Von Peking nach Moskau mit der Eisenbahn

Reisezeit: Juli / August 2006  |  von Günter Hollenstein

Krasnojarsk

Diesesmal hatten wir ein sehr schoenes Abteil erwischt, mit Blumen, Schokoriegel und ... Bier. Trotzdem sind wir gleich in den Speisewagen nach Abfahrt und haben mehrere Bier getrunken, zu Abend gegessen und als Verrupferli noch einen Wodka zu uns genommen. Bedient hat uns die einzige russische Bedienung mit Charme - Lena!

Nachdem uns am Nebentisch ein paar Russen, die ebenfalls mit Wodkatrinken beschaeftigt waren etwas fragen wollten, aber kein englisch verstanden, haben wir den Kauderwelsch-Sprachfuehrer von Andi in die Hand genommen und Ihnen ein paar typische russische Saetze an den Kopf geworfen wie z.B. Die Lampe haengt ueber dem Tisch.
Der ganze Waggon hat sich kaputt gelacht. Wir sind dann an den Tisch von Olga, Olga, Pawel und Nicolai gesessen und noch zwei Flasche Wodka bestellt. Den Rest erzaehle ich nicht mehr. Jedenfalls hatte ich ziemliches Schaedelbrummen am naechsten Tag!
Nur Wolfi hat sich den Headache erspart, weil der ist irgendwann eine Champinioncremesuppe kochen gegangen.

Samstag, 05.08.
Um 9.43 h sind wir schlussendlich in Krasnojarsk angekommen. Der Transfer zum Hotel hat auch hier wieder geklappt. In der Hotelbar haben wir uns zu Kaffee und Kuchen getroffen - kein Wunder nach der Nacht!
Anschliessend waren wir am Jenisseyfluss an der Promenade und wollten mit einer Faehre zu einem Damm fahren, leider waren aber sehr viele Leute dort und es hat angefangen zu Regnen, deshalb haben wir vorerst darauf verzichtet.

Stattdessen haben wir eine orthodoxe Kirche in der Innenstadt besichtigt und sind dann in ein all-u-can-eat Lokal essen gegangen. Anderes waere auch eine Katz-im-Sack gewesen, weil wieder einmal auf der Speisekarte alles auf kyrillisch angeschrieben war.

Nach einer Siesta im Hotel sind wir dann mit einem Taxi ins Lokal Che Guevara gefahren, wo ab 22.00 h eine Band aus Novosibirsk gespielt hat und sehr, sehr viel los war.

Sonntag, 06.08.
Nach dem Fruehstueck um 9.00 h sind wir mit einem Auto und Fahrer, den uns Wolfi am Vorabend im Beisl noch organisiert hat, nach Divnogorsk zu besagtem Staudamm gefahren. Die Talsperre ist 1200 m breit und 90 m hoch und ist auf dem russischen 10-Rubel-Schein abgebildet.

Nach dieser Besichtigung hat uns unser Fuehrer, der uebrigens kein Wort englisch sprach, in den Stolby Nationalpark gefahren, wo wir 12 km zu ein paar Steinformationen gewandert sind. Schliesslich hat er uns noch zur Paravheska Kapelle gefahren, von wo man einen herrlichen Ausblick auf Krasnojarsk hat.

Krasnojarsk ist uebringens eine Stadt ziemlich mitten in Russland und hat 900.000 Einwohner. Touristen gibt es mehr oder weniger keine, deshalb kein auch niemand englisch und alles ist kyrillisch angeschrieben. Trotzdem ist die Stadt einen Aufenthalt von zwei Naechten wert.

Um 15.00 h waren wir wieder im Hotel, haben geduscht und ein Bier ein der Hotelbar getrunken. Spaeter sind wir zum Dinner nach einigen Umwegen in der Stadt im Rathaus, einer tschechischen Beiz, gelandet, wo wir sehr gut zu Abend gegessen haben. Nur Wolfi hat leider nichts abbekommen, da Kaese auf und unter seinem Schnitzel lag.
Er hat sich dann bei einem Bier an der Flusspromenade mit Pringels gelabt.

Montag, 07.08.
Um 8.00 h haben wir bereits wieder gefruehstueckt, denn um 10.06 h fuhr der Zug bereits wieder weiter ...

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir fliegen am Samstag, 22. Juli nach Peking, steigen am 26. Juli in den Zug und fahren nach Moskau. Zwischenstationen sind in Ulan Bator, Irkutsk (Baikalsee), Krasnojarsk und Ekatarinenburg gebucht.
Details:
Aufbruch: 22.07.2006
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 13.08.2006
Reiseziele: China
Russland / Russische Föderation
Der Autor
 
Günter Hollenstein berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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