Umgebucht: Es geht nach Thailand und....nach Laos!!!!

Laos-Reisebericht  |  Reisezeit: April / Mai 2015  |  von Thalia&Christine R

08.05.2015:LuangPrabang-LongLaouw

Heute morgen genießen wir noch eine halbe Stunde unseren Balkon mit Riverview...

Dann beginnt unsere unglaubliche Tour:
Nach kurzer Autofahrt, wir sind die einzigen Trekkingteilnehmer, werden wir irgendwo mit unserem Guide Lien abgesetzt. Man versorgt uns mit 2 Wasserflaschen und Lien hat unterwegs schon Sandwiches für lunch gekauft.
Wir klettern insgesamt 4,5 Stunden bei sengender Hitze über Stock und Stein stets bergan durch Berglandschaften und Dschungel.

Erster Stop bei fleißigen Bauern, die ihr Bananenfeld mühsam von Unkraut befreien

Erster Stop bei fleißigen Bauern, die ihr Bananenfeld mühsam von Unkraut befreien

Hier zeigt er uns eine schöne Blüte in der fette Käfer rumkrabbeln. Er erzählt uns dass die von den Laoten gegessen werden

Hier zeigt er uns eine schöne Blüte in der fette Käfer rumkrabbeln. Er erzählt uns dass die von den Laoten gegessen werden

Mit Käfer...mjammm

Mit Käfer...mjammm

Einmal, als wir Pause machen mußten, holte Lien eine Art Buschmesser aus seinem Rucksack und ging damit ins Unterholz. Wir hörten schlagende Geräusche und überlegten, ob er uns wohl den Weg freischlug.
Aber nein---kurze Zeit darauf kam der mit 2 stabilen Bambusstöckern für uns zurück!
Diese waren uns für den weiteren Weg eine große Hilfe!

Hier wird gerade eine Garage gebaut

Hier wird gerade eine Garage gebaut

Die Männer bauen .....

Die Männer bauen .....

...die Frauen kochen....

...die Frauen kochen....

Wir müssen ganz ehrlich gestehen, dass wir so manchers Mal gerne innehalten und so tun als wenn wir die Landschaft bewundern, in Wirklichkeit aber am Limit mit unseren Kräften sind.
Aber Lien ist sehr geduldig und hilft den "Old Ladies" auch so manches Mal ein besonders steiles Stück Berg hinauf.

Zwischendurch fragen wir Lien natürlich aus,: er kommt aus Laos, aus dem Norden, ca 5 Stunden von LuangPrabang entfernt.
Von ihm erfahren wir nun auch, was es mit dem Mönchleben auf sich hat:
Er war auch Mönch, und zwar nach seiner Grundschulzeit. Er erklärt uns,dass hier der Besuch einer Highschool sehr teuer ist--darum nutzen viele Jungs die Möglichkeit als Mönch in einem Kloster diesen Highschoolabschluß zu bekommen.
Jetzt müßte er zum Studium nach Vientiene, was widerum sehr teuer ist, darum arbeitet er als Guide um dieses Geld zu verdienen.

Wir kommen in einen ersten kleinen Ort. Hier oben in den Bergen leben die Minderheiten von Laos, die Hymong und Khumong. Während die meisten Laoten Buddhisten sind, glauben diese Menschen an Jesus.Wir erfahren, dass die Hymong mehrere Frauen haben dürfen, Laoten und Khumong nur eine Frau.
Wir besuchen eine Schule. Die Kinder haben uns total verzueckt.
Die Schulglocke ist die Hülle einer alten Bombe.

Die Schule mit 4 Klassenzimmern

Die Schule mit 4 Klassenzimmern

Wir können durchs Fenster in die Klassenzimmer schauen...

Wir können durchs Fenster in die Klassenzimmer schauen...

Die Glocke

Die Glocke

Leider die andere Seite der Schule

Leider die andere Seite der Schule

Dann geht es weiter durch die sengenden Hitze, immer weiter bergauf. Als wir endlich den höchsten Punkt erreicht haben, werden wir mit einer schönen Aussicht über die Berge und dem Mekong belohnt.

Ein Monster!!! Brrrr...sie ist nicht giftig, aber ihr Biss tut sehr weh

Ein Monster!!! Brrrr...sie ist nicht giftig, aber ihr Biss tut sehr weh

Rast...

Rast...

Unsere Hände schwellen derart an, dass wir sie hochhalten müssen,damit sie abschwellen. Der Anblick muss köstlich sein, wie wir mit erhobenen Händen hinter oder vor unserem Guide herlaufen.

Ständig wechselnde Landschaft..

Ständig wechselnde Landschaft..

Schon sind wir wieder auf dem Weg, jetzt bergab ..
Lien hat uns viel über Land und Leute erzählt. Wir haben die Brandrodungen gesehen und auch wie dort Bananenstauden und Teakholz gepflanzt wird.

Hier kann im Hintergrund ein Beispiel für die Brandrodung sehen...

Hier kann im Hintergrund ein Beispiel für die Brandrodung sehen...

Endlich kamen wir in dem Dorf an, in dem wir uebernachten. Wir fühlen uns in eine vergangene Zeit versetzt. Die ruhige Art dieser Menschen ist ueberwaeltigend. Nichts scheint Sie aus der tiefen Ruhe bringen zu können. Wieder sind es vor allen die Kinder die uns in ihren Bann ziehen. Die Bilder sprechen für sich.

Wir sind am Ziel!!! Blick auf das Dorf.

Wir sind am Ziel!!! Blick auf das Dorf.

Unsere Schlafzimmer

Unsere Schlafzimmer

Ein Mann mit einem Büffel kommt ins Dorf

Ein Mann mit einem Büffel kommt ins Dorf

Der Büffel wurde gestohlen und alle freuen sich dass er nun wieder da ist

Der Büffel wurde gestohlen und alle freuen sich dass er nun wieder da ist

Die junge Mutti ist am Wäsche waschen und freut sich über die Fotos

Die junge Mutti ist am Wäsche waschen und freut sich über die Fotos

Wir fanden, das ist eine originelle Idee für einen Zaun...

Wir fanden, das ist eine originelle Idee für einen Zaun...

Wir besuchen auch das Nachbardorf

Wir besuchen auch das Nachbardorf

Der Dorfbrunnen.

Der Dorfbrunnen.

Nach einem ausgiebigen Rundgang durch "unser" Dorf und das angrenzende, vergnügen wir uns bis zum lunch mit den Kindern des Dorfes. Lien besorgt uns ein Huhn, er zeigt es uns noch lebend bevor es im Kochtopf landet.

Links ist das Familienoberhaupt unserer Gastfamilie. Er ist 73 Jahre alt und hat 13 Kinder von 3 Frauen. Der jüngste Sohn ist 16. Die 1. Frau ist gestorben,von der 2. ist er geschieden
Ines und ich sind uns einig,,dass er immer noch flott aus schaut und ein kleiner Schalk in seinen Augen blitzt!

Links ist das Familienoberhaupt unserer Gastfamilie. Er ist 73 Jahre alt und hat 13 Kinder von 3 Frauen. Der jüngste Sohn ist 16. Die 1. Frau ist gestorben,von der 2. ist er geschieden
Ines und ich sind uns einig,,dass er immer noch flott aus schaut und ein kleiner Schalk in seinen Augen blitzt!

Zubereitung unseres Abendessens..

Zubereitung unseres Abendessens..

Laut meiner App sind wir heute knapp 18km gelaufen. Und das überwiegend bergauf und bei ca 35 Grad.

Nach dem Abendessen nehmen wir noch an einer Baci-Zeremonie teil. Dabei gibt es dann laotischen Whisky und ein Mönch , hier ist es das Familienoberhaupt segnet unseren weiteren Verlauf unserer Reise mit einem verknoteten Band um die Handgelenke.

In der Mitte ist eine Schale mit kleinen Präsenten wie Gebäck, Knabbereien, Reis und Whiskey. Wir knien um diese Schale halten sie fest und es wird gebetet

In der Mitte ist eine Schale mit kleinen Präsenten wie Gebäck, Knabbereien, Reis und Whiskey. Wir knien um diese Schale halten sie fest und es wird gebetet

Dann verknotet jeder ein Band um unsere Handgelenke und murmelt dabei Gebete

Dann verknotet jeder ein Band um unsere Handgelenke und murmelt dabei Gebete

Dann dürfen die Leckereien verspeist werden. Alle- groß wie klein, alt und jung freuen sich sichtlich! Das Ganze ist wie Bescherung an Weihnachten!

Dann dürfen die Leckereien verspeist werden. Alle- groß wie klein, alt und jung freuen sich sichtlich! Das Ganze ist wie Bescherung an Weihnachten!

...und wir sehen aus wie Wolfgang Petry Fans!!

...und wir sehen aus wie Wolfgang Petry Fans!!

Nach der Zeremonie trinken wir den Khomung Whiskey aus einem großen Tonkrug, der bis zum Rand mit einer Art Reis gefüllt ist. Das wird nun mit Wasser aufgefüllt. Schmeckt köstlich, wie ein Portwein. Das Auffüllen kann man bis zu 20x machen...

Alle freuen sich und machen mit!

Alle freuen sich und machen mit!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Bei einem Kurztrip in den Harz beschloss ich meine "alte" Freundin Ines mal zu fragen, ob sie Lust hat mit nach Nepal zu kommen. Wir wanderten gerade begeistert durch die Harzer Berge und entdeckten eine weitere Gemeinsamkeit: wandern und Berge. Kurz beraten und dann schnell den Flug gebucht. Nun wird dies nach über 30 Jahren Freundschaft unser 2. gemeinsamer Urlaub. Und wie auch damals werden wir Ines Geburtstag fern der Heimat verbringen.
Details:
Aufbruch: 30.04.2015
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 19.05.2015
Reiseziele: Thailand
Laos
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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