Vietnam, Kambodscha und Laos; Motorbikes und Sticky Rice

Kambodscha-Reisebericht  |  Reisezeit: Oktober - Dezember 2004  |  von jochen grosche

Kambodscha: Schluss mit Rumgeheule

Irgendwann kam die Erholung, der Pancake schmeckte wieder, und als mich Peter, ein Kanadier, darauf aufmerksam machte, dass ich Ihn als erster auf seiner Reise im Schach besiegt hatte (ich kann gar nicht gut Schach spielen), wusste ich es kann weitergehen, die Energie ist wieder da.
Trotzdem war ich noch den ganzen Tag erstaunlich faul, habe mir abends einen Arty-Jim Carrey Film angeschaut, anscheinend geht es mit seiner Karriere zuende, und die neuen Eminem und U2 Alben auf meinen iPod packen lassen.
Die Eminemplatte ist erstaunlich schwach, vielleicht waere er besser nach dem dritten Album gestorben, die Plattenfirma haette es gefreut.

Am naechsten Tag bestellte ich das Laos-Visa (36 Dollar) und erfuhr, dass ich bis zum naechsten Tag 5 Uhr nachmittag warten musste bis mein Ausweis wieder kommt; einer meiner kleinen organisatorischen Meisterschuesse oder anders: noch eine Nacht mehr im Floating Island, ok.

Abends spuerte ich erneut ne Menge Energie durch meinem Koerper fliessen, wusste aber nicht wohin damit, hab daher das Personal mit bloeden Spaessen bei der Arbeit gestoert.

Irgendwann gegen Mitternacht stellte sich heraus, dass einer der Mitarbeiter und eine Kambodschanerin noch ausgehen wollten (nachdem die Rezeption zu gemacht hatte).
Also war ich auf einmal 5 Minuten spaeter doch auf einem Motorrad durch die Nacht unterwegs und 15 Minuten spaeter in einer straight kambodschanischen Disco namens "Prank", die dem Sohn des Primeministers gehoert. Was auch immer dass heisst...
Das Programm dort sah so aus:
1) Westliche Musik (als wir reinkamen lief "ice ice baby")
2) Kambodschanische Discomusik (eine Art 90er Happy Hardcore, wisst ihr noch)

3) Liveacts Phase 1: Eine gut eingespielte Liveband beginnt mit typisch asiatischen Schnulzen, eine Buehne wird automatisch ausgefahren und ein junger Mann und/oder junge Frau singt)
4) Liveact Phase 2: Eine Boy- und/oder Girlband kommt auf die Buehne und tanzt zu nun recht schmissiger Popmusik und dies geht dann fluessig ueber in
5) Hip Hop Musik, nun wieder vom DJ eingespielt und dazu viele sehr kleine Moechtegern-Jennifer Lopez...wenn doch wenigstens deren Po nur annaehernd so...ach lassen wir das.

Folgende Anekdote noch: Waehrend Liveact Phase 1 kam ein recht bekanntes Saengerpaar auf die Buehne. Daraufhin gaben mir meine Begleiter eine Rose, aus Servietten gefaltet, in die Hand mit dem Hinweis, diese doch der Saengerin auf der Buehne zu ueberreichen. Berauscht von der Musik und vor allem dem Cola-Rum bin ich Nase doch auch, als einziger, prompt wie ein junger Casanova zur Buehne geschwebt, mit der Angst im Nacken, jeden Moment von der praesenten Security ueber den Haufen gerannt zu werden.
Es ist gut gegangen und am Ende des Songs wurde ich noch von der Saengerin in irgendeiner Form erwaehnt. Meine Begleiter haben ueber das ganze Gesicht gestrahlt, ich hab noch einen Cola-Rum bestellt.
Kennt Ihr noch die ZDF-Hitparade mit dem Dieter dem Thomas dem Heck?!
Danach waren wir dann noch im Heart of Darkness, und ich muss sagen, ich wuerde auch ein drittes oder viertes mal dort hingehen.
Soviel zu meiner Casanova-Nacht. Battam Bang wartet bereits.

("We are all sensitive people with so much love to give, understand me sugar!" Marvin Gaye)

© jochen grosche, 2004
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Die Reise
 
Worum geht's?:
die reise beginnt in hanoi am 22.oktober und endet in saigon am 22.dezember, dazwischen abstecher nach kambodscha und laos. freue mich, dass andere über diese webseite daran teilhaben können.
Details:
Aufbruch: 22.10.2004
Dauer: 9 Wochen
Heimkehr: 22.12.2004
Reiseziele: Hanoi
Kambodscha
Laos
Thailand
Der Autor
 
jochen grosche berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von jochen sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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