Argentinien - Ab in den Süden

Reisezeit: September / Oktober 2009  |  von Doro Klein

über Caleta Olivia u. Samiento nach Esquel

Der Rückflug von Ushuaia nach Rio Gallegos verläuft - bis auf einige fiese Luftlöcher - angenehm. Wir steigen wieder in unser Auto und fahren noch weiter bis Caleta Olivia. Hier ist Übernachten angesagt. Am nächsten Tag geht es weiter nach Sarmiento. Wir passieren Unmengen an Ölfeldern und beobachten, wie das schwarze Gold aus der Erde gepumpt wird.

In Sarmiento besuchen wir den versteinerten Wald. Wir können uns kaum vorwärts bewegen, so stark bläst der Wind. Mit Schals, Mützen und Jacken bewaffnet wagen wir es aber trotzdem. Und werden belohnt.

Den versteinerten Wald von Sarmiento muss man gesehen und angefasst haben, sonst glaubt man es nicht. Es ist ja kein Wald im eigentlichen Sinne. Auf einem großen Gebiet liegen überall Baumstümpfe und Holzspäne herum. Denkt man jedenfalls. Denn fasst man diese an, merkt man, dass sie aus Stein sind. Es ist unfassbar und ich muss immer wieder hinlangen, weil ich es nicht glauben kann. Wenn man dann noch hört, dass diese versteinerten Bäume 75 Millionen Jahre alt sind, versinkt man endgültig in stummes Staunen.

Der nächste Tag bringt uns nach Esquel. Wir wollen in den Nationalpark Los Alerces zum Wandern. Allein die Fahrt von Esquel zum Nationalpark ist wunderschön. Die fischreichen Gewässer im Nationalpark sind so klar, dass ich die Augenfarbe der Bachforelle erkennen kann. Wir parken das Auto bei Puerto Chucao, gehen über die Hängebrücke und wandern den Rundweg. Nach der Hälfte packen wir unser Picknick aus, setzen uns ans Seeufer und genießen die Aussicht. Die Landschaft im Los Alerces ist wunderschön, ein absolutes Naturparadies, das wir fast für uns alleine hatten. Während der ganzen, mehrstündigen Wanderung sind wir einmal für 5 Min. einer Schulklasse begegnet.

Erwähnen muss ich auch das Lokal, in dem wir in Esquel zu Abend gegessen haben. "Casa Grande" in der Straße General Roca 441. Es gab perfekte rosa Bachforelle und als Nachtisch Profiterol und halbgefrorenes Mousse au Chocolat. Man kann dem Himmel nicht näher sein, als wir es bei diesem Abendessen waren.

Los Alerces

Los Alerces

wir parken vor der Hängebrücke und los gehts

wir parken vor der Hängebrücke und los gehts

glasklares Wasser in Los Alerces

glasklares Wasser in Los Alerces

Los Alerces

Los Alerces

Los Alerces

Los Alerces

Die nächsten Tage gingen über Bariloche, San Martin de los Andes, Neuquen und Bahia Blanca zurück nach Buenos Aires, wo die Reise zu Ende war.

Wenn man nach all diesen Eindrücken jetzt noch bedenkt, dass der Norden Argentiniens wiederum ganz anders ist, kann es unmöglich ein abwechslungsreicheres Land auf der Erde geben. Wir jedenfalls haben uns in Argentinien und seine Einwohner verliebt.

© Doro Klein, 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Gletscher, Wale, Pinguine und last but not least Feuerland
Details:
Aufbruch: 20.09.2009
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 13.10.2009
Reiseziele: Argentinien
Der Autor
 
Doro Klein berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.