Stubaital und die oberitalienischen Seen

Italien-Reisebericht  |  Reisezeit: August / September 2019  |  von Susanne M.

Piemont : Lago Maggiore Borromäische Inseln

Stresa

Stresa

So in der Nähe, wollte ich mir natürlich nicht die borromäischen Inseln im Lago di Maggiore entgehen lassen! In einer sehr schönen Fahrt durch das Hinterland über Armano und Gignese ging es über eine kleine, kurvenreiche Straße nach Stresa.
Als man so runter fuhr von Gignese, begrüßte einem der See und Stresa mit einem wunderschönen Blick über den See! Ich hatte Glück und fand am Bahnhof einen kostenlosen Parkplatz und es war nicht weit in das historische Zentrum! An der gut befahrenen Uferpromenade reihten sich einige sehr große elegante Luxushotels, die das elegante und hochpreisige aus einer vergangenen Zeit wieder spiegeln. Das historische Zentrum ist nett, viele Menschen, viele Souvenirgeschäfte, Restaurants und Bars, aber trotzdem recht nett. Es war Wochenmarkt, der im Angebot dem von Omegna gleich kam. Allerdings mit einer bei weitem nicht so schönen Atmosphäre! Aber mein eigentliches Ziel war nicht Stresa, sondern die borromäischen Insel Isola Bella. Am Hafen habe ich mich dann kurzfristig entschieden, alle drei Inseln zu besuchen. Ich habe nicht die großen Linienboote benutzt, sondern die kleinen Passagierboote. Die Fahrt zu allen 3 Inseln kostete 15,—€. Hinzu kommt der Eintritt für Palast und Garten auf der Isola Madre und Isola Bella als Kombiticket von 24,—€, welches an der Kasse der ersten Insel gelöst werden kann.
Als erstes geht es auf die größte und wie ich festgestellt habe, für mich schönste Isola Madre.
Ein wunderschöner Garten, ein kleiner Palast, freilaufende bunte Hühner, Pfauen und seltene weiße Pfauen! Kleine Pfade führten herrlich bepflanzt über die Insel, überall gab es an schönen Stellen Bänke mit Blick auf den See, die zum innehalten einluden! Hier wäre ich gerne zum Schluss hingefahren, um ganz viel Zeit zum genießen zu haben. Aber die Reihenfolge ist vorgegeben und dafür das ich erste gar nicht vor hatte, diese Insel anzuschauen, bin ich sehr sehr froh über meine Entscheidung! Gigantisch ist die Kaschmirzypresse vor dem Palast, die 1882 als Samen gepflanzt wurde, und 2006 in riesiger Größe von einem heftigen Sturm umgestürzt war. In einer aufwändigen Aktion wurde sie u.a. mit Hubschrauber und dicken Stahlseilen wieder aufgestellt und hat sich wieder gut erholt. Nun ist sie in alle vier Richtungen mit Seilen gesichert! Der Palast ist nett, aber nicht pompös, aber der dahinter liegend Bereich an der Kapelle ist ein traumhafter Platz! Ich muss doch mal ernsthaft über meine Gartengestaltung arbeiten! Ich habe es sehr genossen und auf einer wunderschönen Terasse umgeben von Pfauen und Spatzen ein leckeres Stück Crostata mit Frutti di Bosco genossen. Mein übrigens teuerstes Stück Crostata mit schlappen 6 Euro .... aber es war köstlich und schmeckte in dieser herrlichen Umgebung nochmal so gut. Ich könnte mich in diesen italienischen Kuchen reinlegen!

Eine Bootsfahrt, die ist lustig ...ich wäre ja lieber mit dem Quitscheentchen gepaddelt

Eine Bootsfahrt, die ist lustig ...ich wäre ja lieber mit dem Quitscheentchen gepaddelt

Isola Madre Palast mit Kaschmirzypresse

Isola Madre Palast mit Kaschmirzypresse

Bunte Blumen-und Tierwelt

Bunte Blumen-und Tierwelt

Ein bisschen Garten

Ein bisschen Garten

Ein bisschen mehr Garten

Ein bisschen mehr Garten

Ich muss meine Gartengestaltung echt mal überdenken!

Ich muss meine Gartengestaltung echt mal überdenken!

Weiter ging es dann zur Isola dei Pescatori. Hier leben 50 Menschen und werden in der Hauptsaison einfach nur überrannt. Ein sehr idyllisches Fleckchen, welches man als Besucher außerhalb der Saison sehr schön genießen könnte. Die einstigen Fischer haben jetzt Restaurants- oder Andenkengeschäfte und wenn ein Boot kommt, fallen zig Menschen ein, um schnell was zu kaufen oder auf die schnelle ein Fischgericht einzunehmen. So empfand ich es hier auch..... trotz der Idylle : schnell schnell! Eigentlich schade, aber so richtig konnte man dem selbst auch nicht entgehen durch die Massen in den kleinen Gassen! Aber dennoch war es sehr schön, es gesehen zu haben. Auch hier war ich froh, doch alle drei Inseln angesteuert zu haben!

Isola dei Pescatori

Isola dei Pescatori

Richtig idyllisch, wenn man außerhalb der Saison hier wäre

Richtig idyllisch, wenn man außerhalb der Saison hier wäre

Es hat lange gedauert, dieses Bild ohne Menschen zu machen, haha!

Es hat lange gedauert, dieses Bild ohne Menschen zu machen, haha!

Und dann ging es zur Isola Bella! Mein persönlicher Favorit im Vorfeld, die wunderschön, pompös und imposant bebaut ist, sei es im Inneren der Pallazo oder der Garten! Alles auf einen kleinen Fels gebaut, an dem noch ein kleines Dorf klebt. Aber im Nachhinein ist ganz klar die Isola Madre mein ganz persönlicher Favorit geworden.
Mit aua Füßen ging es zurück, noch ein Eis an dieser großen Promenade und dann ab durch die Berge zurück an den verschlafenen Lago d‘Orta!
Der Lago Maggiore ist ein wundervoller See, aber abgesehen von diesen wunderschönen Inseln berührt er mich nicht im Herzen. Zumindest nicht in den 2 Orten, wo ich war. Die Orte sind zu groß und die Entscheidung, ihn mit Tagesausflügen zu besuchen, war für mich die richtige.

Prächtiger Palast der Isola Bella

Prächtiger Palast der Isola Bella

Prachtvoller Garten seinerzeit zum Lustwandeln

Prachtvoller Garten seinerzeit zum Lustwandeln

Ein winziges Dörfchen drum herum

Ein winziges Dörfchen drum herum

© Susanne M., 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wandern, Yoga und La Dolce Vita geniessen
Details:
Aufbruch: 17.08.2019
Dauer: circa 4 Wochen
Heimkehr: September 2019
Reiseziele: Österreich
Italien
Deutschland
Der Autor
 
Susanne M. berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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