Stubaital und die oberitalienischen Seen

Österreich-Reisebericht  |  Reisezeit: August / September 2019  |  von Susanne M.

Stubaital : Falbesoner Ochsenalm und ein bisschen weiter

Mein Haus in den Bergen

Mein Haus in den Bergen

Welch Glücksgefühl! Bei Sonnenschein aufgewacht und mit Blick auf den Gletscher gefrühstückt! So einen wirklichen Plan hatte ich nicht, da ich mit dem Knie unsicher bin! Das Yoga gestern bei Sherry hat sehr gut getan und als ich erwähnte, das ich zur Falbesoner Ochsenalm möchte, meinte sie nur, lass es mit deinen Knie sein, der Weg ist sehr steil! Aber diese Alm wollte ich mir unbedingt anschauen, das Wetter war wohlgesonnen und ich hab so gedacht, ich versuche es einfach! Im Gegensatz zu gestern konnte ich gut bergauf gehen. Und ja Sherry, du hast recht. Es ist sehr steil! Das ich wieder runter muss, habe ich einfach mal ignoriert! Welch ein wundervoller Weg durch einen verwunschenen Steig über Wurzeln, Moos und Steinen! Duftende Fichten und Latschen. Und wenn man dann nach 1 1/2 h auf die Ebene der Falbesoner Ochsenalm (1800m) kommt, da jauchzt das Herz vor Freude! Welch wunderschöner Flecken Erde! Ich war hin und weg und in diese Landschaft sofort verliebt! Das Herz schwappte regelrecht über.... und droben auf 2.300 m lockte mit herrlich blauen Himmel die Neue Regensburger Hütte. Und wie ein Steinbock eben ist, hat man sich was in den Kopf gesetzt und macht es auch! Weitere 1 1/2 h Aufstieg auf schmalen Stiegen überwiegend mit Steinen und teilweise durch kleine Bachläufe. Am Anfang noch recht gut zu laufen, aber dann ein doch sehr anstrengender Steig, der gute Trittsicherheit erfordert...manchmal frage ich mich, warum meine Ziele immer so anstrengend sind. Das Wetter zog sich allmählich zu und als ich oben war, fing es ganz leicht an zu regnen. Eine Einheimische meinte, aufgrund der Wetterlage sollte man spätestens um 15 Uhr den Abstieg machen. Wie durch Zufall fand ich oben einen kleinen See, den ich für eine herrliche Pause mit leckeren Sachen ganz für mich alleine hatte. Und wieder schwappte das Herz über vor Glück. Ich hätte hier ewig sitzen bleiben können. Da die Wolken sich immer mehr zuzogen und ich wusste, wie steil, rutschig und steinig der erste Teil des Abstiegs ist, bin ich schon um 14.30 Uhr wieder los. Und das war sehr weise. Den schwierigen Teil habe ich mit leichten Regen hinbekommen und dann fing es in Strömen an zu regnen. Und selbst der nicht so schwierige Teil hatte es durch den Regen in sich! Einige werden sich jetzt fragen, was ist mit dem Knie? Fragt nicht.... es waren schmerzhafte 3 Stunden Abstieg. Aber ich Sturkopf bin es ja selber Schuld! Ich weiß! Aber wisst ihr was..... es war es wert, jeder einzelne Schweißtropfen, jedes Schmerzgefühl und auch „nass bis auf den Schlüppi“! Es war eine solch wundervolle Tour, dieses Glücksgefühl im Herzen ist es alles Wert gewesen. Und nun liege ich vollkommen erschöpft im Wohnwagen mit Wärmflasche auf dem Knie, kann mich kaum bewegen und bin einfach nur glücklich!

Steil und verwunschen!

Steil und verwunschen!

Was für ein Blick

Was für ein Blick

Falbesoner Ochsenalm

Falbesoner Ochsenalm

Frisch verliebt!

Frisch verliebt!

Weiter verliebt!

Weiter verliebt!

Wie jetzt? Sogar am Seil?

Wie jetzt? Sogar am Seil?

Hoch droben auf 2.300 m

Hoch droben auf 2.300 m

Blick ins Tal der Falbesoner Ochsenhütte

Blick ins Tal der Falbesoner Ochsenhütte

Neue Regensburger Hütte

Neue Regensburger Hütte

Beeindruckender Rastplatz

Beeindruckender Rastplatz

Zeit für den Abstieg

Zeit für den Abstieg

Ist das ein Weg? Ist das ein Bach? Ist das ein Geröllfeld? Ja, alles!!!

Ist das ein Weg? Ist das ein Bach? Ist das ein Geröllfeld? Ja, alles!!!

© Susanne M., 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wandern, Yoga und La Dolce Vita geniessen
Details:
Aufbruch: 17.08.2019
Dauer: circa 4 Wochen
Heimkehr: September 2019
Reiseziele: Österreich
Italien
Deutschland
Der Autor
 
Susanne M. berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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