Fernradtour von Orihuela Costa nach Cadiz

Reisezeit: März 2013  |  von Thomas Eggers

von Garrofa nach castillo de bano

Donnerstag 07.03.2013

Die Nacht war ruhig und ich hatte gut geschlafen.
Morgens war es noch trocken aber es war schon recht windig. Der Wind sollte im Laufe des Tages noch wesentlich heftiger werden.
Ich fuhr wieder auf die N 340 a welche mich zunächst direkt am Wasser durch ein felsiges Gebiet führte. Auf den Weg waren 2 kleine Tunnel die aber gut mit Fahrrad zu befahren und auch direkt am Wasser zu umfahren waren, was ich aber hinter den Tunnel erst merkte.

Ab Aquadulce führte die 340 a weiter durch mehrere Städte. Hier frühstückte ich in einer Bar. Die Bars sind hier recht ähnlich. Am Tresen hängt immer ein Kuhfuß (Andalusischer Schinken) und ein Fernseher läuft im Hintergrund.

Irgendwann setzte starker Regen ein der wirklich immer schlimmer wurde. Ich hatte echt nicht mit so viel Regen gerechnet und hatte echt eine schlechte Regenausstattung.

Mistwetter

Mistwetter

Aber ropa de lluvia (Regenklamotten) waren in Spanien nicht zu bekommen. Irgendwann kam ich an einen China Laden vorbei und fragte einfach mal nach. Natürlich hatte die Chinesen eine Lösung für mich die ich mitnahm.

Aber dieses Ding konnte ich nicht anziehen. Das wäre das gleiche als wenn ich mein Zelt auf dem Fahrrad hätte aufbauen wollen. Hatte kurz einen Lachkrampf.
Also nahm ich wieder meinen unprofessionellen Regenponscho und wickelte aber meine Sachen auf dem Gepäckträger in diese Plastikplane ein.

Weiter ging es und auch wenn es langsam langweilig wird der Regen, das heißt die unglaublichen Wassermassen die vom Himmel kamen, bestimmte komplett den Tagesablauf. Es war zum K....

Nach Adra kam ich wieder direkt ans Wasser. Hier führte die N 340 a durch felsige Landschaft ohne Dörfer. Ich glaube bei schönem Wetter wäre dass eine Traumstrecke gewesen. So konnte ich das aber nicht genießen.

Der Regen lies nun etwas nach aber dafür erreichte der Wind Orkanqualität. Mit meinem Poncho konnte ich nicht mehr fahren der Wind riss mich vom Rad. Jetzt war es echt höchste Zeit eine Unterkunft zu finden. Es kam eine Ortschaft mit Namen Castillo de Banos.

Hier kam ich an einen Campingplatz vorbei den ich natürlich sofort anfuhr. Richtig windgeschützte Plätze hatten sie nicht zu bieten. Aber der Regen war nicht mehr da und ich beschloss, dass mit dem Zeltaufbau zu versuchen.

Ich weiß nicht wie ich es dann schaffte aber schnell stand das Zelt. Der Wind wurde aber noch schlimmer und als ich im Zelt mit meinen Sachen lag war mir klar, dass mein Zelt das nicht lange mitmachen würde.

Nachdem ich einen Spanier vor mir nicht überzeugen konnte sein Auto vor mein Zelt zu fahren (Windschutz) kam ein Engländer aus seinem Wohnmobil und erzählte mir von einem windgeschützten Platz der frei war. Oh Mann das war die Rettung. Er half mir mein Zelt schnell dorthin zu tragen und es aufzustellen. Total nett!!!!

Zum Glück hatte der Campingplatz eine Waschmaschine und einen Trockner. So waren meine Sachen nach drei Stunden gewaschen und trocken.

Abends war ich im Restaurant und trank ein paar Cola mit Ron Barcelo.
Als ich aus dem Restaurant kam war der Hammerwind fort und das war auch mehr als gut so!!!!!

campingplatz Castillo de Banos
Tagesetappe: 80 km
Gesamt: 377 km

© Thomas Eggers, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
zirka 800 km mit dem Fahrrad durch Spanien. Von Orihuela Costa (Bei Torrevieja) nach Cadiz.
Details:
Aufbruch: 02.03.2013
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 21.03.2013
Reiseziele: Spanien
Der Autor
 
Thomas Eggers berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
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