Im Winter Richtung Malaysia

Indonesien-Reisebericht  |  Reisezeit: November 2019 - Februar 2020  |  von Walter Wolf

Borobodur

Ausflug zum Borobodur 1.Versuch

Meine Tage in Yogyakarta neigen sich bereits dem Ende zu, aber hier abreisen ohne den Borobodur ansichtig zu werden? Der Karl hat mir in seiner Mail dringend zur Besichtigung dieses beeindruckenden Bauwerkes geraten.

In der Wäsche-Reinigung erkundige ich mich nach einer Möglichkeiten dort hinzukommen. „Mein Herr Vater hat ein Gefährt“. Der ältere Herr will mich mit seiner Fahrrad-Rikscha zum Busbahnhof bringen, dort soll ich mit dem public bus weiter. Unterwegs setzte allerdings Regen ein, der sich zum Wolkenbruch ausweitet. Beim Versuch einen Unterstand zu finden steigt mein Fahrer ab und unternahm dabei wohl ein riskantes Manöver. „Jetzt ändert sich wieder was“ dachte ich mir noch als mein Gefährt nach hinten kippte und ich einen eher unangenehmen Kontakt mit dem Boden bekam. Gab es da eine Achse um der sich das ganze drehen lies? Ich fand mich sodann mit dem Kopf nach unten und den Füßen nach oben, ganz wie in der Morgengymnastik. Nur behinderte das enge Gefährt und auch der ungewohnte Regen mich bei der Freisetzung negativer Gravitation. Von oben blickte auf mich der verdutzte Fahrer herab zu dem sich alsbald 2 Passanten gesellten. Es war aber gar nicht so einfach aus dieser Stellung wieder rauszukommen. Ich erkannte jedoch sofort worum es hier geht! heute morgen hatte ich nämlich meine Morgengymnastik nicht durchgeführt! Dies war also eine Aufforderung mich derselbigen zu widmen! Denn nicht nur unter Buddhisten gilt der Borobdur als ein spiritueller Ort. Also zurück zum Hotel und erst mal duschen und trockene Kleidung wecheln. Nicht so schlimm, Hauptsache das Universum spricht wieder mit mir!

Ausflug zum Borobodur 2.Versuch

Es war schon nachmittag bis ich für einen weiteren Anlauf zum Borobodur bereit war. Mit einer Moped-Rikscha zum Busbahnhof, ein Bus Richtung Borobdur startete alsbald. Ticket wieder im Bus. Ich wusste dass ich unterwegs nochmals umsteigen musste. Die Orientierung war kein Problem, da eine Art Busschaffner den Weg zeigte.

Die Fahrt mit dem Bus zum Borobodur
Nur wenn man viel Zeit hat. Von den Kosten her am Ende kein großer Unterschied zu dem von den Hotels angeboteten Fahrten. Man kann sich die Zeit halt selber einteilen und ist der einheimischen Bevölkerung etwas näher.

Die Fahrt mit dem Bus zum Borobodur
Nur wenn man viel Zeit hat. Von den Kosten her am Ende kein großer Unterschied zu dem von den Hotels angeboteten Fahrten. Man kann sich die Zeit halt selber einteilen und ist der einheimischen Bevölkerung etwas näher.

Es war bereits 15:30 als ich dort ankam, der letzte Bus zurück nach Yogyakarta ging schon in 2 Stunden. Das reichte nicht mehr, also ein recht einfaches Zimmer in der Nähe genommen für 10 Euro. Trotz des niedrigen Preises (kein AC) bekam ich noch am Abend eine Thermoskanne mit heißem Wasser, Kaffeepulver und Teebeutel, und am anderen Morgen ein Frühstück. Der Ort machte gar keinen so üblen Eindruck.

Am nächsten Morgen betrat ich die Tempelanlage erst nach 6 Uhr. Ich werde doch nicht zusätzlich 10 Euro für den Sonnenaufgang bezahlen. Viele Schulklassen waren unterwegs und machten die Anlage zum Paradies für Selfies und Gruppenbilder. Sie interviewten dabei auch gerne ausländische Touristen, scheinbar im Auftrag der Schule. Der Optimismus der Jugend schwebte über der Anlage. Ich dämpfte diesen ein wenig als ich in einem dieser „Interviews“ auf die recht unterschiedliche Altersstruktur in Deutschland (ca 44 Jahr im Durchschnitt) und Indonesien (ca. 29 Jahre) hinwies. Und meinte sie sollen was die Alterspyramide betrifft frühzeitig von China (1970=20 Jahre, 2050=48Jahre) und Japan lernen.

Blick am Morgen auf den Eingangsbereich des Borobodur - die Schulklassen sind im Anmarsch

Blick am Morgen auf den Eingangsbereich des Borobodur - die Schulklassen sind im Anmarsch

Viele Wandreliefs erzählen von der buddhistischen Lehre

Viele Wandreliefs erzählen von der buddhistischen Lehre

Blick auf die umliegenden Berge
Die Tempelanlage wurde etwa um das Jahr 800 erbaut.

Blick auf die umliegenden Berge
Die Tempelanlage wurde etwa um das Jahr 800 erbaut.

 .... geriet dann aber später fast 1000 Jahre in Vergessenheit.

.... geriet dann aber später fast 1000 Jahre in Vergessenheit.

die zukünftigen Steuermänner des indonesischen Schiffes

die zukünftigen Steuermänner des indonesischen Schiffes

oben angekommen herrschte gute Stimmung bei den Besuchern

oben angekommen herrschte gute Stimmung bei den Besuchern

© Walter Wolf, 2020
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Gleich mehrere Gründe bewirkten dass ich mich Ende 2019 auf den Weg in Richtung Malaysia begab. Das Wetter, die 90 Tage die man sich ohne Visum in Malaysia aufhalten kann, dazu sind viele der Einwohner der englischen Sprache mächtig. Der ursprüngliche Auslöser für diese Reise traf mich jedoch völlig unvorbereitet...
Details:
Aufbruch: 29.11.2019
Dauer: 11 Wochen
Heimkehr: 13.02.2020
Reiseziele: Malaysia
Indonesien
Der Autor
 
Walter Wolf berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.
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