Skandinavien 2017 - 101 Tage auf Tour

Reisezeit: Juni - Oktober 2017  |  von Markus Reinle

Norwegen, Helgeland - Trondheim vom 2. - 11.8.2017

Mittwoch, 2. August 2017

Skutvik – E6 Ofoten – Sildhopen - Leirfjord / freier Stellplatz auf alter E6

Der Morgen begrüsst uns noch mit Regen, jedoch die aufgelockerte Wolkendecke verspricht eine Wetteränderung. Wir starten mit der Rückfahrt auf der letzten Strecke von gestern bis zur E6 und auf dieser weiter südwärts bis nach Sildhopen, wo sich bald die Sonne zeigt. Dort weichen wir auf die Nebenstrasse über den Grønfjellet aus. Ein guter Entscheid – eine schöne Strecke entlang kleiner Seen, Wald und Fjellgelände. So rollen wir weiter bis an den Leirfjord, kommen wieder auf die E6, und biegen auf der Gegenseite bei Sommarset zwischen den vielen Tunnels auf die alte, nicht mehr befahrene E6 ab. Dort stellen wir uns auf den noch vorhandenen Rastplatz. Mit wunderschöner Aussicht auf den Leirfjord verbringen wir dort den restlichen Nachmittag und Abend, wo wir unter anderem immer wieder eine Gruppe Schweinswale beim Jagen im Fjord beobachten können – genial!

Donnerstag, 3. August 2017

Leirfjord - E6 Fauske – RV 17 Saltstraumen – Sandhornøya . Horstal Fähranleger

Heute wollen wir weiter Richtung RV 17, die Strasse entlang der Küste Helgeland's fahren, welcher wir die nächsten Tage folgen. Zuerst folgen wir noch einige Kilometer der E6 über Fauske bis kurz vor Bodø. Dort biegen wir auf die RV 17 ab und machen einen Stopp bei Saltstraumen. Wie der Name Straumen schon sagt, handelt es sich um einen Ebbe/Flut-Engpass. Hier bei Saltstraumen, unter der Saltstraumenbrücke, bilden sich beim Wechsel der Gezeiten wild strömende und gewaltige Strudellöcher die sich hier durch die Meerenge zwängen. Wir rollen weiter durch die schönen Landschaften entlang dieser Küstenstrasse. Einmal mehr witzeln wir über die immer wieder auftauchenden Tafeln „Achtung Elche“ aber ohne einen Elch zu sehen. Und gleich darauf entdecken wir tatsächlich einen! In etwa 30 m Entfernung in einem Waldweg an der Strasse steht er – leider müssen wir diesen mit den Augen fotografieren, da nur ein kurzer Blick darauf möglich ist.
Bei Kjøpstad biegen wir ab und machen eine Rundfahrt über bis zum anderen Ende an den Fähranleger Horsdal. Dort verbringen wir einige Zeit bis die nächste Fähre fährt mit Kaffeetrinken und Fischen und entscheiden uns schlussendlich, erst die Fähre am nächsten Morgen zu nehmen und auch noch den Abend hier zu verbringen. Abends erwischt Markus erneut Fischerglück und er zieht tatsächlich einen Dorsch und zwei Makrelen an Land, welche nun im Kühlschrank auf ihren Einsatz auf dem Grill warten...¨! Zu späterer Stunde erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang mit all seinen Stimmungen rundherum – schöön!

Freitag, 4. August 2017

Horstal – Fähre nach Sund – RV 17 Ørnes - Forøya

Am Morgen heisst es früher aufstehen, da die MorgenFähre zeitig fährt, gleich vor unserer Haustüre. Auf der anderen Seite in Sund rollen wir noch einige Kilometer weiter bis wir einen geeigneten Platz entdecken und geniessen dort unser Frühstück an der Morgensonne. Danach rollen wir weiter auf der RV 17 bis nach Forøya, wo wir uns alsbald auf dem örtlichen Campingplatz einrichten. Ein schön gelegener Platz mit guter Sicht auf den Fjord. Den restlichen Tag und die warmen Temperaturen verbringen wir mit Sonne tanken aber auch mit Wäsche waschen, welche in der Sonne trocknet. Wir kommen ins Gespräch mit unseren Nachbarn, einer 5-köpfigen Familie aus Umea mit zwei BretonHunden, welche die Gegend sehr gut kennen und uns deshalb einige gute Tipps zu Übernachtungsplätzen geben können. Abends besteigen wir noch den nahen Aussichtshügel, welcher uns tatsächlich eine wunderschöne Aussicht über den Fjord in Abendstimmung beschert – guet Nacht!

Samstag, 5. August 2017

Forøya – Fähre nach Ågskardet – RV 17 Fähre Jektvika/Kielboghamn - Stokkvågen - Silla

Heute weckt uns die Sonne und wir geniessen ein gemütliches Frühstück draussen, Danach rollen wir zum Fähranleger wo uns die Überfahrt nach Ågskardet bringt. Dort gönnen wir uns beim Kaffeestand noch einen Braunen und kommen ins Gespräch mit einem jungen Päärli aus Thun - endlich mal wieder Mundart reden hören. Auf der Weiterfahrt biegen wir von der RV 17 auf eine nette kleine Holperstrecke ab um eine kleine Halbinsel zu erkunden, welche uns leider keinen der erhofften Sonnenplätze zum Verweilen bietet. Zurück auf der RV 17 geht die Reise wenige Kilometer weiter Richtung Jetktvika. Unterwegs entdecken wir doch noch einen schönen Picknickplatz, den wir für unseren Mittagsimbiss nutzen und rollen bis zum nächsten Fähranleger. Die Fährüberfahrt nach Kielbognhamn können wir bei wunderschönem Sonnenschein geniessen und verlassen, nach rund einem Monat, die Arktis. Der angesteuerte, schöne Aussichtspunkt bei Stokkvågen ist leider schon zugeparkt und so finden wir erst einige Kilometer weiter bei Silla einen Übernachtungsplatz um noch die Abendsonne zu geniessen.

Sonntag, 6. August 2017

Silla – Fähre Nesna/Levang – Sandnessjøen - Insel Dønna/Herøy

Nach dem Frühstück geht die Fahrt entlang der RV 17 weiter. Über die kurze Fähre Nesna/Levang fahren wir nach Sandnessjøen und von dort auf die Inseln Dønna und Herøy. Das Wetter ist wunderschön und wir suchen auf der Insel Herøy einen Übernachtungsplatz. Mit dem alten Fähranleger in Engan können wir uns nicht anfreunden und entdecken einige Kurven weiter bei der Hoholmen Bru einen perfekten Platz um für den restlichen Nachmittag und Abend zu bleiben. Die Fischrute ausgepackt, steigt Markus bald einmal hinunter zum kleinen Straumen unter der Brücke und binnen kurzer Zeit fischt er 6 Makrelen aus dem Wasser! Mjamm, das Festmahl für heute Abend ist gesichert!

Montag, 7. August 2017

Insel Dønna/Herøy – RV 17 Sandnessjøen – Tjøtta

Der Himmel am nächsten Morgen ist leider wolkenverhangen, doch wir machen noch eine Rundfahrt über Herøy und auch Dønna. Über das spärliche Strassennetz 828/809 fahren wir ans Nordende bis nach Dønnes, dem namensgebenden Ort der Insel, bestehend aus einer alten aber noch sehr schönen und intakten Steinkirche auf einem kleinen Hügel und einem zugehörigen Gutshof. Den angrenzenden Flur- und Wanderweg nutzen wir für einen ausgedehnten Spaziergang. Zurück am Fähranleger in Björn setzen wir nach Sandnessjøen über. Heute wäre eine Dusche wünschenswert, die Campingplätze auf der Strecke entlang der RV 17 sind jedoch eher abschreckend, so dass wir am späteren Nachmittag am Fähranleger in Tjøtta ankommen. Der eigentliche Plan war, von hier mit der Fähre weiter nach Forvika und weiter südlich Richtung Brønnøysund zu reisen, da die Fähre auf die Insel Vega erst morgen Vormittag wieder fährt. Nun beschliessen wir, dass wir für die Nacht doch hier bleiben und auf die Fähre „warten“. Auf einem kurzen Spaziergang durch den kleinen Ort finden wir beim angrenzenden Kleinbootshafen einen subiguten Stellplatz mit Dusche für Wohnmobile .Schnell haben wir unser Fahrzeug umparkiert, die verlangte Gebühr in den Umschlag gesteckt und in den Briefkasten eingeworfen und die heisse Dusche genossen. Das Abendessen mit Aussicht auf das Wasser und ein wunderschöner Sonnenuntergang schliessen den Tag ab.

Dienstag, 8. August 2017

Tjøtta – Fähre auf Insel Vega – Sundvoll

Der Morgen ist immer noch etwas wolkenverhangen, der Tag scheint aber schön zu werden. Wo und wann die Fähre nach der Insel Vega fährt wissen wir ja bereits. Die Überfahrt lohnt sich bereits, die Wolken lockern sich auf. Wir rollen auf der Inselstrasse gegen Südwesten nach Sundvoll, einem Tipp unseres schwedischen Nachbarn von neulich. Am Ende der Strasse rollen wir auf einen grosszügig angelegten Wanderparkplatz. Wir wählen uns eine der Parkbuchten aus welche direkt an der Küste liegt. Wir packen die Wanderschuhe aus und folgen einem der ausgeschilderten Wege zu einem ausgedehnten Spaziergang. Danach geniessen wir das schöne Wetter, das Draussensitzen und das Nichtstun. Gegen Abend verflüchtigt sich das schöne Wetter nach und nach. Beeindruckend zuzusehen wie sich die Wolken am Himmel jagen und daraufhin durch Gewitterwolken abgelöst werden. Regen und Wind setzten ein und begleiten uns durch die Nacht.

Mittwoch, 9. August 2017

Sundvoll – Fähre auf RV 17 Horn – Brønnøysund – Fähre Vennesund/Holm – Gutvik/Austra

Der Morgen erwartet uns immer noch wolkenverhangen und neblig. Wir packen zusammen und rollen auf der Inselstrasse zurück zum Fähranleger. Diesmal verlassen wir die Insel Vega auf der zweiten, möglichen, Strecke nach Horn. Von dort aus rollen wir weiter bis nach Brønnøysund wo zuerst einen Bummel durch den Ort machen um danach im Einkaufszentrum die Vorräte aufzufüllen. Dort entdecken wir, nach langem wieder mal, eine offene (und leider etwas leere...) Fleisch- und Fischtheke, so dass wir für heute frischen Fisch einkaufen. Wieder draussen, lacht bereits die Sonne wieder.
Unsere Weiterfahrt ist nicht lang, bis zum Fähranleger in Gutvik/Austra (auf die Insel Leka) wo wir uns auf dem nahen Parkplatz mit Picknicktischen und Toilettenhäuschen einrichten und den selber gekauften Fisch auf dem Grill geniessen. Ein weiterer wunderschöner Sonnenuntergang wünscht uns gute Nacht.

Donnerstag, 10. August 2017

Gutvik/Austra – 771 bis Fähre Hollesja/Lund – Namsos - Steinkjer

Die ersten Kilometer zum Fähranleger in Hollesja durchfahren wir im stetig stärker werdenden Regen. So hält uns nichts mehr auf dieser Seite des Fjords und wir setzten auf die andere Seite auf Lund über. In Lund entdecken wir ein erstaunlich grosses und gemütliches Restaurant gleich bei der Ankunft und gönnen uns dort unser Mittagessen, das leckere Hamburgermenu ...leider ist auswärts essen in Norwegen nicht immer zwingend gesund.... Nach der Stärkung fahren wir entlang der Küste weiter gegen Namsos wo der nächste Stopp mit kurzem Bummel durch den Ort und schon fast obligaten Besuch eines Kaffees auf uns wartet. Auf der Suche nach einem Campingplatz versuchen wir unser Glück auf einer der vielen Stichstrassen. Der dortige Platz begeistert uns leider gar nicht und wir lassen diesen links liegen. Dafür trollt sich auf dem Rückweg in unmittelbarer Nähe der Strasse auf einem Feld herum und lässt sich sehr gut von uns beobachten bevor er sich in den Wald verzieht.
Weiter geht die Fahrt Richtung Steinkjer. Wieder auf der RV 17 steht schon die nächste Elchsichtung an ...3 Elche zusammen weiden etwa 50 m entfernt am Waldrand – welch schöner Anblick. Unsere „Elchwünsche“ sind spätestens jetzt mehr wie erfüllt worden.
Ohne weitere Unterbrechungen erreichen wir Steinkjer und seinen örtlichen Campingplatz welcher gleich neben dem Campus der Studenten und an einem beliebten Lachsfluss liegt.

Freitag, 11. August 2017

Steinkjer – Trondheim

Nach dem Frühstück geht es zügig auf die E6 Richtung Trondheim. Kurz vor der Stadt machen wir einen Halt bei Ikea und verdrücken dort eine Portion Kjøttbollers ...die schmecken genau gleich wie bei uns zuhause! Nach der Stärkung fahren wir, souverän geführt durch unser Navi, zum Stellplatz in der Klostergata beim Spektrum. Wir haben Glück und es sind noch einige der gefragten Plätze frei so dass wir uns dort hinstellen. Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt, begleitet durch immer wieder einsetzenden Nieselregen. In einer Kaffeerösterei geniessen wir wieder einmal ein feines Cappuccino und Milchkaffe mit Schümli...! Wir kehren zurück zum Stellplatz und sind einmal mehr erstaunt, zu welcher späten Nachtzeit einige Reisende auf einem bereits gefüllten Platz noch einen Übernachtungsplatz zu finden gedenken...

© Markus Reinle, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
in 101 Tagen in den hohen Norden Europas
Details:
Aufbruch: 23.06.2017
Dauer: 3 Monate
Heimkehr: 01.10.2017
Reiseziele: Schweiz
Finnland
Norwegen
Der Autor
 
Markus Reinle berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.
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