Auf Achse: 6 Monate Nordindien, Nepal, Südindien, Thailand

Nepal-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2018 - Februar 2019  |  von Erich Backes

Pokhara (5 Tage)

Nach 2 Nächten in Tansen (in dem rel. kleinen Zimmer des Guesthouses) machen wir uns auf den Weg nach Pokhara.

Wir kaufen ein Ticket (600 NPR pp) für den Bus um 8:30 Uhr, der fährt aber erst am 20.07.2075 ???

Wir kaufen ein Ticket (600 NPR pp) für den Bus um 8:30 Uhr, der fährt aber erst am 20.07.2075 ???

Vikram Sambat heißt der offizielle Kalender Nepals. Er ist ein Lunisolarkalender nach alter Hindu-Tradition und enthält wie jeder Lunarkalender als Kalender-Monate primär 12 Mond-Monate. Der Kalender ist nach dem König Vikramaditya Samvat benannt und ist dem christlichen Kalender 56,7 Jahre voraus (Beispiel: Das Jahr 2018 entspricht dem Jahr 2075 des Vikram Sambat; das neue Jahr begann Mitte April). Das Jahr hat auch 12 Monate, die sich von den unseren Kalendermonaten unterscheiden. Jeder Monat beginnt in der Mitte des christlichen Monats. Manche Monate haben 32 Tage. Insbesondere der öffentlichen Dienst, die Presse und das Königshaus benutzen diesen Kalender.

Unser Bus fährt die gesamten 130 km langsam und bedächtig ...

Unser Bus fährt die gesamten 130 km langsam und bedächtig ...

... durch eine zweifellos beeindruckende Bergwelt über schlechte, staubige, ungesicherte Straßen ...

... durch eine zweifellos beeindruckende Bergwelt über schlechte, staubige, ungesicherte Straßen ...

... und hält gerne mal zum Essen fassen und Wasser lassen.

... und hält gerne mal zum Essen fassen und Wasser lassen.

Nach 6 Stunden endlich in Pokhara am Phewa-See.

Nach 6 Stunden endlich in Pokhara am Phewa-See.

Pokhara ist mit über 300.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes. Im Süden grenzt sie an den Phewa-See (4,4 km², knapp 800 m ü. NN, zweitgrößter See Nepals), im Norden an das Annapurnamassives bei ca. 1.000 m ü. NN.

Pokhara ist Ausgangspunkt für Trekking-Touren um das Annapurna-Massiv, zum Annapurna-Basis-Lager, nach Mustang und zu den Himalaja-Vorbergen rund um Pokhara.

Außerdem ist Pokhara mit Trekking, Hiking, Rundflügen und Paragliding und mit seinem fast europäischen Einkaufzentrum an der Lakeside recht touristisch. Hier trifft man sich. 50% aller heutigen Nepaltouristen besuchen Pokhara.

Wir wohnen im Hotel Adam mitten in der Stadt und wieder mit einer herrlichen Terrasse direkt zum See mit Blick auf "unsere" 8000er. Mister Adam, der auch ein Reisebüro betreibt, erklärt uns gleich, was wir alles machen können und verlängert unsere gebuchten 2 Tage um weiter 3 Tage zu einem Sonderpreis (22$ mit sehr gutem BF).

Zur Orientierung einige Preise: Paragliding ca. 70$, Flug mit dem Heli zum ABC (Annapurna Base Camp) mit 30 Min. Aufenthalt ca. 300 - 350$, 14 Tage Trekking Annapurna Circuit ca. 300 $, immer pp). Es gibt viel zu tun - in Pohkara. Sogar Rumsitzen (und Biertrinken) ist erlaubt.

Man hat einen beeindruckenden Blick auf den Hauptkamm des Himalaya mit den drei Achttausendern: Dhaulagiri mit 8167 m, Annapurna I mit 8091 m und Manaslu mit 8163 m.

Man hat einen beeindruckenden Blick auf den Hauptkamm des Himalaya mit den drei Achttausendern: Dhaulagiri mit 8167 m, Annapurna I mit 8091 m und Manaslu mit 8163 m.

Der Fishtail (Machapuchare, deutsch ‚Fischschwanz‘) ist wegen seiner Form sehr einprägsam und mit seinen 6997 m auf der Terrasse gut zu sehen. Von Westen aus gesehen, erinnern die beiden Gipfel an einen Fischschwanz. Ein bisschen sieht er aus wie das Matterhorn.

Der Fishtail (Machapuchare, deutsch ‚Fischschwanz‘) ist wegen seiner Form sehr einprägsam und mit seinen 6997 m auf der Terrasse gut zu sehen. Von Westen aus gesehen, erinnern die beiden Gipfel an einen Fischschwanz. Ein bisschen sieht er aus wie das Matterhorn.

Der Machapuchare am frühen Morgen. Er gilt als Sitz des „Buddhas des grenzenlosen Lichts“. Der bei der einheimischen Bevölkerung heilige Berg wurde 1964 vom nepalesischen König mit einem Besteigungsverbot belegt. In den 1980er Jahren soll es eine illegale Erstbesteigung durch einen Neuseeländer gegeben haben, der jedoch kurz danach am Makalu (5. höchster Berg) tödlich verunglückte. Man sollte die Götter nicht herausfordern.

Der Machapuchare am frühen Morgen. Er gilt als Sitz des „Buddhas des grenzenlosen Lichts“. Der bei der einheimischen Bevölkerung heilige Berg wurde 1964 vom nepalesischen König mit einem Besteigungsverbot belegt. In den 1980er Jahren soll es eine illegale Erstbesteigung durch einen Neuseeländer gegeben haben, der jedoch kurz danach am Makalu (5. höchster Berg) tödlich verunglückte. Man sollte die Götter nicht herausfordern.

Morgenstimmung.

Morgenstimmung.

Es ist der 4. Tag des Tihar-Festes ...

Es ist der 4. Tag des Tihar-Festes ...

... es werden liebevoll Bilder vor den Hauseingängen gestaltet. Kinder singen und sammeln tagsüber vor den Geschäften ...

... es werden liebevoll Bilder vor den Hauseingängen gestaltet. Kinder singen und sammeln tagsüber vor den Geschäften ...

... und abends werden auf den Straßen von den Jungs Deusi und von den Mädchen Bhailo gesungen (Balladen, die die Geschichte des Festes erzählen), begleitet von Lichtern und Feuerwerk.

... und abends werden auf den Straßen von den Jungs Deusi und von den Mädchen Bhailo gesungen (Balladen, die die Geschichte des Festes erzählen), begleitet von Lichtern und Feuerwerk.

Nach 1 Tag Ausruhen und Stadtbesichtigung queren wir am 2. Tag den See mit einem Ruderboot ...

Nach 1 Tag Ausruhen und Stadtbesichtigung queren wir am 2. Tag den See mit einem Ruderboot ...

... um nach einem steilen Anstieg die World Peace Pagoda oder Shanti Stupa zu besichtigen. Sie thront hoch oben auf einem schmalen Bergrücken, 1.113 m über dem Phewa Tal. Die Friedensstupa ist 35 Meter hoch, hat einen Durchmesser von etwa 105 Meter und war die erste Friedensstupa in Nepal.

... um nach einem steilen Anstieg die World Peace Pagoda oder Shanti Stupa zu besichtigen. Sie thront hoch oben auf einem schmalen Bergrücken, 1.113 m über dem Phewa Tal. Die Friedensstupa ist 35 Meter hoch, hat einen Durchmesser von etwa 105 Meter und war die erste Friedensstupa in Nepal.

Die Wanderung zur Stupa ist ein schöner Tagesausflug von Pokhara aus.

Die Wanderung zur Stupa ist ein schöner Tagesausflug von Pokhara aus.

Bei gutem Wetter bietet sich ein wunderschöner Ausblick auf Pokhara, den Phewa-See und natürlich auch auf die schneebedeckten Berggipfel des Himalayas.

Bei gutem Wetter bietet sich ein wunderschöner Ausblick auf Pokhara, den Phewa-See und natürlich auch auf die schneebedeckten Berggipfel des Himalayas.

Am 3. Tag machen wir mit dem Taxi (OneWay) einen Auflug nach Sarangkot . Sarangkot ist ein kleines Bergdorf nördlich von Pokhara. Nicht das Dorf ist die eigentliche Sehenswürdigkeit, sondern die auf einer Höhe von knapp 1.600 Metern liegende Aussichtsplattform, von der man einen atemberaubenden Blick auf Berg und Tal werfen kann.

Am 3. Tag machen wir mit dem Taxi (OneWay) einen Auflug nach Sarangkot . Sarangkot ist ein kleines Bergdorf nördlich von Pokhara. Nicht das Dorf ist die eigentliche Sehenswürdigkeit, sondern die auf einer Höhe von knapp 1.600 Metern liegende Aussichtsplattform, von der man einen atemberaubenden Blick auf Berg und Tal werfen kann.

Oben auf der Platform bekommen wir ein Baby ....

Oben auf der Platform bekommen wir ein Baby ....

... dann gehen wir in der Mittagshitze zu Fuß den wirklich sehr steilen, steinigen und staubigen Weg ca. 2,5 Std. hinab nach Pokhara. Der Flug mit den Paraglidern wäre sicherlich bequemer gewesen.

... dann gehen wir in der Mittagshitze zu Fuß den wirklich sehr steilen, steinigen und staubigen Weg ca. 2,5 Std. hinab nach Pokhara. Der Flug mit den Paraglidern wäre sicherlich bequemer gewesen.

© Erich Backes, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Sept. 2018 bis März 2019: Nordindien, quer durch Nepal, zurück nach Goa, Südindien, rüber nach Thailand, Freude am Schauen und Begreifen "Solange der Weg schön ist, braucht man nicht zufragen, wohin er führt"
Details:
Aufbruch: 18.09.2018
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 21.02.2019
Reiseziele: Indien
Nepal
Thailand
Philippinen
Der Autor
 
Erich Backes berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.
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