Wir setzen unsere Reise um die Welt fort in Namibia, Botswana und Simbabwe

Reisezeit: Oktober / November 2022  |  von Gundula Henkel

Ankunft in Simbabwe, unserer letzten Station

Unser Shuttle nach Victoria Falls, der Stadt in Simbabwe, die den Namen des nahen und weltbekannten Wasserfalls trägt, holt uns auf die Minute pünktlich am Eingang unseres Hotels ab. Von wegen afrikanische Zeit!
Nach einer halben Stunde sind wir an der botswanischen Grenze. Mit einheimischer Hilfe sowohl auf botswanischer als auch an der Grenze Simbabwes klappt der Grenzübergang. Aber Zeit brauchen wir trotzdem. In Simbabwe wird alles per Hand in unsere Pässe eingetragen und ausgefüllt. Wir sind – gottseidank – nur sechs Personen und stellen uns vor, wie lange eine große Reisegruppe für den Grenzübertritt brauchen würde. Auf simbabwischer Seite werden wir freundlich willkommen geheißen, unser Gepäck ist bereits umgeladen; eine Stunde fahren wir durch den afrikanischen Laubwald, sehen einen Elefanten allein am Wegesrand stehen und kommen in der Mittagshitze in unser Unterkunft an. Ein wahres Idyll an tropischen Pflanzen, Gewächsen und Bäumen empfängt uns; sie spenden die dringend benötigte Frische und Kühle, wenn die Sonne heiß vom Himmel scheint. Auch wenn die Regensaison naht, wir werden drei Tage Sonnenschein pur, blauen Himmel und Temperaturen über 30 Grad erleben. Auch nachts kühlt es sich hier kaum ab. Sowieso gehen die Temperaturen hier das ganze Jahr über nicht unter 17/ 18 Grad.
Aus diesem Grund hielten wir unsere outdoor Aktivitäten begrenzt und erholten uns gern am und im Pool der Anlage.

Entlang der Victoriafälle

Mit den wichtigsten Fakten über den Wasserfall ausgestattet, laufen wir am frühen Morgen des nächsten Tages von unserer Lodge los in Richtung Eingang des „Mosi-Oa-Tunya-Park“, was so viel wie „der Rauch, der donnert“ bedeutet. Ca. 50 Minuten benötigen wir für den Weg, aber in der Früh ist die Luft noch frisch, wir genießen nach dem vielen Sitzen der letzten Tage die Bewegung.
Die Victoriafälle sind zwar nicht die weltweit höchsten, aber mit 1708 Meter die breitesten Fälle. Sie verfügen über die größte Wasserfläche, ihre Höhe beträgt 108 Meter. Damit überragen sie zumindest die Niagarafälle in den Staaten.

Die Wasserfälle bilden die Grenze zwischen dem oberen und unteren Sambesi und können sowohl von Simbabwe aus als auch von der sambischen Seite betrachtet werden. Die Victoria-Wasserfälle gehören zu den sieben Naturweltwundern und wurden nach der englischen Monarchin Victoria im 19. Jahrhundert benannt. Verantwortlich hierfür ist der britische Entdecker Livingstone, der auf mehreren Routen die Wasserfälle und die zahlreichen Schluchten entdeckte. An seinem Denkmal ganz im Westen des Parks beginnen wir unseren zweistündigen Marsch entlang der Fälle. Wir wandern entlang der Schlucht, in die das tosende Wasser von dem ruhig heran fließenden Wasser des Sambesi braust, durch herrlich kühlen Regenwald, durch einige Schauer kühlen Nass,` die durch die Gicht von den Wasserfällen durch den Wind herüber geweht werden bis zur Brücke nach Sambia. Immer wieder bietet sich uns ein phantastisches Bild auf die atemberaubende Naturgewalt.
Bereits beim Grenzübertritt wurden uns viele Aktivitäten rund um die Victoria Falls angeboten. Wir haben uns für den individuellen Walk entschieden und genossen danach im „Lookout Cafe“ den wunderschönen Blick auf die Schluchten des Sambesi. Bei kühlen Drinks sahen wir den Abenteurern beim ziplining über die Schluchten und den Kajaks bei ihrer Fahrt durch die Schluchten zu.

Am Eingang des Nationalparks. Während sich vor dem Eingang Zig Verkaufsstände mit vielem, auch sehr schönem lokalem Kunsthandwerk befinden, deren Eigentümer lautstark und sehr nachhaltig ihre Ware anpreisen und versuchen, an den Mann zu bringen, ist es im Park wohltuend ruhig. Nur wenige Stände bieten kühle Getränke an.

Am Eingang des Nationalparks. Während sich vor dem Eingang Zig Verkaufsstände mit vielem, auch sehr schönem lokalem Kunsthandwerk befinden, deren Eigentümer lautstark und sehr nachhaltig ihre Ware anpreisen und versuchen, an den Mann zu bringen, ist es im Park wohltuend ruhig. Nur wenige Stände bieten kühle Getränke an.

So kommt der Sambesi ruhig angeflossen und tost dann in die Tiefe. Die Inseln im Fluss sollen zur Regenzeit vollständig überschwemmt sein.

So kommt der Sambesi ruhig angeflossen und tost dann in die Tiefe. Die Inseln im Fluss sollen zur Regenzeit vollständig überschwemmt sein.

Durch das Sonnenlicht bilden sich immer wieder schöne Regenbögen.

Durch das Sonnenlicht bilden sich immer wieder schöne Regenbögen.

Tosend braust das Wasser hinunter in die Schlucht. Die Gicht führt zu teilweise heftigen Regenschauer entlang des Weges.

Tosend braust das Wasser hinunter in die Schlucht. Die Gicht führt zu teilweise heftigen Regenschauer entlang des Weges.

Von weitem beobachteten wir auf sambischer Seite das ausgelassene Treiben im "Devils Pool" und waren angesichts der tollkühnen Aktivitäten sprachlos.

Von weitem beobachteten wir auf sambischer Seite das ausgelassene Treiben im "Devils Pool" und waren angesichts der tollkühnen Aktivitäten sprachlos.

Der Hauptfasserfall.  Bis zu 10 tausend Kubikmeter Wasser donnern pro Sekunde in die Tiefe.

Der Hauptfasserfall. Bis zu 10 tausend Kubikmeter Wasser donnern pro Sekunde in die Tiefe.

Je weiter der Weg in Richtung Osten ging, um so trockener wurde das Steinmassiv. Vergleichsweise nur noch Rinnsale schlängelten sich durch das zerklüftete Gestein. Zur Regenzeit wird der Sambesis das gesamte Steinmassiv mit Wasser überfluten.

Je weiter der Weg in Richtung Osten ging, um so trockener wurde das Steinmassiv. Vergleichsweise nur noch Rinnsale schlängelten sich durch das zerklüftete Gestein. Zur Regenzeit wird der Sambesis das gesamte Steinmassiv mit Wasser überfluten.

Der "boiling pond" . Hier beobachteten wir Kajakfahrer und Raftingboote.

Der "boiling pond" . Hier beobachteten wir Kajakfahrer und Raftingboote.

Mit der Aussicht auf die Brücke über die Schlucht, die nach Sambia führt, endet unsere Tour.

Mit der Aussicht auf die Brücke über die Schlucht, die nach Sambia führt, endet unsere Tour.

Ruhig und idyllisch geht es an der Schlucht durch dichten Regenwald, der herrlich kühlte.

Ruhig und idyllisch geht es an der Schlucht durch dichten Regenwald, der herrlich kühlte.

Massiv wirkt das Gestein in der Trockenzeit. Kaum vorstellbar, dass in wenigen Wochen dieses Massiv vollständig von den Wassermassen bedeckt ist.

Massiv wirkt das Gestein in der Trockenzeit. Kaum vorstellbar, dass in wenigen Wochen dieses Massiv vollständig von den Wassermassen bedeckt ist.

Ausruhen und Entspannen nach dem Marsch auf dem Balkon des  "Lookout Café". Uns bietet sich ein herrlicher Blick auf die Schluchten.

Ausruhen und Entspannen nach dem Marsch auf dem Balkon des "Lookout Café". Uns bietet sich ein herrlicher Blick auf die Schluchten.

© Gundula Henkel, 2022
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Fast drei Jahre sind vergangen seit wir unsere letzte Fernreise beendeten. Und eigentlich wollten wir unsere Weltreise im Jahr 2021 in Afrika fortsetzen. Doch dann kam die Pandemie. Unsere jetzige Planung wurde konkret im Sommer dieses Jahres. Wir nahmen Kontakt mit einem deutschen Reisebüro in Kapstadt auf, das sich unserer Vorstellungen annahm. Und so fahren wir mit dem Auto von Windhoek aus zu den Nationalparks am Okavango River bis hin zu den Victoria Falls, 10 Etappenziele!
Details:
Aufbruch: 30.10.2022
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 19.11.2022
Reiseziele: Namibia
Der Autor
 
Gundula Henkel berichtet seit 4 Jahren auf umdiewelt.
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