Kreuz und quer durch China

China-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni / Juli 2018  |  von Thalia&Christine R

15.07.2018: Xiahe-Langmusi

Heute morgen findet Thalia eine mail von 2 Jungs, die auch bei der Veranstalterin der Trekkingtour gebucht haben. Sie sind auch gerade hhier in Xiahe und wollen auch nachmittags nach Langmusi.
Sie schlagen vor ein “private car” zu teilen.
Na, wer sagts denn: Glück muss man wieder haben!!

Wir treffen die Jungs beim Frühstück im “Nirvana” und machen uns dann gemeinsam
auf den Weg zum Kloster. Es fängt wieder an zu regnen.
Die beiden heißen Ben und James, kommen aus England und sind gerade mit ihrem Politik-Studium fertig. Sie sind 6 Wochen unterwegs und waren vorher im Tibet.

Die Anlage, überhaupt der ganze Ort ist eingekesselt von grünen Bergen

Die Anlage, überhaupt der ganze Ort ist eingekesselt von grünen Bergen

Wir zahlen 40 Yuan Eintritt p.P. und bekommen einen gutgelaunten Englisch sprechenden Mönch als Guide. Außer uns 4 sind noch 2 Italienerinnen dabei.
Von wegen, man darf die Mönche nicht berühren: bei James hakt er sich kumpelhaft ein und mir klopft er einige Male gönnerhaft auf die Schulter.

In der ganzen Menge sind wir 6 wieder die einzigen Europäer. Später gesellt sich noch ein Paar  aus den USA dazu.

In der ganzen Menge sind wir 6 wieder die einzigen Europäer. Später gesellt sich noch ein Paar aus den USA dazu.

Diese ganzen Figuren sind aus Yak-Butter , die dürfen wir fotografieren

Diese ganzen Figuren sind aus Yak-Butter , die dürfen wir fotografieren

Er geht mit uns in einige tibetische Tempel. In keinem dürfen wir fotografieren. Immer ist ein riesiger Buddha im Mittelpunkt umgeben von Dutzenden Yak-Butter Kerzen..
Überall riecht es nach dieser Yak- Butter. Wir finden dass der Duft etwas nach Käse erinnert.

Unser Mönch-Guide ist lustig. Er erklärt mir, dass Deutschland ein tolles Land ist , Berlin vom Namen her kennt und Frau Merkel sehr mag
*

Um 11 Uhr sind wir fertig mit der Tour und er verabschiedet sich fix. Wahrscheinlich will er auch an der Zeremonie teilnehmen, die gleich stattfindet.
Das wollen wir auch...

Ich glaube, hier sind die Waschräume der Mönche, jedenfalls legen sie ihre Kleidung davor ab...

Ich glaube, hier sind die Waschräume der Mönche, jedenfalls legen sie ihre Kleidung davor ab...

Wenn Sie rauskommen, kleiden sie sich wieder an...

Wenn Sie rauskommen, kleiden sie sich wieder an...

Hier ist jetzt die Zeremonie. Ein Singsang erfüllt die Luft...nach einer Weile verschwinden alle hinein und wir eilen hinterher...

Hier ist jetzt die Zeremonie. Ein Singsang erfüllt die Luft...nach einer Weile verschwinden alle hinein und wir eilen hinterher...

Hunderte von denselben Schuhen.. da findet doch keiner seine eigenen wieder...??

Hunderte von denselben Schuhen.. da findet doch keiner seine eigenen wieder...??

Es gibt viele hundert Meter Gebetsmühlen, die unermütlich bewegt werden

Es gibt viele hundert Meter Gebetsmühlen, die unermütlich bewegt werden

Die Menschen sehen hier ganz anders aus. Sie möchten auch nicht Chinesen genannt werden

Die Menschen sehen hier ganz anders aus. Sie möchten auch nicht Chinesen genannt werden

Wir besuchen noch die Plattform und haben den Blick von oben auf die Stadt Xiahe und das Kloster

Wir besuchen noch die Plattform und haben den Blick von oben auf die Stadt Xiahe und das Kloster

Der Regen will nicht enden und wir haben bald die Nase voll

Der Regen will nicht enden und wir haben bald die Nase voll

Die Klosteranlage ist wie eine kleine Stadt für sich...

Die Klosteranlage ist wie eine kleine Stadt für sich...

Überall Gassen, kleine Innenhöfe...wir schauen neugierig hinein und werden aber gleich wieder hinausgewiesen von den Mönchen die dort leben

Überall Gassen, kleine Innenhöfe...wir schauen neugierig hinein und werden aber gleich wieder hinausgewiesen von den Mönchen die dort leben

Ich wüßte zu gern, was sie so den ganzen Tag machen und wem sie so schreiben, denn Handys haben sie auch

Ich wüßte zu gern, was sie so den ganzen Tag machen und wem sie so schreiben, denn Handys haben sie auch

Auch hier wieder: rechts und links wohnen die Mönche

Auch hier wieder: rechts und links wohnen die Mönche

Um 14 Uhr gehen wir zurück in unser Hotel und verbringen dort die Zeit bis 15 Uhr. Dann wechseln wir ins "Nirvana" wo wir noch einen Happen essen und auf den Fahrer und die Jungs warten.
*
Gegen 16.45 Uhr geht's dann im Schneckentempo nach Langmusi. Es wird auch auf der freien Landstraße nicht schneller als 70 gefahren. So werden wir für die 170km sicher 3 Stunden brauchen.
Obwohl wir ein gutes Auto (VW Jetta mit riesigem Kofferraum) haben..

Ganz oft sehen wir solche Zeltgruppen, wie hingewürfelt—mit den typischen bunten Fahnen...

Ganz oft sehen wir solche Zeltgruppen, wie hingewürfelt—mit den typischen bunten Fahnen...

Autos und kleinen Herden von Tieren und im Hintergrund die sattgrünen Hügel...

Autos und kleinen Herden von Tieren und im Hintergrund die sattgrünen Hügel...

Gegen 20 Uhr sind wir im" Black tent Cafe" . Dort treffen wir Liyi, von der Agentur “Langmusi.net” mit der wir die Trekkingtour machen. Wir sind jetzt auf 3300m Höhe.
Während der Fahrt waren wir teilweise schon auf knapp 3600m.

*

Wir bekommen eine Einweisung für die kommenden 3 Tage und müssen uns einiges erstaunliches anhören:
Niemals übers Essen steigen, gegessen wird nur auf dem Boden.
Niemals im Zelt die Haare kämmen
Niemals die Füße zur Wärmequelle (Ofen, Feuer) strecken
Nie nachts allein auf Toilette gehen (lieber abends aufs trinken verzichten)
Keine fremden Pferde berühren
Sich nicht auf dem Pferd entkleiden
............
Na, wir werden sehen. Es wird interessant. Wir bekommen ein kleines Tütchen, das dürfen wir füllen. Mehr dürfen wir nicht mitnehmen.
Es gibt keinen Strom und keine Privatsphäre, wir sollen alles an Kleidung in Schichten anziehen. Abendessen gibt es erst gegen 22 Uhr , aber wir dürfen Snacks einpacken.
...puuhh...
Wir essen im “Black tent”—die Jungs gehen in den Ort.

*
Die Jungs kommen auch zurück und sind gut drauf: sie wurden von einem Chinesen auf einige “Shots” und zum Essen eingeladen .
Nun müssen wir noch in unsere gebuchte Unterkunft die “Trachung Tsang Eco Lodge”. Zufälligerweise haben wir dieselbe gebucht.
Lyi ruft dort an und läßt uns abholen, denn der Weg soll weit sein und oben auf einem Berg.
Die Lodge ist witzig: sehr familiär. Wir werden dort superfreundlich aufgenommen. Alles ist aus Holz und in der gemütlichen Gaststube sitzen einige Leute beim Bier.
Auch wir werden von einem Paar eingeladen, lehnen aber dankend ab, da wir ja noch packen müssen.
Wir haben hier ein sehr einfaches Zimmer ohne Bad—die Jungs schlafen im Dorm.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dies wird wohl die schwierigste Reise unserer Laufbahn. Schwierig, weil China ein Land ist, welches es Backpackern schwer macht es zu erkunden. Zum einen durch das aufwändige, teure Visum, welches im Vorfeld beschafft werden muss, den Nachweis über jeden Aufenthaltsort, Meldepflicht wenn man sich länger als 24h an einem Ort aufhält (hallo...deren Ernst??) und nicht zuletzt die großen Entferungen...
Details:
Aufbruch: 29.06.2018
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 29.07.2018
Reiseziele: China
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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