blättern im Bodenbereich.

Große Sterndolde mit den dazugehörigen Blättern im Bodenbereich.

Jetzt wird's grob. 
Mehrere Geröllrinnen von den Bergflanken herab gestalten meinen sowieso zunehmend groben, welligen und immer mehr wurzeldurchwachsenen Weg zu einer Rad-Schiebe-Tortur, die mir nur noch gelegentlich zur Abwechslung einige wenige Roll-Meter zugestehen wollte.

Jetzt wird's grob.
Mehrere Geröllrinnen von den Bergflanken herab gestalten meinen sowieso zunehmend groben, welligen und immer mehr wurzeldurchwachsenen Weg zu einer Rad-Schiebe-Tortur, die mir nur noch gelegentlich zur Abwechslung einige wenige Roll-Meter zugestehen wollte.

Rechts am Strauch vorbei geht's weiter. 
Wer zum Teufel hat mich hier hergetrieben? 
Antwort: Der eigensinnige Fernradler, der die bequeme Asphaltpiste aus Abenteuertum verschmähte. Schuld waren nicht vorhandene, mahnende Stimmen anderer Radler und Wanderer am vorher beschriebenen "Schicksalssteg".
Kein Schild war von meiner Seite zu sehen. Kurz vor Tortur-Ende begegnende Wanderinnen machten mich auf das eigentliche hier bestehende Radlerverbot und auf die sich von vorne her ablösende rechte Click-Sandalensohle aufmerksam, die sich zunehmend immer wieder an Steinen und Wurzeln verfing, aber ein Stolpern konnte ich immer wieder gerade so vermeiden. 
Ein entsprechendes Verbotsschild für Radler kurz vor dem Campingbereich am Plansee-Ostende fiel mir dann sofort auf, aber eben nur entgegengesetzt zu meiner "Schiebe-Richtung" also zu spät und sinnlos.

Rechts am Strauch vorbei geht's weiter.
Wer zum Teufel hat mich hier hergetrieben?
Antwort: Der eigensinnige Fernradler, der die bequeme Asphaltpiste aus Abenteuertum verschmähte. Schuld waren nicht vorhandene, mahnende Stimmen anderer Radler und Wanderer am vorher beschriebenen "Schicksalssteg".

Kein Schild war von meiner Seite zu sehen. Kurz vor Tortur-Ende begegnende Wanderinnen machten mich auf das eigentliche hier bestehende Radlerverbot und auf die sich von vorne her ablösende rechte Click-Sandalensohle aufmerksam, die sich zunehmend immer wieder an Steinen und Wurzeln verfing, aber ein Stolpern konnte ich immer wieder gerade so vermeiden.
Ein entsprechendes Verbotsschild für Radler kurz vor dem Campingbereich am Plansee-Ostende fiel mir dann sofort auf, aber eben nur entgegengesetzt zu meiner "Schiebe-Richtung" also zu spät und sinnlos.

Hier bin ich mittlerweile wieder im (mit kleinen Ausnahmen) wieder radelbaren Bereich angekommen. Gegenüber ist der Campingplatz Sennalpe mit dem 
Plansee-Strandbad erkennbar.

Hier bin ich mittlerweile wieder im (mit kleinen Ausnahmen) wieder radelbaren Bereich angekommen. Gegenüber ist der Campingplatz Sennalpe mit dem
Plansee-Strandbad erkennbar.

Etwas Entspannung ist also angesagt und bei eingeklickter Schuhsohle war die ca. hälftige Ablösung ja am Pedal fixiert. Im hinteren Bildbereich führt dann die Planseestraße in nördliche Richtung zum Bergrücken ganz im Hintergrund. Dieser erst noch tiroler und später bayrische Teil wird dann als Ammergebirge mit dem Ammerwald im Herzen dieses Gebirges (das größte Naturschutzgebiet Bayerns) bezeichnet.

Etwas Entspannung ist also angesagt und bei eingeklickter Schuhsohle war die ca. hälftige Ablösung ja am Pedal fixiert. Im hinteren Bildbereich führt dann die Planseestraße in nördliche Richtung zum Bergrücken ganz im Hintergrund. Dieser erst noch tiroler und später bayrische Teil wird dann als Ammergebirge mit dem Ammerwald im Herzen dieses Gebirges (das größte Naturschutzgebiet Bayerns) bezeichnet.

Dann hier im Bild die Vorstufe des optischen Schocks, noch auf Tiroler Gebiet.
Nicht wegen der spiegelverkehrten Bilddarstellung des Biergartenschildes in einer Fensterfront.

Dann hier im Bild die Vorstufe des optischen Schocks, noch auf Tiroler Gebiet.
Nicht wegen der spiegelverkehrten Bilddarstellung des Biergartenschildes in einer Fensterfront.

Sondern deshalb.
NEIN, ist man hier von allen Ammerwald-Göttern verlassen?
Es handelt sich um das Alpenhotel Ammerwald, zwar in innovativer
Holz-Modulbauweise errichtet, aber der Ausstrahlung nach außen nach mit Betonklotz-Ausstrahlung - oje, ojeee. 
Da der auf der anderen Straßenseite vorhandene Eis-Kiosk leider geschlossen hatte, ergriff ich nach einem kurzen fahrradtechnischen Gespräch mit einem Hotelgast an der Straße die Flucht von diesem Ort...

Sondern deshalb.
NEIN, ist man hier von allen Ammerwald-Göttern verlassen?

Es handelt sich um das Alpenhotel Ammerwald, zwar in innovativer
Holz-Modulbauweise errichtet, aber der Ausstrahlung nach außen nach mit Betonklotz-Ausstrahlung - oje, ojeee.
Da der auf der anderen Straßenseite vorhandene Eis-Kiosk leider geschlossen hatte, ergriff ich nach einem kurzen fahrradtechnischen Gespräch mit einem Hotelgast an der Straße die Flucht von diesem Ort...

Kleine (unbezahlte) Schleichwerbung am Rande:
Eigentümer ist ein Automobilkonzern mit einem stilisierten Propeller im Firmenemblem. I
ch fahre allerdings einen Wagen mit einer grünen Schlange und einem roten Kreuz im Emblem. 
Also ratet mal.

Kleine (unbezahlte) Schleichwerbung am Rande:
Eigentümer ist ein Automobilkonzern mit einem stilisierten Propeller im Firmenemblem. I
ch fahre allerdings einen Wagen mit einer grünen Schlange und einem roten Kreuz im Emblem.
Also ratet mal.

Ca. einen km weiter erschien dann die Ammerwald Alm, eine innen, wie auch außen sehr gefällige Gaststätte, die ich leider nicht weiter ablichtete. Dort endlich ein obligates Eis (am Stiel) zum Abkühlen meines kurz vorher erhitzten Gemüts !
Inzwischen war wieder leichter Regen vorhanden, aber nicht besonders störend. Die Jacke ließ ich angezogen, damit sie immer wieder bei Schauerpausen im Fahrtwind trocknen konnte. Noch kein größeres Problem - noch ...

Ca. einen km weiter erschien dann die Ammerwald Alm, eine innen, wie auch außen sehr gefällige Gaststätte, die ich leider nicht weiter ablichtete. Dort endlich ein obligates Eis (am Stiel) zum Abkühlen meines kurz vorher erhitzten Gemüts !
Inzwischen war wieder leichter Regen vorhanden, aber nicht besonders störend. Die Jacke ließ ich angezogen, damit sie immer wieder bei Schauerpausen im Fahrtwind trocknen konnte. Noch kein größeres Problem - noch ...

Kurz nach dem Ammersattel auf 1115 m ü.A. wird die tirolerisch-bayerische Grenze über den Fischbach auf 1083 m ü. NHN (Normalhöhennull, das amtliche Höhenbezugssystem in Deutschland seit 1993) passiert.

Kurz nach dem Ammersattel auf 1115 m ü.A. wird die tirolerisch-bayerische Grenze über den Fischbach auf 1083 m ü. NHN (Normalhöhennull, das amtliche Höhenbezugssystem in Deutschland seit 1993) passiert.

Ein momentan ausgetrocknetes, geweitetes Bergbachbett, das aus südlicher Richtung ankommt. In meiner Fahrtrichtung hier nach links wird dann bald Schloß Linderhof erscheinen.

Ein momentan ausgetrocknetes, geweitetes Bergbachbett, das aus südlicher Richtung ankommt. In meiner Fahrtrichtung hier nach links wird dann bald Schloß Linderhof erscheinen.

Dort hatte ich zwar den privaten "Auftrag", das Schloß Linderhof abzulichten, aber mehr als die Schlange vor dem Kassenbereich war leider nicht drin, da die bei Touristen beliebte Immobilie sich völlig durch Bäume und Sträucher verdeckt im rechten hinteren Bildbereich befindet. 
Da ich mich nicht zwingend auf Kultur-Trip befand, wollte ich bedingt durch die lange Menschentraube, keine weitere Zeit für dieses gewiss äußerst fotogene UNESCO-Welterbe, das einzige Schloss, das König Ludwig II. vollenden konnte, aufwenden.

Dort hatte ich zwar den privaten "Auftrag", das Schloß Linderhof abzulichten, aber mehr als die Schlange vor dem Kassenbereich war leider nicht drin, da die bei Touristen beliebte Immobilie sich völlig durch Bäume und Sträucher verdeckt im rechten hinteren Bildbereich befindet.
Da ich mich nicht zwingend auf Kultur-Trip befand, wollte ich bedingt durch die lange Menschentraube, keine weitere Zeit für dieses gewiss äußerst fotogene UNESCO-Welterbe, das einzige Schloss, das König Ludwig II. vollenden konnte, aufwenden.

So ging es auf dem Weg zurück zur Staatsstraße 2060 hier noch einmal über die Namensgeberin des Schlosses, den ca. 14 km langen Gebirgsfluß "Linder", die im weiteren Verlauf ab dem Gebiet der Ammerquellen den Namen "Ammer" annimmt.
Hier Blickrichtung flußaufwärts.

So ging es auf dem Weg zurück zur Staatsstraße 2060 hier noch einmal über die Namensgeberin des Schlosses, den ca. 14 km langen Gebirgsfluß "Linder", die im weiteren Verlauf ab dem Gebiet der Ammerquellen den Namen "Ammer" annimmt.
Hier Blickrichtung flußaufwärts.

In Flußrichtung sieht man die alte Stahlfachwerkbrücke aus dem Jahre 1894, die ebenfalls vom bzw. zum Schloß Linderhof führt. Sie wurde nach zwei von einem Hochwasser zerstörten Holzbrücken aus den 1870er Jahren durch eine solidere Eisenkonstruktion ersetzt.

In Flußrichtung sieht man die alte Stahlfachwerkbrücke aus dem Jahre 1894, die ebenfalls vom bzw. zum Schloß Linderhof führt. Sie wurde nach zwei von einem Hochwasser zerstörten Holzbrücken aus den 1870er Jahren durch eine solidere Eisenkonstruktion ersetzt.

Noch nicht lange wieder auf der Staatsstraße dahin "cruisend" fiel überschüssig werdende Luftfeuchtigkeit vermehrt als Regen gestaltet vom Himmel gen Boden. Unweit der Ortschaft Ettal mit der bekannten Benediktinerabtei Kloster Ettal wurde der Regen dermaßen unleidlich, so daß ich zusammen mit einer weiteren Gruppe von Radlern die schwere Regenhose überzog.
Dabei das nächste Materialdrama dieses Tages:
Auch an der linken Click-Sandale fing die Sohle an, sich zu lösen, allerdings von der Ferse her bis zur Mitte. Durch und durch genervt, traf ich eine besondere Maßnahme, die die andere Radlergruppe ziemlich verblüffte:
Die havarierten Sandalen landeten mit Schwung in einer der beiden Satteltaschen, aus der anderen zog ich meine Badeschlappen heraus und transferierte sie in "Radlschlappen" um. Da es kurz nach Ettal im Freilauf den Ettaler Berg hinunter nach Oberau an der Loisach nördlich von Garmisch-Partenkirchen und loisachabwärts mit leichten Gefälle nach Eschenlohe nicht mehr allzu viele Kilometer weiter ging, waren die Not-Schuhe nicht mehr groß störend.
Durch den lästigen Regen gab es jedoch keine Fotos vom Kloster Ettal.
Zwei Probleme bei der zügigen Bergabpassage:
Mit Brille gab es nur regenverwaschene Sicht durch den Wasserfilm auf der Brille, ohne Brille meine Kurzsichtigkeit, die aber eine bessere Sicht ermöglichte, als durch den Wasserfilm auf der Brille.
In Eschenlohe hatte ich auch schon vor Tourantritt von zuhause aus die zweite Übernachtung gebucht. Aber nachdem für den folgenden Tag weiterhin noch recht viel mehr nässliches Wetter angesagt wurde und ich mich zeitlich erst anfangs der zweiten Nachmittagshälfte befand, gab es einen ungewöhnlichen Beschluss:
Mit den Bade-Radl-Schlappen an den Füßen und dem angelegten Regenequipment trat ich vor die Wirtin der Unterkunft und sagte die Übernachtung ab, da ich gleich noch am selben Tag mit dem Zug über München nach Hause gelangen konnte.
Ein großes Lob an dieser Stelle an die Wirtin vom
Hotel Gasthof Metzgerei "Zur Brücke" in Eschenlohe, die voller Verständnis meine Übernachtungsabsage ohne jegliche Teilzahlungsforderung akzeptierte.
Im Gegenzug war ich zu einem späteren Zeitpunkt per Tagesausflug mit der Bahn wieder dort zur mittäglichen Einkehr im Biergarten.

Zurück zur eigentlichen "2-Tages-Radferntour":
Hier im Regionalexpress von Eschenlohe nach München, mein weißer Helm und orange Regenjacke am Radl hängend.

Zurück zur eigentlichen "2-Tages-Radferntour":
Hier im Regionalexpress von Eschenlohe nach München, mein weißer Helm und orange Regenjacke am Radl hängend.

An den Füßen meine "innovativen" Aushilfs-Radler-Schlappen ...

An den Füßen meine "innovativen" Aushilfs-Radler-Schlappen ...

Meine unspektakulären Tagesdaten vom zweiten Radltag.

Meine unspektakulären Tagesdaten vom zweiten Radltag.

Für die indiskutable Durchschnittsgeschwindigkeit war natürlich meine ausgedehnte Schiebeaktion am südlichen Planseeufer entlang maßgeblich.

Für die indiskutable Durchschnittsgeschwindigkeit war natürlich meine ausgedehnte Schiebeaktion am südlichen Planseeufer entlang maßgeblich.

Anderntags zuhause meine "schloaßigen" (verschlissenen) Click-Sandalen, deren lösgelöste Sohlenteile ich zu einem späteren Zeitpunkt behelfsweise bis zu einer noch nicht erfolgten Ersatzbeschaffung mit mehreren Kabelbindern wieder fixierte.
Ist schon irgendwie amüsant, daß beide Click-Sandalen am gleichen Tag
"aus dem Leim" gingen.
In 2008 hatten sie mich bereits das erstemal per Rad-Einsatz auf großer Tour von Paris nach Hause begleitet und in späteren Jahren auf mehreren Ferntouren eine gute und fußfreundliche Verbindung vom Fuß zum Pedal dargeboten.
Museumsverdächtig !

Anderntags zuhause meine "schloaßigen" (verschlissenen) Click-Sandalen, deren lösgelöste Sohlenteile ich zu einem späteren Zeitpunkt behelfsweise bis zu einer noch nicht erfolgten Ersatzbeschaffung mit mehreren Kabelbindern wieder fixierte.
Ist schon irgendwie amüsant, daß beide Click-Sandalen am gleichen Tag
"aus dem Leim" gingen.
In 2008 hatten sie mich bereits das erstemal per Rad-Einsatz auf großer Tour von Paris nach Hause begleitet und in späteren Jahren auf mehreren Ferntouren eine gute und fußfreundliche Verbindung vom Fuß zum Pedal dargeboten.
Museumsverdächtig !

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Die eigentliche Planung sollte mich über 3 gemütliche Fahrtage durch das Allgäu, ein kurzes Stück Tannheimer Tal, ein wenig Lechtal, entlang des Plansees, durch den Ammerwald und das Ammergebirge, etwas entlang des Loisachtals, sowie zuletzt über Sindelsdorf, Bichl, Bad Tölz und Holzkirchen zurück zum Heimatort Feldolling bringen.
Details:
Aufbruch: 19.08.2025
Dauer: 2 Tage
Heimkehr: 20.08.2025
Reiseziele: Deutschland
Der Autor
 
Andreas Rohbogner berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.
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