Zurück nach Nepal ins Land der Berge und Götter

Nepal-Reisebericht  |  Reisezeit: September / Oktober 2010  |  von Ines Oßwald

Endlich, nach einem Jahr Abstinenz reise ich wieder nach Nepal, zu Freunden, in die Bergwelt und ins Land der zwei Religionen.

Nichts wie weg

Das war meine Reise. Mit dem Bus von Kathmandu nach Beshisar, danach fast einmal herum um die Annapurnas gelaufen oder eher gesagt, gehechelt. Von Jomsom nach Pokhara sind wir geflogen. Dort ging es weiter mit dem Bus nach Lumbini und wieder zurück nach Kathmandu.

Das Abenteuer beginnt

Endlich, ich saß wie auf Kohlen und auf etlichen Kilo's ( die ich wieder mal mit schleppte), um zum Bahnhof zu kommen, wo der ICE mich nach Frankfurt bringen sollte.
Doch alle Qualen hatten ein Ende, ich wurde erlöst und kam Freitag Abend in Frankfurt an. Dort überraschte mich Oman Air mit einer herzlichen Mitteilung, daß der Flieger erst 3 Stunden später startet, woraus dann aber 4 Stunden worden. Kann ja mal passieren und in Muskat hatte ich 6 Stunden Transfer, da würde es sicher keine Probleme geben. Gab es auch nicht. Kein Grund zur Panik, die mich in solchen Momenten hin und wieder heim sucht.
Ich stiefelte also erst mal los, nachdem ich eingecheckt hatte und versuchte meine 10 Euro, die ich von Oman bekommen hatte, an den Mann / Frau zu bringen. Das ist ja nun nicht schwer am Frankfurter Flughafen und so blieb ich wieder mal bei einer bekannten Fast Food Kette hängen. Bijay, mein Freund aus Nepal rief ich an, daß ich etwas später los flog, doch er sich keine Sorgen machen musste und ich am nächsten Tag in Kathmandu landen werde. Er, der mich im letzten Winter für einige Zeit in Deutschland besucht hatte, kannte nun die Tücken in Form von ständig ungesundem Essen in Deutschland, als er hörte das ich noch so eine lange Zeit warten musste meinte er bloß.......du wirst doch wohl nicht? Doch ich hatte und ohne schlechtem Gewissen und mit viel Genuss.
Es war mittlerer weile fast 1 Uhr Nachts, selbst der Zoll und die Polizei hatten sich zurück gezogen, fast keine Menschenseele weit und breit, da setzte ich mich halt schon mal ans Gate und betrachtete voller Verzauberung, meine noch jungfräulichen Treckingschuhe die ich wohl in einigen Wochen nicht mehr so schön aussehen.

Man sind die noch sauber.

Man sind die noch sauber.

Die Crew von Oman Air wartete auch auf den Flieger, der postwendend aufgetankt werden musste, um dann endlich starten zu können.

Omann Air Crew.......sie muß auch warten

Omann Air Crew.......sie muß auch warten

Endlich sollte es los gehen, eine nagelneue Maschine, mit einem Entertainment Programm welches wohl ausreichen würde X mal die Welt zu umfliegen, ein super Service und Essen (schon wieder und so oft), viel Platz in Form einer Dreier Reihe für mich ganz allein, ließen mich nicht davon abhalten fast 5 Stunden zu schlafen.
Der Flughafen in Muskat ist überschaubar und hat sogar überall freies WIFI, schade nur wer keinen Laptop mit hat, denn die stehen nicht zur Verfügung.

Muskat Flughafen

Muskat Flughafen

Tja und die Maschine nach Kathmandu war dann propper voll mit Nepalesen die dort arbeiten und heim wollten und einer Hand voll Touristen. Ich hatte das unsägliche Glück neben einem Nepali zu sitzen, der die ganze Zeit seine Auswürfe, die er aus der kleinen Zehe holte, irgendwie auch los werden wollte. Was für ein Vergnügen!

Letzte Etappe nachdem ich 24 Stunden vorher in Leipzig gestartet bin.

Letzte Etappe nachdem ich 24 Stunden vorher in Leipzig gestartet bin.

So eine Stunde vor KTM sieht man eigentlich immer die Berge des Himalajas ( wenn man von Westen kommend, links sitzt), doch diesmal machten die Wolken mir ein Strich durch die Rechnung, was sich leider bei dieser Tour einige male fortsetzen sollte.
Jeder Flug hat mal ein Ende und so empfing mich Nepal, nach einer butterweichen Landung mit Wärme, Wolken, Smog und allem was dazu gehört.

Landung in Kathmandu

Landung in Kathmandu

Ich war das vierte mal in Nepal, wußte -bescheid und hatte meinen Visa Antrag, nebst den 40$ und Passbildern greifbar in der Hand und schnell stand ich am Gepäckband um meine Taschen zu holen. Jedes mal wenn meine Taschen nach 10 Minuten nicht dabei sind verfalle ich leicht in Panik und male mir mit grusligsten Bilder aus wo sie denn gelandet sind. Ob ich mir das irgendwann mal abgewöhnen kann? Glaub nicht!
Take it easy......alles klar, Taschen da. Rauf auf eine Gepäckwagen und immer schön den Trägern, die einem umzierzen, ausgewichen. Ich hatte keine kleine Dollar Note zur Hand und mehr ist die Fahrt nach draußen (1 Minute) einfach nicht wert. Wobei ich zu meiner Verteidigung sagen muss..........ich bin nicht geizig, nein das nicht. Nur ich weiß wie lange und hart einige Nepali's für ein Dollar arbeiten müssen.
Nepal hat 2011 Jahr des Tourismus ( schon mal gehört? ). In diesem Sinne fangen sie langsam an ihren Flughafen etwas auf zu möbeln. Wozu jetzt auch gehört, dass Touristen die gerade ankommen sich erst einmal nicht mit Taxi Fahrern rum ärgern, diskutieren und feilschen müssen. Es gibt einen Preapid Taxi Stand und bei der Ankunft kommt sogleich ein Angestellter und offeriert diesen Service. Ich weiß aber auch, dass viele Taxi Fahrer die Leute schmieren.
Ich, als Einzel Reisende mit großem Gepäck wurde natürlich sofort an gesprochen. Nein, nein brauch ich nicht..........auf mich wartete Bijay, der sich dann gleich aus dem Pulk der draußen wartete raus pellen konnte und wir uns herzlichst begrüßen konnten.
Nepal hat mich wieder! Nicht's hat sich verändert, der gleiche Verkehr, Lärm und Schmutz. Aber und das ist einer der Hauptgründe für mich nach Nepal zu reisen........herzliche Menschen.

Teej Fest in Kathmandu

Teej Fest in Kathmandu

Noch nicht mal richtig angekommen, werde ich gleich geradewegs rein gstossen ins Teej Fest, was nicht's mit Tee zu tun hat. Das ist ein Fest, ausschließlich für Frauen die an das Götterpaar Shiva und Pravati erinnern.
Das war ja mal ein Empfang. Taschen ins Guesthouese ( Rosboud Hotel in Chetrapati Nähe des Chowk) gebracht und gleich habe ich mit Bijay, der hier fremdelte da er ein Mann ist, mich ins Getümmel geworfen. Die Frauen tragen alle rote Saris an diesem Tag und feiern, tanzen und lachen. Zur Feier des Tages musste ich nicht mal am Durbar Squaere bezahlen.............ich trug kein rot, war kein Hindu, aber der Kassierer meinte nur gehen sie, schauen sie.
Ha, that's Nepal. Welcome back.

© Ines Oßwald, 2010
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: September 2010
Dauer: circa 4 Wochen
Heimkehr: Oktober 2010
Reiseziele: Nepal
Der Autor
 
Ines Oßwald berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.
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