Ägypten - Nilkreuzfahrt

Ägypten-Reisebericht  |  Reisezeit: Dezember 2006 - Januar 2007  |  von Meinhard + Birgitta Pontilli

Land der Pharaonen, Land der Pyramiden, Land unseres Glücks – habe ich doch hier den Schatz meines Lebens gefunden…
Unsere Reise führt uns von Luxor ausgehend, auf einem bequemen Kreuzfahrtschiff den Nil entlang flussaufwärts bis Assuan. Dann noch ein kurzer Flug über den Nasserstausee nach Abu Simbel und als Abschluss verbringen wir noch zwei Tage in Kairo.

Theben West - Tal der Könige - Luxor - Karnak

WIEN - KAIRO

Am Samstagnachmittag starten wir unsere Reise in das Land der Pyramiden und am frühen Abend checken wir bereits auf der "Miss World" ein.

THEBEN WEST - TAL DER KÖNIGE - LUXOR - KARNAK

Wir starten mit Asis, unserem ersten Guide während der Nilkreuzfahrt, bereits um 6:00 ! zu unserer ersten Besichtigungstour.

Memnon Kolosse

Memnon Kolosse

Memnon Kolosse

Memnon Kolosse

Wir stoppen kurz bei den Memnon Kolossen. Diese Statuen stellen Amenophis III (Vater von Echnaton) dar. Vom gesamten Amenophistempel sind nur mehr diese 18 m hohen, ca. 800 t schweren Statuen aus Sandstein erhalten. Die Statuen haben bei einem Erdbeben 27 v. Chr. Risse bekommen und geben seitdem lang anhaltende Klagelaute von sich, wenn der Wind durchstreicht.

Eingang ins Tal der Könige

Eingang ins Tal der Könige

Nach einer kurzen Fahrt im Bus steigen wir in kleine offene Wägen mit vielen Anhängern um, die uns ins Tal der Könige bringen. Derzeit sind 63 Gräber erforscht. Hier liegen alle Pharaonen des neuen Reiches (20. bis 18. Dynastie) mit Ausnahme von Echnaton.
Amenophis I soll der Gründer dieser Nekropole gewesen sein.
Wir besichtigen die Gräber von Ramses III (Nr. 11), Thutmosis III (Nr. 34) und Thutmosis IV (Nr. 43). Es gab insgesamt 11 Ramses. Wobei Ramses I - III aus einer Familie stammte und Ramses III - XI aus einer nicht verwandten anderen Familie.
Das Grab von Thutmosis III ist nur über eine steile Leiter erreichbar. Es ist ganz erstaunlich wie viel von diesen Malereien noch erhalten ist. Es sind ständig Grabkammern im Rotationsprinzip für die Besucher gesperrt um diese wunderbaren Fresken noch länger bewahren zu können.
Die Namen der Pharaonen an den Toren der Grabkammern sind in "Ovale" eingemeißelt. Diese "Kartuschen" sind ein Symbol der Ewigkeit.
Es gibt eigentlich nur unvollendete Gräber da vom Regierungsbeginn des jeweiligen Herrschers weg bis zu dessen Tod an den Grabkammern gearbeitet wurde.

Blick auf das Tal der Könige

Blick auf das Tal der Könige

Tempel der Hatschepsut

Tempel der Hatschepsut

Hatschepsut - Tempel

Hatschepsut - Tempel

Hathorkapelle

Hathorkapelle

Tempel der Hatschepsut (1 Etage)

Tempel der Hatschepsut (1 Etage)

Nachdem es erst 10:00 und noch nicht sehr heiß ist, beschließen wir zu Fuß weiter zu gehen.
Gegen ein kleines Trinkgeld zeigt (und begleitet) uns ein Wasserverkäufer über einen kleinen Berg zum Tempel der Hatschepsut (1490 - 1468 v. Chr.). Der erste Blick auf die Tempelanlage (von oben und senkrecht hinunter) ist überwältigend - der Fußmarsch hat sich ausgezahlt! Der Tempel in der Anlage Deir el-Bahari wurde von Senemut, einem Günstling Hatschepsuts, erbaut und liegt auf einer Achse mit dem großen Amuntempel in Karnak. Sehr schön ist die Hathorkapelle an der Westseite. Hatschepsut regierte 22 Jahre und ließ den Tempel als Beweis bauen, dass sie die Tochter des Sonnengottes Re ist. Sie brachte Weihrauch und Hennabäume aus Somalia nach Ägypten. Ihr Grab befindet sich im Tal der Königinnen - der Tempel diente nur als Machtdemonstration.

Tal der Arbeiter

Tal der Arbeiter

In unmittelbarer Nähe befindet sich das "Tal der Arbeiter" - Deir el Medina. Dort wohnten ca. 400 Arbeiter. Sie mussten zu Fuß über die Berge zum Tal der Könige um 10 Tage durchgehend zu arbeiten, danach hatten sie 2 Tage frei.

Hatschepsut - Tempel mit dem Weg vom Tal der Könige

Hatschepsut - Tempel mit dem Weg vom Tal der Könige

Um die Mittagszeit brachte uns ein Motorboot zum Karnak Tempel. An dieser Tempelanlage wurde insgesamt ca. 2000 Jahre gebaut. Jeder Herrscher wollte neue Heiligtümer für den göttlichen Vater Amun-Re errichten. Diese Anlage hatte drei Namen: der 1. war "Verbar" - Haus der Seele (für Amun-Re), der 2. "Veramun" - Haus für Amun und der jetzige Name "Karnak" bedeutet "Festung", weil der Tempel auf Fremde so wirkte.

Sphingenallee

Sphingenallee

Ramses

Ramses

Säulenhalle

Säulenhalle

Säulenhalle

Säulenhalle

Säulenhalle

Säulenhalle

Säulenhalle

Säulenhalle

Säulenhalle

Säulenhalle

Die gesamte Anlage ist 35 ha groß und aus Sandstein. Nur das "Allerheiligste" ist aus Granit.
Nach der Sphingenallee kommt das größte Tor Ägyptens. Dieser Pylon ist eigentlich unvollendet, da die Rampe noch vorhanden ist.
Nach diesem Tor kommt die "Halle des Amun Re" und auch die Ramsesstatue - die kleine Figur davor stellt seine Hauptfrau Nefertari dar. Und nun einer der Höhepunkte dieser Reise: Die Säulenhalle von Karnak - gigantisch und beeindruckend! Die Halle ist 102 m lang und 53 m tief mit 134 Säulen. Jede Säule stellt eine Papyruspflanze dar und ist 23 m hoch und hat einen Umfang von 10 m. Auf dem Abschluss-Sockel hätten 24 Menschen Platz.
Auch der Obelisk der Hatschepsut ist monströs - 29,56 m hoch und 323 t schwer.
Am Karnak Tempel kann man noch überall die Spuren (bis 2 m Höhe) des Hochwassers von 1887 sehen.
Nach dem Allerheiligsten sehen wir noch den Tempel des Tut Mosis III. Er ist einem Zelt nachempfunden und wurde später als Kloster verwendet. Deshalb gibt es hier auch Heiligenfiguren auf den Säulen.

Heilige See

Heilige See

Einen letzten schönen Eindruck von dieser Anlage erhalten wir bei einem Spaziergang um den "Heiligen See", dem See der Reinigung. Dort steht auch ein monumentaler Skarabäus aus Granit. Angeblich geht ein Wunsch in Erfüllung wenn man ihn 7 x umrundet.

Skarabäus

Skarabäus

Panorama - Karnak

Panorama - Karnak

Luxortempel

Luxortempel

Anschließend steht noch der Luxor Tempel auf dem Programm. Diesen ließ Amenophis II bauen, erweitert wurde er von Ramses II (Eingangspylon und der erste Hof) und er wird auch Ipet Resyt - "südlicher Palast" genannt. Der Luxor Tempel ist durch eine 2,5 km lange Straße mit dem Karnak Tempel verbunden. Am auffälligsten sind Kolossalstatuen von Ramses II am Pylon und der Obelisk. Ursprünglich gab es zwei Obelisken - einer wurde 1848 als Geschenk der Regierung nach Paris gebracht und steht seit damals auf dem Place de la Concorde.

Luxor - rechts die Moschee

Luxor - rechts die Moschee

Säulenhof - Luxortempel

Säulenhof - Luxortempel

Säulenhof

Säulenhof

Im Vorhof, der große Hof von Ramses II, den auch das gemeine Volk betreten durfte, steht jetzt die Abu el-Haggag-Moschee, die weitere Ausgrabungen verhindert.

Säulenhof

Säulenhof

Die nächste Halle, der Säulenhof von Amenophis III, gehört zum älteren Teil der Tempelanlage. Hier sehen wir ein Tor mit römischen Fresko (um 300 v. Chr.) und eine außergewöhnliche Abbildung von einem Gott der "Fruchtbarkeit" - solche Zeichnungen gibt`s in ganz Ägypten nur 2 x - einmal in Luxor und einmal in Karnak.
Um 15:00 fahren wir im Konvoi nach Esna (Schleuse) um wieder auf unser Schiff zu gelangen. Duschen - umziehen- Galadinner - ägyptische Silvesterparty auf dem Schiff.
Das war ein Monstertag!

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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 30.12.2006
Dauer: 9 Tage
Heimkehr: 07.01.2007
Reiseziele: Ägypten
Der Autor