Kreuz und quer durch China

China-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni / Juli 2018  |  von Thalia&Christine R

12.07.2018: Chengdu-Lanzhou

Heute wird es wohl endlich weitergehen.
Wir nutzen noch die Zeit und buchen 2 weitere Bahntickets „Hardsleeper“ für die Bahn, damit wir nicht wieder mit leeren Händen dastehen.
Außerdem unsere Übernachtung in „Liuxijaxia“

Die Zeit bis zur Abfahrt nutzen wir noch indem wir den „Wenshu Tempel“ besuchen, etwas Geld holen, was hier zum Glück klappt—wir wissen ja nicht wie das auf den Dörfern aussieht, die wir weiter besuchen—und noch etwas Verpflegung für die lange harte Fahrt einkaufen.

Das Kloster Wenshu ist aus der Tang Dynastie und dem Bodhisattva der Weisheit gewidmet

Das Kloster Wenshu ist aus der Tang Dynastie und dem Bodhisattva der Weisheit gewidmet

Das ist er eventuell?

Das ist er eventuell?

Es ist das größte und besterhaltene buddhistische Tempelkloster von Chengdu

Es ist das größte und besterhaltene buddhistische Tempelkloster von Chengdu

Die Wachen vor dem Tempel..

Die Wachen vor dem Tempel..

Hier beten die Mönche im typischen Singsang...

Hier beten die Mönche im typischen Singsang...

Trotz der vielen Besuchergruppen herrscht eine Athmosphäre von Heiterkeit und Einsamkeit

Trotz der vielen Besuchergruppen herrscht eine Athmosphäre von Heiterkeit und Einsamkeit

Die Athmosphäre hier im Kloster ist angenehm

Die Athmosphäre hier im Kloster ist angenehm

Die Luft ist schwer vom Weihrauch

Die Luft ist schwer vom Weihrauch

Anschließend entdecken wir wieder etwas neues zum essen: gefüllte Brottaschen, die hier zusammengestellt werden.
Aber man muss vorher zu einer Kasse gehen und bestellen , was man möchte und hier dann nur den Bon abgeben

Anschließend entdecken wir wieder etwas neues zum essen: gefüllte Brottaschen, die hier zusammengestellt werden.
Aber man muss vorher zu einer Kasse gehen und bestellen , was man möchte und hier dann nur den Bon abgeben

Da wir das wieder nicht benennen können, machen wir ein Foto vom Hähnchenfleisch, zeigen es der Dame an der Kasse und schon klappt das

Da wir das wieder nicht benennen können, machen wir ein Foto vom Hähnchenfleisch, zeigen es der Dame an der Kasse und schon klappt das

So sieht es dann aus —wie ein Döner, nur kleiner—für ca 90 Cent

So sieht es dann aus —wie ein Döner, nur kleiner—für ca 90 Cent

Ein letztes Bild von unserem “Chengdu Grand Hotel” hier waren wir nun 4 Nächte—2 Nächte mehr als geplant

Ein letztes Bild von unserem “Chengdu Grand Hotel” hier waren wir nun 4 Nächte—2 Nächte mehr als geplant

Wir gehen schon um 17 Uhr zum Bahnhof, wo schon wieder viel los ist, aber längst nicht so viel wie gestern.
Leider regnet es schon wieder kräftig, sodass wir bei Ankunft im Bahnhofsgebäude wieder durchweicht sind.
Wir kommen ohne Probleme durch alle Kontrollen. Sogar meine neuerworbene Powerbank darf ich behalten
Die Menschenmassen erschlagen uns mal wieder und wir sind die einzigen Langnasen.
Obwohl es noch über 1 Stunde dauert bis der Zug abfährt und eigentlich alle Platzkarten haben stehen schon alle in einer Schlange vor dem Ausgang zu unserem Zug. Jeder hat eine riesige Tüte mit Verpflegung dabei ( wir diesmal aber auch) und gigantische Koffer.
Wir setzen uns und bereiten uns mental auf die schlaflose Nacht vor.
Um 18 Uhr werden die Schleuse geöffnet und es beginnt der run in den Zug.
Dann müssen die Unmengen an Gepäck und die Gepäckablagen gehievt und gequetscht werden. Da zeigt es sich wer im Vorteil ist und schnell war. Ist kein Platz mehr oben im Gepäcknetz, darf man schlimmstenfalls seinen Koffer die 12 Stunden auf dem Schoß nehmen.

Um 18.20 Uhr soll es losgehen, die ganze Nacht, geplante Ankunft in Lanzhou: 6.20 Uhr von dort wollen wir gleich mit dem Bus weiter nach Liujiaxia

Um 18.20 Uhr soll es losgehen, die ganze Nacht, geplante Ankunft in Lanzhou: 6.20 Uhr von dort wollen wir gleich mit dem Bus weiter nach Liujiaxia

Auch wir haben viel zu schleppen...

Auch wir haben viel zu schleppen...

Im Zug empfängt uns eine schwüle Hitze.
Thalia und ich sitzen leider in getrennten Sitzgruppen. Mir gruselts leicht: mein Platz ist neben einem wohlbeleibten Chinesen mit freiem Oberkörper.
Welche Frau sitzt schon gern next to next neben einem fremdem Mann mit nacktem Oberkörper?Thalia feixt sich eins, aber zum Glück kann ich den schwarzen Peter weitergeben, den Platz nimmt jetzt ein junges Mädel ein und der Mann rutscht einen Platz weiter. �
Andere haben es noch schlimmer getroffen, denn es gibt noch "Stehplätze" die hocken nun auf Decken und ihrem Gepäck zwischen den Abteilen...

Direkt hinter mir befinden sich 2 Schreikinder, die erstmal 10 Minuten unaufhörlich "Mama" schreien und weinen. Einer vom Zugpersonal kommt und schimpft spaßeshalber erstmal ne Runde, aber das macht die Sache nur schlimmer.
Zum Glück kehrt kurze Zeit später Ruhe ein.
Sobald der Zug abfährt, geht die AC an und es wird sehr kalt.

Es ist für uns sehr interessant zu sehen, was die Chinesen so alles zu essen mithaben.. es gibt unendlich viele Fertigprodukte, die in reichlich Plastik verpackt sind. Wir haben ja auch schon viel getestet und sind begeistert vom Trockenfleisch und heute habe ich auch ein Päckchen getrockneten Fisch dabei, der auch gut ist.

98% daddeln am Handy oder gucken Filme—jeder hat eine gigantische Powerbank dabei, denn Steckdosen gibt es hier nicht

98% daddeln am Handy oder gucken Filme—jeder hat eine gigantische Powerbank dabei, denn Steckdosen gibt es hier nicht

Thalia sitzt auf der anderen Seite ,mit 3 chinesischen Jungs.
Auf meiner Seite sind es immer 6 Sitze

Thalia sitzt auf der anderen Seite ,mit 3 chinesischen Jungs.
Auf meiner Seite sind es immer 6 Sitze

Kein einziger Europäer hier..

Kein einziger Europäer hier..

Thalias Ecke schläft komplett am Tisch

Thalias Ecke schläft komplett am Tisch

So eine Nacht kann verdammt lang sein. Vor allem ohne Internet und ohne Gesprächspartner.
Ich freue mich schon auf die nächsten spannenden Ziele: Mit den Nomaden und den Yaks durch die Steppe ziehen und Zelten. Dann geht's in die Wüste und danach zur chinesischen Mongolei.
Man kann nicht richtig schlafen, aber man nickt immer wieder ein.
Das Mädel neben mir teilt sich einen Sitzplatz mit ihrem Freund. Sie wechseln sich immer ab mit stehen und sitzen.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dies wird wohl die schwierigste Reise unserer Laufbahn. Schwierig, weil China ein Land ist, welches es Backpackern schwer macht es zu erkunden. Zum einen durch das aufwändige, teure Visum, welches im Vorfeld beschafft werden muss, den Nachweis über jeden Aufenthaltsort, Meldepflicht wenn man sich länger als 24h an einem Ort aufhält (hallo...deren Ernst??) und nicht zuletzt die großen Entferungen...
Details:
Aufbruch: 29.06.2018
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 29.07.2018
Reiseziele: China
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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