Alpencruising 2026
Tag 1 der großen Runde
Von Garmisch bis irgendwo zwischen Landeck und Reschenpass
Nach 4 Tagen Dienstreise in München gab es erst einmal ein Paket nach Hause mit
- Computer für die Arbeit
- Hemden, die ich für die Arbeit mit hatte
- wegen der nahenden Hitzewelle meine Jacke
Und es stand noch ein großes Hotelfrühstück an, einmal komplett vom Buffet vollessen, um alle Energiereserven für das Radfahren aufzutanken, bevor ich mein Fahrrad vom Mitarbeiterparkplatz geholt habe.
Jetzt ging es illegal durch den Münchener Olympiapark zum Münchener Hauptbahnhof. Ja, es gibt dort auf einigen breiten Brücken für Radwege zu niedrige Geländer, das ist sehr gefährlich, in München verfolgt das auch die Polizei, davon habe ich gehört, aber mich haben sie nicht erwischt.
So ging es in die zum Glück recht leere Regionalbahn nach Garmisch Partenkirchen, wo ich um 10 Uhr mit nur 10 Minuten Verspätung ankam. Ich war noch am Überlegen, mit meinem Deutschlandticket bis Griesen an die österreichische Grenze zu fahren, aber dann dachte ich, dass Garmisch doch ein schöner Ausgangspunkt für eine Alpenquerung ist.
Das erste Ziel war der Fernpass. Auf der Karte sah die Strecke ganz einfach aus, einfach Richtung Zugspitze und rechts an der Zugspitze vorbeifahren. Aber so ganz richtig war das nicht, ich bin dabei doch in einem falschen Tal gelandet. Dort war es sehr schön für eine Kilometerverschwendung mit einem so schönen Blick auf die Zugspitze. Als das dann doch nicht so ganz passte, musste ich ein Stück zurück und bin dann auch korrekt im Loisachtal gelandet, was dann der richtige Weg zur österreichischen Grenze war. Österreich war dann auch schnell erreicht und die Grenze habe ich gar nicht wahrgenommen.
Eine tolle Erfrischung gab es dann am Häselgehr Wasserfall, wo ich mich in der Hitze ganz gut abgekühlt habe. Früher wollte ich heute auch nicht abfahren, weil ich ja noch das Hotelfrühstück mitnehmen wollte. Frühes Losfahren vermeidet ja zumindest am Morgen Hitze.
So ging es dann weiter Richtung Fernpass, wo ich die Fahrradstrecke fahren wollte. Dieser Radweg ist extrem steil, geht noch einiges höher als die Autostraße und an manchen Stellen musste ich mein Fahrrad schieben. Die Autostraße ist definitiv keine Alternative, da dort viel zu viel Verkehr ist.
Die Abfahrt in das Inntal war dann auch herausfordernd, da teils genauso steil. In Imst wollte ich eine Pause machen, bin dann aber auf einem schönen Bypass-Fahrradweg gefahren und war dann auf einmal schon am Inn anstatt in dieser Stadt.
Also rechts abbiegen und am Inn Richtung Landeck weiterfahren. Die Fahrt am Inn war dort nicht sehr spektakulär, teilweise ging es schnurgerade direkt neben der Autobahn, ist also eher etwas zum Kilometer schrubben. Aber so kam ich recht schnell nach Landeck, wo ich erst einmal den Hofer, den österreichischen Aldi angesteuert habe.
Nach einer Picknickpause ging es dann weiter rauf Richtung Reschenpass. Ich wollte schon einmal ein Stück dieser Steigung schaffen und bin dann auf halben Weg auf dem Campingplatz Via Claudiasee gelandet, einem idyllischen kleinen Campingplatz und meine einzige Übernachtung in Österreich. Und was konnte man da weit weg von anderen Geschäften abends noch bekommen: Wieder eine Pizza.
| Aufbruch: | 17.06.2026 |
| Dauer: | 8 Tage |
| Heimkehr: | 24.06.2026 |
Österreich
Italien