Kreuz und quer durch China

China-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni / Juli 2018  |  von Thalia&Christine R

23.07.2017: Dunhuang - Datong: im Zug

Wieder mal mit vorbildlicher chinesischer Pünktlichkeit sitzen wir im Zug.
Der Bahnhof von Dunhuang war ruhig und überschaubar- keiner war so schlimm wie der in Chedung. Als ich im Hotel auscheckte, bot sich spontan unser Vermieter an uns für 30 Yuan zum Bahnhof zu fahren- die sind echt aufgeweckt in diesem Hotel...
Leider sind Thalia und ich nicht zusammen in einem Abteil.
Thalia hat ein "Upper bed" mit einer lauten Männerbande, ich nebenan mit einer Familie, dessen ca 10-12 jähriger Sohn am Handy spielt und dabei Selbstgespräche führt.
Da wir schon um 5 Uhr aufstehen mussten,
hat Thalia mächtiges Schlafdefizit und haut sich gleich wieder hin.

Die Familie mit dem Jungen steigt aus und stattdessen werden die Betten nun von einer 3-Generationenfamilie belegt. Die haben ein aufgewecktes Kleinkind dabei und nun geht's richtig rund...
Ist auch wieder spannend was die so an Verpflegung mit haben. Die Hühnerfüße sind ein beliebter Snack.
Manchmal setzt sich jemand zu uns und fragt, ob wir Russen sind. Sehen wir so aus? Oder weil wir jetzt Richtung Mongolei fahren? Viele möchten sich zu gern mit uns unterhalten, aber die Sprachbarriere ist einfach zu groß...

Irgendwann kommen wir auf die Idee, dass wir evtl mit dem Zug gleich bis Datong fahren können.Anstatt in einen Bus umzusteigen Das ist unser nächstes Ziel...aber wie erfahren wir das?Wir gehen Richtung Restaurantwagen und fragen die erste vom Zugpersonal.immerhin können wir schon mal einen Blick auf den Routenplan werfen und sehen dass der Zug tatsächlich bis Datong fährt und um 13.15 Uhr dort ist. Das würde uns ja Zeit sparen!
Wir versuchen zu erkunden, wie wir denn dafür ein Ticket lösen können. Inzwischen stehen wir schon zu Fünft mit 3 jungen Leuten vom Zugpersonal im engen Gang.
Jeder möchte helfen, aber keiner versteht uns. Ein Mädel kann ca 20 Worte Englisch, sie ist ganz aufgeregt und wird immer lauter. Mit der Übersetzungs-App , welche die eine endlich gefunden hat und viel Geduld, verstehen Sie uns endlich und erklären, dass wir morhen früh im Wagen 5 ein Ticket kaufen können um im Zug zu bleiben. Na, wir sind gespannt!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dies wird wohl die schwierigste Reise unserer Laufbahn. Schwierig, weil China ein Land ist, welches es Backpackern schwer macht es zu erkunden. Zum einen durch das aufwändige, teure Visum, welches im Vorfeld beschafft werden muss, den Nachweis über jeden Aufenthaltsort, Meldepflicht wenn man sich länger als 24h an einem Ort aufhält (hallo...deren Ernst??) und nicht zuletzt die großen Entferungen...
Details:
Aufbruch: 29.06.2018
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 29.07.2018
Reiseziele: China
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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