Kirchen, Kurven, Krater und kein Strand - Gran Canaria

Reisezeit: Januar 2013  |  von Herbert S.

Fortaleza de Santa Lucia - Presa La Sorueda

heutige Route - festgehalten mit garmin

heutige Route - festgehalten mit garmin

Fortaleza bei Santa-Lucia

Heute ist uns nach Großstadt! Die gleiche Strecke wieder hinunter - komisch, egal wann wir sie fahren - die Sonne blendet uns immer. Aber mir fällt ein, dass die bei uns in der Nähe befindliche Fortalezza wohl nur vormittags in der Sonne liegt. Daher biegen wir schon wenige Kilometer nach dem Start auf eine kleine Straße ab.
http://www.kanaren-virtuell.de/gcanaria_2/orte/santa-lucia-de-tirajana.htm

mitten im Tal gelegener Felsen mit Höhlen und bizarren Basaltsäulen:
die Fortaleza

mitten im Tal gelegener Felsen mit Höhlen und bizarren Basaltsäulen:
die Fortaleza

Basaltsäulen wie Orgelpfeifen

Basaltsäulen wie Orgelpfeifen

Wir steigen ein paar Schritte nach oben und finden diverse Höhlen - bei der letzten kann man sogar vollständig durch das Felsmassiv auf die Westseite laufen.

Weg an der Ostseite der Fortaleza

Weg an der Ostseite der Fortaleza

Blick vom Durchbruch auf der Westseite

Blick vom Durchbruch auf der Westseite

Dieses Gebiet, das die Felsen Fortaleza Chica, Fortaleza Grande und Titana umfasst, dokumentiert in beeindruckender Weise das Leben in Höhlen in vorspanischer Zeit. Dazu gehören mehrere natürliche und künstlich geschaffene Höhlen. Die Höhlen dienten sowohl als Wohnraum und Speicher als auch als Grab- und Kultstätten. Darüber hinaus wurden Bauten entdeckt, von denen man annimmt, dass sie Festungen darstellten. Aufgrund der Besonderheiten dieses archäologischen Komplexes und seiner eindeutigen Hinweise darauf, dass er der Verteidigung diente, wird er mit der bekannten Felsenfestung Fortaleza de Ansite in Verbindung gebracht, wo der letzte Kampf zwischen den Altkanariern und den spanischen Eroberern stattgefunden hatte. Dieser Kampf bedeutete das Ende der bewaffneten Eroberung und die Annexion der Insel für das Königreich Kastilien.
Nachdem die archäologische Stätte verlassen wurde, hat man viele andere Nutzungsmöglichkeiten gefunden. Zunächst wurden dort Mandelbäume angebaut und Bienenstöcke angelegt, später wurde die Stätte für den Getreideanbau benutzt. Seit vierzig Jahren nun wird sie als Standort für die Gedenkfeier zur Eroberung der Insel von Seiten der Krone von Kastilien(29. April 1483) verwendet.

unscheinbares Überbleibsel des archäologischen Komplexes

unscheinbares Überbleibsel des archäologischen Komplexes

Presa La Sorueda

Auf dem Hinweg hat Ulrike von ihrer Seite aus eine eigenartige Felsformation unterhalb gesehen. Bevor wir nach las Palmas aufbrechen, machen wir auch an diesem Mirador La Sorueda kurz Halt. Es handelt sich offensichtlich um eine kleine Talsperre von Ingenion de Santa Luzia - die Presa La Sorueda , die aber wegen des niedrigen Wasserstandes einen Fels mit unterschiedlichsten Farben freigelegt hat.

Nun aber über die Autobahn nach Las Palmas!

© Herbert S., 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir wollen das üsselige Wetter hinter uns lassen und mal wieder etwas in angenehmen Temperaturen unternehmen. Dazu erscheinen uns die kanarischen Insel - wo man keinen Winter kennt - besonders geeignet. Da wir bereits einmal auf Teneriffa waren, haben wir nun Gran Canaria gewählt.
Details:
Aufbruch: 20.01.2013
Dauer: 9 Tage
Heimkehr: 28.01.2013
Reiseziele: Spanien
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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