Stubaital und die oberitalienischen Seen

Italien-Reisebericht  |  Reisezeit: August / September 2019  |  von Susanne M.

Venetien : La Rocca

Heute konnte ich mich selbst nicht leiden. Es regnete in Strömen und die Vorhersage sagte keine Besserung bis zum Abend voraus. Immerhin gab es mal 5-min. -Pausen, dass man wenigstens trocken zum Zähneputzen und mehr kam. Bis mittags hab ich mich dann selbst angemuffelt, nochmal den Reiseführer Gardasee studiert und mich dann aufgerafft, Richtung Villafranca zum Museo Nicolis zu fahren, welches 30 km entfernt ist. Auf einer Strecke von 8 km bin ich dann zweimal ran gefahren, weil ich irgendwie mal überhaupt keine Lust hatte. Also gedreht und mal wieder keinen Plan gehabt. Auf dem Rückweg sah ich ein Schild Eremo San Giorgio. Spontan gehalten, aus den Erfahrungen von Mantova schön den Regenponcho trotz Regenjacke eingepackt und Gummistiefel. Ich hab gefroren, es war nass, windig und grad mal 13 Grad. Es war ein entspannter Weg, wo ich zunächst den falschen Abzweig genommen habe. Dieser Weg ging zu einem Weingut, die Trauben waren sehr lecker und der am Gut befindliche Feigenbaum voll mit leckeren Früchten... da konnte ich nicht wiederstehen. Als dann aber ein recht großer Hund um die Ecke getrabt kam, hab ich doch schnell das Weite gesucht, bevor noch ein wütender Besitzer mit ner Heugabel folgen würde. Dann auf dem richtigen Weg fing mein Socken an zu krabbeln. Ich hasse Krabbelsocken, hab sie nachher ausgezogen. Das förderte meine Laune überhaupt nicht. Meine Tasche nervte auch, weil sie immer da hing, wo sie nicht hängen sollte. Das ist meine absolute Lieblingsreisetasche, die über viele Jahre schon ziemlich weit in der Welt mit mir gereist ist. Die ist mir dann auch noch kaputt gegangen. Kennt ihr das? Man kann sich selbst nicht leiden und die kleinen Dinge des Lebens können einen auch nicht leiden. Trotz voller Regenausstattung hat es natürlich aufgehört zu regnen...Angekommen an der Einsiedelei sah man nur Mauern, kein Zugang möglich ... na toll... passt... allerdings hatte man ein paar schöne Blicke auf dem See. Ich bin dann einfach mal noch ein bisschen weiter durch den Wald und dachte so.... hhhmmmhhmm, irgendwie kommt dir das hier bekannt vor. Ja, tatsächlich. Es war der Weg auf den La Rocca, der zwischen Garda und Bardolino liegt, allerdings von hinten. Ich kenn den Weg nur über Garda steil hoch. So bekam mein ungeplanter Ausflug dann doch noch sein Ziel mit einem herrlichen Blick!
Auf dem Rückweg kam die Sonne raus, wie sehr hab ich mir da eine kurze Hose und T-Shirt und keine Gummistiefel gewünscht....Zack waren es 20 Grad! Und erst als ich am späten Nachmittag nach Bardolino geradelt bin und mir mein Eis gegönnt habe, habe ich allmählich aufgehört, mich anzumuffeln!

Sehr sehr lecker!!!

Sehr sehr lecker!!!

Eremo San Giorgio hinter Mauern

Eremo San Giorgio hinter Mauern

Planlos zum Ziel! Am roten Pfeil ist meine Knutschkugel!!!

Planlos zum Ziel! Am roten Pfeil ist meine Knutschkugel!!!

© Susanne M., 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wandern, Yoga und La Dolce Vita geniessen
Details:
Aufbruch: 17.08.2019
Dauer: circa 4 Wochen
Heimkehr: September 2019
Reiseziele: Österreich
Italien
Deutschland
Der Autor
 
Susanne M. berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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