Sri Lanka zur Regenzeit

Reisezeit: August / September 2010  |  von family on tour

Zum Sigirya

Um halb zehn fahren wir los und biegen in Panadura auf die Hauptstraße ins Landesinnere ab. Autobahnen gibt es in Sri Lanka noch nicht, die erste wird zur Zeit gebaut. Je weiter wir fahren, desto höher kommen wir und die Straße wird immer kurviger, aber die Luft ist hier richtig gut und es wird etwas kühler. Als wir von der Hauptstraße abfahren, um auf der wie in der Landkarte steht "landschaftlich schönen Straße" zu fahren, wird die Fahrt zu einer elendigen Quälerei. die Landschaft ist wirklich seeehr schön, aber die Wege sind zum Teil sehr löchrig und streckenweise müssen wir uns serpentinenartig in die Höhe schrauben, was uns viel zeit kostet. Aber wir sehen einen schönen Wasserfall, Teeplantagen und Berge, deren Spitzen bis in die Wolken ragen und es kommt uns kaum jemand entgegen. Dann hat das Gegurke ein Ende. Wir können in Balangoda wieder auf die Hauptstraße fahren. Von dort ist es nicht mehr weit bis zu einem Abzweig, der zum Bambarakanda Wasserfall führt, der zwar 240m hoch ist, sich uns jedoch nur als müdes Rinnsal präsentiert. Und das zur Regenzeit! Wegen der Höhe ist der Anblick aber dennoch. Auf dieser Höhe wachsen Nadelbäume und Fichten - da fühlt man sich fast wie zu Hause.

Haputale ist schon ziemlich hoch gelegen. Von hier aus hat man einen weiten Blick ins Tal und die Stadt liegt schon zum Teil in den Wolken. Riesige Akazien säumen die Straße, an deren Ästen sonderbare braune Säcke hängen - Wespennester, wie wir später erfahren werden. Nur wenige Autos fahren auf dieser Straße und man hört die Vögel zwitschern. Endlich sehen wir auch einen richtig schönen Hindutempel, reich und bunt verziert.

Die größeren Ortschaften, durch die wir kommen, haben richtige Geschäfte, die Menschen sind besser gekleidet als an der Küste und es gibt herrlich blühende Büsche und Bäume in Gelb und allen möglichen Rottönen. Wahrscheinlich haben die Menschen durch die Teeplantagen und -fabriken ein regelmäßiges Einkommen. Selbst die Gemüseläden sehen viel gepflegter aus.

Hinter Badulla wird es richtig unschön, weil die so genannte Hauptstraße in einem katastrophalen Zustand ist und wir uns stundenlang durch staubige Baustellen quälen müssen. Manchmal ist die Straße einspurig und wir müssen längere Strecken wieder rückwärts fahren, um den uns entgegen kommenden LKW Platz machen zu können. Wir erreichen Nuwara Eliya, die höchstgelegene Stadt Ssi Lankas, in der Abenddämmerung. Der Ort selbst ist eine Enttäuschung. Man sieht ein Fachwerkhaus und ein, zwei bessere Hotels und das war es mehr oder weniger schon. Als wir am höchsten Punkt angelangt sind, beschlagen schlagartig alle Scheiben im Auto, so dass man kaum noch durch sehen kann und wir müssen die Fenster runter kurbeln, woraufhin Nico so kalt wird, dass er um seine Jacke bittet. Dann erblickt man im Zwielicht einen See, der eine Attraktion für die Einheimischen zu sein scheint. Es sind viele Menschen und Buden da und Tretboote schippern auf dem Wasser. Für den öffentlichen Bus gibt es sogar eine Haltestelle direkt am Ufer. Jippieh - nach stundenlangen Geschleiche "rasen" wir für zehn Sekunden mit 60 kmh bis zum Kreisverkehr mit den Verkehrspolizisten, die uns aber trotz der überhöhten Geschwindigkeit freundlich den Weg weisen.

Das erste Mal hier oben halten wir vor einem kleinen Tempel, und während wir die Wolken hinter uns fotografieren, schallt frommer Singsang über einen Lautsprecher zu uns herüber. Wir sind jetzt auf gleicher Höhe mit den Wolken und werden mit einem sagenhaften Sonnenuntergang für die Torturen entschädigt. Die Silhouetten der Bäume und Büsche zeichnen sich pechschwarz gegen den glühend roten und von Wolkenfetzen durchzogenen Himmel ab. Wir genießen die Atmosphäre und fahren weiter.

Inzwischen ist es acht Uhr am Abend, das Kind hinten eingeschlafen und uns klar geworden, dass wir den Sigirya heute nicht mehr erreichen werden. Kurz vor Kandy - wie wir glauben - entschließen wir uns, in der nächst besten Herberge einzukehren. Es ist inzwischen stockdunkel und Thomas sitzt seit elf Stunden hinter dem Steuer. An einer Unterkunft, die von außen ganz manierlich aussieht und mit Curries und dicken Milchshakes lockt, halten wir schließlich an und Thomas fragt nach einem Zimmer und sieht es sich an. Für 3000Rp (20 Euro) gibt es ein Zimmer mit zwei großen Betten, eins davon hat ein Moskitonetz, und Dusche. Er sagt es ist ok und ginge nach hinten raus, denn wir sind hier an einer stark befahrenen Hauptstraße, wo auch nachts die LKW laut hupend vorbei donnern. Aber zuerst wollen wir essen. Wir wecken Nico auf, Thomas erledigt schnell die Formalitäten, und setzen uns ins Restaurant. Wir wollen Curry und Milchshake, aber es gibt weder das eine noch das andere. Wir einigen uns auf gebratenes Huhn, Gemüse und Reis.

Nun, bei Reis kann man nicht viel falsch machen, das Gemüse war recht gut, aber das, was wir als Huhn serviert bekamen, waren harte trockene Brocken mit Knochen dran. Nico hat seine Freude daran, den Hotelhund damit zu füttern und irgendwie werden wir satt. Was die Qualität des Zimmers betrifft, habe ich bereits eine Vorahnung, als ich die Toilette aufsuchen muss. Über eine enge im Dunkeln liegende verwinkelte Treppe werde ich zu einem Verschlag geführt, dessen Tür sich nicht verschließen lässt und in dem es kein Klopapier gibt. Als ich versuche, den Wasserhahn zu betätigen, dreht sich das ganze Ding um sich selbst. Voll düsterer Vorahnungen begebe ich mich auf einem ähnlichen Weg zu unserem Zimmer, wobei ein Angestellter hinter uns versucht, den Weg ein wenig mit einer hoch gehaltenen Lampe zu erleuchten. Wir kommen an einem bereits vermieteten Zimmer vorbei, dessen Bewohner und Einrichtung so erbärmlich aussehen, dass mir schaudert.

Wir bekommen wahrscheinlich das beste zur Verfügung stehende Zimmer - natürlich zur Straße raus - aber es ist dennoch schlimm. Es riecht muffig, die sanitären Anlagen sind eine Zumutung. Alles sieht irgendwie schmuddelig darin aus und wenn man den Wasserhahn benutzen will, muss man erst den Hahn unter dem Becken aufdrehen, woraufhin mir ein direkter Strahl daraus die Hose einnässt. Immerhin kommt jetzt oben auch Wasser raus. Als wir nach Zudecken fragen, sieht man uns verwundert an, verspricht aber welche zu besorgen. Ich stelle mir vor, dass der normale Gast - wahrscheinlich ist das hier eine Absteige für LKW-Fahrer - sich mit seinen dreckigen Klamotten direkt ins Bett legt. Zu den nach Mottenpulver stinkenden Decken bekommen wir auch ebensolche neue Kopfkissenbezüge, was meine Befürchtungen, sich hier Kopfläuse einzufangen etwas mildert, und neue Handtücher, an denen sogar noch die Preisschilder kleben. Die sind allerdings so stark imprägniert, dass sie die Feuchtigkeit auf der Haut nicht aufnehmen sondern nur verteilen können.

Das Zimmer ist eigentlich recht groß und knallgrün gestrichen. Dazu bildet das rosa Moskitonetz einen kitschigen Kontrast und immerhin gibt es einen Ventilator. Die Löcher im Moskitonetz stopft Thomas schnell noch mit Klopapier aus, dann nehmen Nico und ich das Bett mit Netz und Ventilator. Er ist wie immer sehr zufrieden und findet unser Hotel richtig abenteuerlich. Im Gegensatz zu uns schläft er auch recht bald und gut. Ich liege lange wach, der Verkehr ist einfach zu laut, allein schon, weil ständig gehupt wird. Um die Mücken in die Irre zu führen, lässt Thomas im Bad das Licht an und hofft, dass die Viecher dann dort drin bleiben.

Die Fahrt zum Sigirya

Die Fahrt zum Sigirya

Einer der kleinen Wasserfälle

Einer der kleinen Wasserfälle

Hindutempel

Hindutempel

Auf Wolkenhöhe

Auf Wolkenhöhe

Wahnsinn!

Wahnsinn!

Wir stehen gleich um halb sieben alle auf und nach einer Dusche - wie das warme Wasser angeht, war auch eine kleine Knobelaufgabe, aber immerhin gibt es welches - geht es sofort weiter. Ach ja, Wasser und Stromverbrauch müssen wir extra bezahlen. Nico möchte, dass wir für die Absteige jeder Sterne vergeben. Als ich sage Null und dies begründe, versucht er mich zu beschwichtigen und meint: "Mama, sei dankbar, dass du keine Flöhe hast". Bald erreichen wir Kandy, die frühere Hauptstadt Sri Lankas und sehen die Menschen in ihrer frühmorgendlichen Geschäftigkeit. Kandy ist eine richtig schöne Stadt, der man die koloniale Vergangenheit überall ansieht. In ihrem Zentrum ist ein See mit einer riesigen Wasserfontäne in der Mitte und drum herum befinden sich die wahrscheinlich besten Hotels am Ort. Ganz idyllisch treibt ein Pelikan auf dem Wasser vor sich hin und in einer gewissen Entfernung sieht man auf einem der Hügel, die Kandy umgeben, einen riesenhaften weißen Buddha über der Stadt thronen. Hier würde ich gern etwas länger verweilen und mir die Stadt ansehen, aber Thomas drängt weiter, weil ihm schon vor der langen Rückfahrt graust.

Bei einem gut sortierten Bäcker kaufe ich für Nico ein Frühstück und nachdem wir wegen mangelnder Orientierung zwei nutzlose Ehrenrunden im Zentrum gedreht haben, finden wir endlich die Straße, die uns nach Sigirya führt. Wir fahren an einem Fluss entlang. An einer Stelle sitzen ganz malerisch ungefähr dreißig oder vierzig weiße Reiher in der Uferböschung und dort, wo die Stufen bis hinunter zum Wasser reichen, sieht man, wie Einheimische sich selbst und ihre Wäsche waschen.

Hinter Dumballa ist es nicht mehr weit, bis wir gegen zehn endlich in Sigirya sind. Bevor wir auf den Parkplatz fahren dürfen, müssen wir allerdings erst beim Kassenhäuschen unsere Eintrittskarten kaufen, diese beim Einlass abstempeln lassen und sie schließlich dem Parkwächter vorzeigen um endlich ordnungsgemäß parken zu dürfen. Vor dem Haupteingang, wo Thomas die Tickets holen geht, werden wir natürlich gleich von einem selbst ernannten Guide angesprochen, der einen erst unverbindlich in ein Gespräch verwickelt, dann schildert, wie anstrengend der Aufstieg doch sei und dass man deshalb Hilfe beim Tragen - wovon? - und bei der Abwehr der gefährlichen Wespen benötige und deshalb dringend eines Führers bedarf. Als wir das Angebot dankend ablehnen, sollen wir ihm wenigstens zehn Dollar schenken, weil doch das Geschäft so schlecht läuft und gar keine Touristen kämen.

Ähnlich aufdringliche Einheimische haben wir gleich anschließend am Eingang am Hals. Man will unser Auto waschen und wir sollen uns unbedingt die Souvenirs ansehen oder einen Guide engagieren. Als wir auch die endlich los sind, beginnt unser Aufstieg. Bis ganz nach oben sollen es 1200 Stufen sein. Wir nähern uns dem Felsen durch dicke Gesteinsbrocken und über mehrere Treppen und dann erst ragt der Sigirya in seiner vollen Größe vor uns auf. Als Thomas die tatsächliche Höhe und die am Felsen fest gemachten Treppen sieht, ist er kurz davor, wegen seiner Höhenangst auf den Aufstieg zu verzichten.

Im ersten Abschnitt führt ein schmaler Steg am Fels entlang und mündet an einer stählernen Wendeltreppe, die man hoch gehen muss, um die im fünften Jahrhundert an die Felswände gemalten Wolkenmädchen zu sehen. Zu Thomas Leid muss man die gleiche Wendeltreppe daneben wieder runter und der Anblick der verrosteten Stäbe treibt ihm den Schweiß auf die Stirn. Ich glaube Nico lässt sich von der Panik anstecken, denn auf einmal bekommt er auch Angst, so dass ich ihn bis zum Ende der Treppe stütze und ihm gut zurede. Dahinter fällt der weitere Weg leicht, denn die Sicht nach unten wird durch eine Bretterwand verwehrt, die nur am Ende offen ist. Thomas will diese erste schöne Aussicht nicht genießen aber Nico und ich sehen sie uns an und entdecken den vielleicht zwanzig bis dreißig Meter hohen stehenden Buddha, der sich mitten aus der fernen Landschaft erhebt. Dieser Weg nun mündet auf einem Plateau, von dem aus man den letzten Aufstieg beginnt.

Der Zugang wird von zwei riesigen Löwenpranken flankiert und die Treppe, die man von hier aus sieht, ist wohl die schlimmste. Die Stahltreppe, die an der Felswand befestigt ist, ist verrostet, steil und schmal und man kann zwischen den engen Stufen nach unten sehen. Es ist eine Doppeltreppe, deren äußerer Lauf für den Abstieg und der innere für den Aufstieg vorgesehen sind. Auf halber Höhe macht Nico schlapp, er sagt, er kann nicht mehr. Es sind vielleicht noch fünfzig Stufen bis ganz oben. Kurz darauf kommt ein freundlicher Herr und nimmt sich seiner an. Mit festem Griff an Arm und Schulter und gutem Zureden führt er Nico den Rest der Treppe hinauf. Thomas ächzt und stöhnt hinterher und kommt mit weichen Knien oben an. Der freundliche Herr stellt sich als Angestellter der Anlage vor, und sein Job sei es, den Leuten zu helfen, die aus welchen Gründen auch immer mit dem Aufstieg Probleme haben.

Unser Begleiter placiert uns auf der einzelnen und letzten Stufe inmitten des Plateaus, die das symbolische Ende des Aufstiegs darstellt, und macht das Beweisfoto von uns. Die Aussicht ist schon beeindruckend. Aus 200m Höhe kann man auf der einen Seite ziemlich weit ins Land sehen. Auf der anderen Seite sieht man die Berge bei Nuwara Eliya und Kandy. Nur der Sri Pada ist leider zu weit weg, um sichtbar zu sein. Von den Gebäuden, die hier oben einmal gewesen sind, ist bis auf die umlaufenden Grundsteine nichts mehr übrig, weil sie aus Holz gebaut worden waren. Lediglich der "Swimming Pool" und der steinerne Thron, auf dem das Platz nehmen verboten ist, sind noch intakt. Wir genießen die Aussicht in alle Richtungen und machen uns wieder an den Abstieg.

Nico bekommt wieder die professionelle Begleitung und Thomas hat sichtlich zu kämpfen, da der Abstieg, weil man zwangsläufig nach unten sehen muss, noch schlimmer ist als der Aufstieg. Mit beiden Händen klammert er sich an den Handlauf und seine Gesichtsfarbe wechselt zwischen grün und weiß. Beim Löweneingang ist das Schlimmste geschafft, denn die eiserne Wendeltreppe dient nur dem Aufgang. Ab hier geht es relativ entspannt nach unten. Nico setzt sich zu einer Gruppe einheimischer Jungs für ein Gruppenbild und die Damen um uns rum lassen sich auch bereitwillig fotografieren. Ich bin nur froh, dass die Hälfte des Berges im Schatten liegt und stets ein frisches Lüftchen weht, sonst hätten wir uns sicherlich auch noch die Seele aus dem Leib geschwitzt. Also ist der Vormittag genau die richtige Zeit, den Sigirya zu erklimmen.

Sichtlich erleichtert erreichen die Jungs den festen Untergrund und schon müssen wir die nächsten Möchtegern-Guides und Verkäufer abwimmeln. Der eine verfolgt Thomas bis zum Auto und redet sogar noch auf ihn ein, als er schon drin sitzt. Gnädig kauft Thomas ihm schließlich doch noch die Holzkobra ab, die er ihm ständig unter die Nase gehalten hat, als Belohnung für Nicos Heldentum und auch als kleinen Trost für den Verlust von Kuscheltier Tröti, der leider in der Absteige vergessen worden ist.

Wir verlassen Sigirya und decken uns in Dambulla mit kalten Getränken und zwei dicken Töpfen Eis ein. Den Rückweg wollen wir über Colombo nehmen, weil bis dorthin durchgehend eine Hauptstraße führt und weil wir einen Abstecher im Elefantenwaisenhaus machen wollen. Der horrende Eintrittspreis dort von 35 Euro ist für das, was man zu sehen bekommt maßlos übertrieben. Der Weg dorthin führt durch die übliche Verkaufsgasse, die man aus allen Ländern in unmittelbarer Nähe einer Touristenattraktion kennt, nur dass hier und da fette Elefantenfladen herumliegen und stinken. Die Elefanten baden im Fluss, machen aber einen etwas lustlosen Eindruck. Deshalb bleiben wir nicht lang und hoffen, dass das Eintrittsgeld wenigstens den Tieren zu Gute kommt und gehen zurück zum Parkplatz. Kaum sind wir dort, kommt ein Fettsack aus dem kleinen Restaurant nebenan angeschlurft und verlangt von uns Parkgebühren. Da das aber nirgends dran steht und ich auch glaube, dass er es einfach auf doof bei den Touristen probiert, knallt Thomas ihm einfach die Tür vor der Nase zu und wir fahren los.

Auf der Straße, auf der wir uns jetzt befinden, ist erfreulich wenig Verkehr, aber auch hier fahren die Busse wie die Henker. Wir sehen einige halsbrecherische Überholmanöver, bei dem sich der Bus bedrohlich zur Seite neigt. Je näher wir an Colombo ran kommen, desto voller werden die Straßen und in den Ortschaften stehen wir meistens im Stau. In Colombo selbst ist es eine Katastrophe. Es ist Freitagabend und wahrscheinlich fährt jeder, der es sich leisten kann, für das Wochenende raus aus der Stadt. Bis Panadura brauchen wir ungefähr drei Stunden, erst ab da kommt man wieder vernünftig vorwärts. In den Ortschaften hinter Colombo schlägt uns aus mehreren Lautsprechern, die entlang der Straße aufgebaut sind, gleichgeschaltetes ohrenbetäubendes Geplärr und Gedudel entgegen und wir fragen uns, ob das irgendeine Propaganda von der Regierungspartei ist. Glücklich und erleichtert erreichen wir das Hotel und sind dankbar, dass uns die Zivilisation wieder hat

Als wir auf unserem Balkon sind bemerken wir, dass man uns den ohnehin von uns selbst organisierten Tisch gegen einen abgewetzten, und mit Vogelkacke verdreckten ausgetauscht hat. Meine Beschwerde am nächsten Tag bleibt leider ergebnislos. Wahrscheinlich können wir froh sein, dass wir überhaupt einen Tisch haben. Außerdem hat unser Krankenhaus-Extrabett ein Rad verloren. Übrigens hat man uns irgendwann Nicos Badehose und Gummischuhe vom Balkon geklaut.

Thomas´ Fazit des heutigen Tages: "Zwei Tage lang Auto fahren um eine Stunde Todesängste auszustehen".

In Kandy

In Kandy

Lecker Frühstück

Lecker Frühstück

Der Sigirya himself

Der Sigirya himself

Vor der letzten Etappe

Vor der letzten Etappe

Und ganz oben auf der letzten Stufe

Und ganz oben auf der letzten Stufe

Der "Swimmingpool"

Der "Swimmingpool"

Gruppenbild mit Europäer

Gruppenbild mit Europäer

Elefantenwaisenhaus

Elefantenwaisenhaus

© family on tour, 2013
Du bist hier : Startseite Asien Sri Lanka Zum Sigirya
Die Reise
 
Worum geht's?:
Anfang des Jahres 2010 wurde endlich der Bürgerkrieg in Sri Lanka beendet. Und schon zog es uns noch im selben Jahr in dieses Land, das wir schon seit längerer Zeit als Reiseziel auserkoren hatten. Von den Zuständen, insbesondere der vorhandenen oder nicht vorhandenen Infrastruktur wollten wir uns vor Ort überraschen lassen. Wir hatten ein Hotel für zwei Wochen gebucht und beabsichtigten, uns von dort aus um ein Auto zu kümmern. Dann ging es endlich los.
Details:
Aufbruch: 25.08.2010
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 11.09.2010
Reiseziele: Sri Lanka
Der Autor
 
family on tour berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors