Miss Jones erobert Amerika

USA-Reisebericht  |  Reisezeit: April / Mai 2009  |  von Isabelle Loose

Tag 4 – Rehe, ein Bär, Eichhörnchen und Chipm

Offensichtlich haben wir unseren Jetlag überwunden, denn heute morgen machten wir die Äuglein erst um kurz nach 8 Uhr auf. Zum Frühstück ging es in ein typisch amerikanisches Diner - klassisch 50er Jahre Stil.

Während Jens den Buttermilk Pancakes nicht widerstehen konnte, gab es für mich heute nur Cornflakes. Danach ging es auch schon auf die Straße, da wir ja heute in den Yosemite Park wollten. Es ist eine sehr kurvenreiche Strecke - da hatte sich Jens den richtigen Tag zum Fahrertausch ausgesucht.

Leider war uns der Wettergott heute wieder nicht hold, denn als wir in den Park kamen regnete es in Strömen und die Wolken hingen sehr tief. Doch selbst bei diesem Wetter waren viele Parkbesucher unterwegs. Da möchte ich nicht wissen, wie es im Hochsommer ist.

Auf dem Weg in den Yosemite

Auf dem Weg in den Yosemite

Der Park selber ist fantastisch. Es gibt wahnsinnig viele Möglichkeiten zu wandern. Aufgrund des Wetters haben wir uns jedoch mit einem kleinen Rundgang zu den Lower Yosemite Falls begnügt. Der Park ist berühmt für seine Wasserfälle, die im Frühjahr mit der Schneeschmelze ihren Höhepunkt haben, während sie im Sommer/Herbst teilweise komplett versiegen. Kaum vorstellbar, bei den Massen, die dort die Felsen herunterstürzen. Trotz des verregneten Tages und der tief hängenden Wolken war es ein fantastisches Erlebnis. Bei Sonnenschein muss der Ausblick atemberaubend sein.

Upper Yosemite Fall

Upper Yosemite Fall

Upper and Lower Yosemite Falls

Upper and Lower Yosemite Falls

Das war ziemlich nass, auch ohne Regen.

Das war ziemlich nass, auch ohne Regen.

Nachdem meine Schuhe und Strümpfe durchnässt waren, machten wir uns auf den Weg nach Fresno, unserer nächsten Übernachtungsmöglichkeit. Zunächst liefen uns dabei einige Rehe über den Weg. Etwas weiter lief wenige Meter neben der Straße ein Bär im Wald. Leider konnten wir keine Fotos machen, da die Ranger uns verboten aus dem Auto auszusteigen und wir weiterfahren mussten. Naja, ist wohl nicht ganz so ungefährlich.

Im Süden des Yosemite liegt die Mariposa Grove. Hier findet man schon einige der großen Sequoias, die wir morgen noch ausführlich bestaunen können. Da wir beide doch etwas durchgefroren waren, ich inzwischen auch keine vernünftigen Wanderschuhe mehr an hatte und wir ja noch ein Stück Weg bis Fresno vor uns hatten, haben wir nur einen kleinen Spaziergang gemacht. Schade, dass die Zeit so knapp war. Diesen Park sollte man auf jeden Fall besuchen. Er ist wunderschön und bietet viele Möglichkeiten, die Natur zu bestaunen. Das nächste Mal dann aber eher ab Mitte bzw. Ende Mai, da soll das Wetter besser sein.

In Fresno hatten wir diesmal kein Motel vorgebucht. Es gibt hier Couponhefte, in denen verschiedene Motels vergünstigte Übernachtungen anbieten. Unser erster Weg führte uns ins Welcome Inn. Nun, es war zwar günstig, aber das war es auch schon. Zum Glück konnten wir uns vor dem Einchecken ein Zimmer anschauen. Danach waren wir auch ganz schnell wieder weg. Es hat mich einfach nur geschüttelt und ich frage mich, wie man solche Zimmer guten Gewissens anbieten kann. Zum Glück hatten wir ein paar Meter weiter bereits ein Motel 8 gesehen. Das Motel sah nicht nur von außen besser aus, auch die Zimmer waren definitiv angenehmer.

Nun hatten wir aber auch Hunger, da wir seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten ( mal abgesehen von ein paar Bissen Beef Jerkey - schönen Gruß an Annika - und ein paar M&Ms). Heute abend ging es dann zum Chinese Buffet - für 13 USD, also ca. 10 EUR gab es hier alles was das Herz begehrt - von Sushi, über Austern, Crab legs, Garnelen und all den anderen typisch chinesischen Gerichten. Die Atmosphäre war zwar nicht so toll, dafür war das Essen lecker. Am Ende konnten wir nur noch rausrollen. Zum Schluss gab es noch 2 Glückskekse.

Jens' Spruch: Right now you need to be patient.
Isabelle's Spruch: The principle path of faith is patience.

Okay, ich habe es begriffen. Wir werden geduldig sein und auf besseres Wetter hoffen.

Gefahrene Meilen: 162
Motel: Super 8 (**)

© Isabelle Loose, 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
3 Wochen durch den Südwesten der USA - faszinierende Städte, spektakuläre Nationalparks und der American Way of Life.
Details:
Aufbruch: 30.04.2009
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 24.05.2009
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Isabelle Loose berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.