Angelica und Bernd, Indienrundreise 2009

Reisezeit: November 2009 - Januar 2010  |  von Bernd Burmann

Von Kumily nach Mumbai

3.12. Donnerstag
Wir verlassen das feuchte Kumily. Die Straße windet sich durch große Teeplantagen. Von den hohen Bergen rast der Bus die steile kurvenreiche Strecke Richtung Kottayam.

Teeplantagen säumen unseren Weg.

Teeplantagen säumen unseren Weg.

Unser Bus hat eine Reifenpanne und wir warten auf den Nächsten.

Unser Bus hat eine Reifenpanne und wir warten auf den Nächsten.

3. - 5.12. Alleppey

Wir müssen nicht lange auf den nächsten Bus warten, der uns nach Kottayam bringt. Dann geht es weiter nach Appaluzha (Alleppey).
Hier ist das Zentrum der Backwater Touristik.Es gibt ein großes Angebot an Touren durch die Backwaters.
Als wir vom Busbahnhof zum Kanal schlendern,werden wir von Dil angesprochen. Er bietet uns ein Zimmer für 200 Rupien etwa 3 Km nördlich vom Zentrum an und lassen uns hinfahren. Das Haus ist schon etwas heruntergekommen, aber wir bleiben dort. Am Abend fahren wir mit dem Bus in die Stadt.

Familienbetrieb zum Herstellen von Kokosmatten in Alleppey

Familienbetrieb zum Herstellen von Kokosmatten in Alleppey

Webstuhl mit angefangener Fußmatte

Webstuhl mit angefangener Fußmatte

4.12. Freitag
Den halben Tag verbringen wir an der Beach. Als ich den Fischern beim Verteilen des Fanges zuschaue,lerne ich einen Mann kennen, der Fisch einkaufen will. bei der Unterhaltung lädt er Angelica und mich zu sich nach Hause zum Essen des frischen Fisches ein. Dankend nehme ich dieses Angebot an. Denn wir sind ja auch auf dieser Reise um Land und und Leute, sowie die Kultur kennenzulernen. An dieser Stelle möchte ich nochmal die Gastfreundschaft und Freundlichkeit hervorheben, die wir auf dieser Reise erfuhren.

Die Fischer bringen in malerischen Booten ihren Fang nach Hause

Die Fischer bringen in malerischen Booten ihren Fang nach Hause

Angelica hat Freundschaft geschlossen.

Angelica hat Freundschaft geschlossen.

05.12.Samstag.
Dil organisiert auch Backwatertouren. Für dieses Wochenende war aber alles ausgebucht, und er erzählte uns von einem Ashram hinter Kollam. Also brachen wir am Morgen auf und fuhren mit dem Bus in die Stadt ,weiter nach Karunagapally zum Amma Ashram in Amritapuri.

05. - 12.12. Amma Ashram

Der Amma Ashram ist ein Komplex aus ein paar Betonklötzen mit bis zu 11 Etagen. Wenn keine Ferien sind wohnen dort mit Studenten über 2 Tausend Leute.
Wir bekamen ein Zimmer für uns alleine in der 7. Etage mit Blick über den Kanal und Kokoshaine. Das kostete für uns beide 300 Rupien mit 2 warmen Mahlzeiten mittags und abends. Jeder Gast muß einen Dienst etwa 2 Stunden am Tag verrichten. Angelica ging in die Küche zum Spülen und ich half bei der Frühstücksausgabe in der Westernkittchen.
Morgens um 6 Uhr gingen wir ans Meer zu Meditation und nach dem Dienst hatten wir den Tag zu freien Verfügung.

Blick auf das Tempel- und Verwaltungsgebäude in Amrita Puri

Blick auf das Tempel- und Verwaltungsgebäude in Amrita Puri

Die Backwaters mit ihren typischen großen chinesischen Netzen

Die Backwaters mit ihren typischen großen chinesischen Netzen

Von den hohen Gebäuden des Ashrams blickt man weit über die Kokoshaine ins Land.

Von den hohen Gebäuden des Ashrams blickt man weit über die Kokoshaine ins Land.

Nach unserem Seva Dienst bleibt genügend Zeit die Umgebung zu Erkunden.

Nach unserem Seva Dienst bleibt genügend Zeit die Umgebung zu Erkunden.

Fruchtstand in Karunagapally. Beim Anblick läuft mir das Wasser im Munde zusammen,

Fruchtstand in Karunagapally. Beim Anblick läuft mir das Wasser im Munde zusammen,

Ein Mann erklimmt die Palme, um Kokosnüsse für uns abzuschneiden.

Ein Mann erklimmt die Palme, um Kokosnüsse für uns abzuschneiden.

Im Amma Ashram sind 2 Arbeitselefanten beschäftigt.

Im Amma Ashram sind 2 Arbeitselefanten beschäftigt.

12. - 21.12. Shivananda Ashram Neyyardam

12.12.Samstag
07 Uhr morgens steigen wir in den 1. Bus nach Karanagupally und dann weiter über Trivandrum nach Neyyardam zum Shivananda Ashram.
Hier kostet der Tag mit Vollpension und 2x Yoga 450 Rupien.Auch hier gibt es einen Dienst für jeden der sich Karma Yoga nennt.
Tagesablauf: 6:30 Uhr Wecken, 6 bis 7:30 Uhr Meditation und Satsang, danach Tee (chai), 8 bis 10 Uhr Yoga, 10 bis 10:30 Uhr Essen, danach Karma Yoga, 1 bis 2Uhr Lecture das ist Info, reden über Yoga und Hinduismus, 15 bis 18 Uhr Yoga, Abendessen, 20 bis 21 Uhr Meditation und Satsang.

Hier ist der komplette Tagesablauf

Hier ist der komplette Tagesablauf

Om Namah Shivaia !
Um 6 Uhr morgens gehen wir zur Meditation auf eine Staumauer des Sees

Om Namah Shivaia !
Um 6 Uhr morgens gehen wir zur Meditation auf eine Staumauer des Sees

Es ist eine Wonne am See zu verweilen oder ein Bad zu genießen.

Es ist eine Wonne am See zu verweilen oder ein Bad zu genießen.

Im Hof des Sivananda Ashrams entdecke ich diese Jackfrucht. Ich schätze sie vielleicht auf 50 Kg.

Im Hof des Sivananda Ashrams entdecke ich diese Jackfrucht. Ich schätze sie vielleicht auf 50 Kg.

Das Gelände ist mit Gummibäumen bepflanzt und so wird der Kautschuk geerntet.

Das Gelände ist mit Gummibäumen bepflanzt und so wird der Kautschuk geerntet.

Die Tage im Ashram sind voll ausgefüllt und nur mittags bleibt etwas Zeit um an den See zu gehen. Dafür muss man sich vorher einen Outsite Pass an der Reception holen. Freitags kann man den ganzen Tag ausgehen. So vergehen die Tage schnell, und 2x Yoga täglich bringt mich in Schwung. Bei den Mahlzeiten habe ich aber noch Probleme im Schneidersitz oder halben Lotus zu sitzen.
Da der Aufenthalt ab 21.12. teurer werden soll, wegen der Zusatzprogramme über den Feiertagen, beschließen wir am 21.12. abzureisen.

Kovalam 21.12. - 26.12.

21.12. Montag
11 Uhr auschequen und mit dem Bus nach Trivandrum. Dort deponieren wir die großen Rucksäcke am Bahnhof und fahren nur mit kleinem Gepäck mit dem Bus nach Kovalam, 15 Km südlich von Trivandrum.

Kovalam hat einen schönen Strand und eine belebte Promenade mit vielen Restaurants, Cafe`s und Hotels. Hier sind schon viele Europäer,
und Frauen können auch im Bikini in der Sonne liegen.
Hinter den Häusern der Promenade liegen in den Kokoshainen einige schöne, preiswerte Pensionen.
Wir finden im Sandya Home ein angenehmes Zimmer für 300 Rupien.
Wir sind nun froh wieder in Freiheit zu sein und genießen die Tage in der heißen Sonne am Strand.und bei Spaziergängen durch die Palmenhaine.
23.12. Mittwoch
Für den Abend haben wir im Loneley Planet Restaurant 2 Plätze reserviert. Wir schlemmen an einem erstklassigen vegetarischen Buffet und erfreuen uns  an den Tanzdarbietungen.

Kovalam hat einen schönen Strand und eine belebte Promenade mit vielen Restaurants, Cafe`s und Hotels. Hier sind schon viele Europäer,
und Frauen können auch im Bikini in der Sonne liegen.
Hinter den Häusern der Promenade liegen in den Kokoshainen einige schöne, preiswerte Pensionen.
Wir finden im Sandya Home ein angenehmes Zimmer für 300 Rupien.
Wir sind nun froh wieder in Freiheit zu sein und genießen die Tage in der heißen Sonne am Strand.und bei Spaziergängen durch die Palmenhaine.
23.12. Mittwoch
Für den Abend haben wir im Loneley Planet Restaurant 2 Plätze reserviert. Wir schlemmen an einem erstklassigen vegetarischen Buffet und erfreuen uns an den Tanzdarbietungen.

Tanzvorstellung im Lonely Planet Restaurant.

Tanzvorstellung im Lonely Planet Restaurant.

Hinter der Terrasse des Restaurants ist ein kleiner Teich angelegt. Dort kann ich einen farbenprächtigen Eisvogel auf der Jagd nach Beute beobachten.

Hinter der Terrasse des Restaurants ist ein kleiner Teich angelegt. Dort kann ich einen farbenprächtigen Eisvogel auf der Jagd nach Beute beobachten.

24.12. Donnerstag
Heilgabend nachmittags treffen wir Sebastian am Strand, den wir vom Sivananda Ashram kannten. Er war in Begleitung von ein paar jungen Leuten, die uns für den Abend zur X-Mas-Party einluden.
Am Abend suchten wir dann das Haus auf und fanden dort eine Gesellschaft von etwa 20 jungen Leuten in angenehmer Atmosphäre.
Antje begrüßte uns recht herzlich und wir blieben dort bis 1 Uhr Nacht bei gutem Essen, alkoholfreien Getränken, mit Gesprächen und Musik.
Am nächsten Morgen trafen wir uns wieder zum Frühstück mit anschließender Weihnachtsandacht dort im Haus.
Antje erzählte uns , dass sie das ganze Haus gemietet haben.
Sie sind eine christliche Gruppe und verbringen von November bis März die Zeit in Kovalam.

Der  Paddy-Reiher ist kein seltener Vogel in den feuchten Gebieten Keralas

Der Paddy-Reiher ist kein seltener Vogel in den feuchten Gebieten Keralas

Im Wassergraben kann ich gerade noch diese Schlange unter den Reifen verschwinden sehen.

Im Wassergraben kann ich gerade noch diese Schlange unter den Reifen verschwinden sehen.

Die indische konservative Bevölkerung geht mit der Bekleidung ins Meer und hat auch riesigen Spaß.

Die indische konservative Bevölkerung geht mit der Bekleidung ins Meer und hat auch riesigen Spaß.

26.12.Samstag
8 Uhr morgens fahren wir zurück nach Trivandrum. Holen unser Gepäck bei der Aufbewahrung und steigen 10 Uhr in den Zug nach Margao in Goa. Die Fahrkarten hatten wir schon vor Kovalam gekauft.

27.12. 09 - 03.01.10 Benaulim Goa

27.12.Sonntag
6 Uhr morgens erreichen wir Margao. Von dort müssen wir noch eine halbe Stunde mit dem Bus nach Benaulim am Meer fahren.
Hier finden wir ein Zimmer für 400 Rupien bei Elva Mansion. Es ist eine freundliche Familie und ein neues Haus mit gut eingerichteten Zimmern.
Goa ist etwas anders als die anderen Staaten Indiens. Hier spürt man den europäischen Einfluss, den die Portugiesen hinterlassen haben.

Alter Wasserbüffel mit Riesigen Hörnern

Alter Wasserbüffel mit Riesigen Hörnern

Die Frauen setzen junge Reispflanzen

Die Frauen setzen junge Reispflanzen

Weihnachtskrippe auf indisch in Goa.

Weihnachtskrippe auf indisch in Goa.

Am 30.12. fahren wir mit dem Bus nach Anjuna, etwa 80 Km nördlich von Benaulim an der Küste. Man sagte uns, dort wäre nun der alle 14 Tage stattfindende größte Flohmarkt Indiens.
Schöne Tücher, Schmuck und einen großen Beutel Gewürze erstanden wir dort.

Frau in der Tracht Karnatakas. Die bunten Gewänder sind reichlich mit Spiegeln bestickt.

Frau in der Tracht Karnatakas. Die bunten Gewänder sind reichlich mit Spiegeln bestickt.

In Goa hat in einigen Kommunen die Hippi Bewegung noch überlebt und sie verkaufen am Flohmarkt ihren handgefertigten Schmuck.

In Goa hat in einigen Kommunen die Hippi Bewegung noch überlebt und sie verkaufen am Flohmarkt ihren handgefertigten Schmuck.

Impressionen in Orange
Frühstück am Strand von Benaulim Goa

Impressionen in Orange
Frühstück am Strand von Benaulim Goa

3.01.10 Sonntag
Alles hat ein Ende und so sind auch unseren 2 Monate Aufenthalt in Indien vorbei. Zugtickets waren keine mehr zu bekommen, also fuhren wir mit einem Fernbus um 17:30 Uhr von Margao durch die Nacht.
04.01.10 Montag
6 Uhr morgens Ankunft in Mumbay. Hier hatten wir nun den ganzen Tag Zeit die Stadt um das Fort Viertel zu erkunden, und noch etwas einzukaufen.

Gate of India in Mumbai

Gate of India in Mumbai

Um 20 Uhr ist Einchequen am Flughafen in Mumbay. Abflug 22 Uhr mit Zwischenstopp in Dubai.
05.01.10 Dienstag
Landung in Frankfurt um 13 Uhr. Im ICE Bahnhof müssen wir beim Warten auf den verspäteten Zug uns im eisigen Wind an unsere kalte Heimat gewöhnen.
Wir vermissen das warme Klima, die freundlichen Menschen und die wohlschmeckenden Früchte.

© Bernd Burmann, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Stationen:Mumbai, Nasik, Ajanta, Pench Tigerreservation, Jabalpur, Puri, Varanasi, Mamallapuram, Madurai, Kumily,Appalhuzza, Amma Ashram, Sivananda Ashram Neyardam, Kovalam, Margao Goa, Mumbai
Details:
Aufbruch: 02.11.2009
Dauer: 9 Wochen
Heimkehr: 04.01.2010
Reiseziele: Indien
Der Autor
 
Bernd Burmann berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.