Namibia mit Rudi November 2006

Reisezeit: November 2006  |  von Sabine H.

Der versprochene Gepard

22.11.2006

Morgens auf dem Campingplatz von Duwisib packten wir zügig unsere Klamotten zusammen und ab ging es nach Sesriem. Vorher machten wir jedoch einen Abstecher nach Maltahöhe. Wie in den meisten namibischen Kleinstädten gibt es auch in Maltahöhe nicht wirklich viel zu sehen. Dennoch: Maltahöhe liegt im wahrsten Sinne des Wortes am "Arsch der Welt", denn kurz vor der Stadt befindet sich eine Felsformation, die exakt genauso aussieht wie eben ein Hinterteil ! Es gibt nicht viel, mit dem Maltahöhe für sich werben kann, also wirbt die Stadt mit diesem Hinterteil und selbstverständlich bin ich jetzt auch stolze Besitzerin eines T-Shirts mit dem entsprechenden Aufdruck. Nach einem Rundgang über den nicht wirklich interessanten Friedhof, kehrten wir im Maltahöhe Hotel ein, wo Rudi natürlich wieder die Eigentümer kannte und es ergab sich ein nettes Gespräch. Der Haushund (ein Pitbull) hatte gerade Welpen und die haben wir uns angesehen und mit ihnen gespielt und geknuddelt. Die Eigentümer haben echt Humor, was sich schon an den Toilettenschildern ablesen läßt...

Abspeichern im GPS !

Abspeichern im GPS !

Da wir ja nur den südlichen Teil Namibias bereisen und dieses Mal nicht nach Etosha kommen würden (aber da war ich im März ja auch schon), waren Tiersichtungen eigentlich nicht unbedingt zu erwarten - bis auf den einen oder anderen Springbok. Trotzdem hatte ich Rudi vorab gefragt, ob wir nicht auf irgendeiner Farm unterwegs vielleicht einen Geparden sehen könnten. Ich wollte soooo gern mal einen Geparden sehen ! Daraufhin versprach Rudi mir "meinen" Geparden, obwohl er eigentlich selbst noch keinen blassen Schimmer hatte, wo er mir einen solchen wohl präsentieren könnte. Auf dem Weg von Maltahöhe nach Sesriem bogen wir dann plötzlich ab zur Farm und Lodge Hammerstein. Sehr nett wurden wir begrüßt und auf die Frage, was man für uns tun könne, meinte Rudi nur "lunch and cats". Lunch konnten wir leider nicht bekommen, aber dafür cats ! Ehe ich mich versah, stand ich vor einem süßen 4,5 Monate jungen Geparden namens Sissy, der frei herumläuft und sich streicheln und kraulen läßt, wie eine Hauskatze. Allerdings frißt er wohl auch gern Schuhe, besonders gern Flip Flops...

Süße Sissy !

Süße Sissy !

In Freigehegen konnten wir dann auch noch 2 ausgewachsene Geparden, 2 Luchse und 1 Leopard namens Lisa beobachten. Ich war happy, ich hatte meinen versprochenen Gepard !

Weiter ging es nach Sesriem, wo wir schon relativ früh am Nachmittag eintrafen. Das Highlight hier sollte ein Treffen mit einer anderen Reisegruppe aus meinem Dorf sein, die zufällig an genau diesem Tag ebenfalls hier war. Mein Ex-Chef + Frau mit Bruder, Schwägerin, Tochter, Schwiegersohn und Freunden. Fast alle kannte ich. Wir bekamen unsere camp site zugewiesen und als wir diese versuchten, anzufahren, entdeckten wir gleich nebenan den Pinzgauer, mit dem meine Bekannten auf Tour waren. Die Zufahrt zu unserer camp site war allerdings mit so tiefem Sand gefüllt, daß unser Normal-Toyota dort nicht hinkam, also liessen wir uns einen anderen Platz zuweisen. Wegen des heftigen Windes mußten wir unser Zelt mit einem Seil im Baum festbinden und genossen dann erstmal Pool und Bar. Amüsiert beobachteten wir am späten Nachmittag, wie ein Safari-Fahrzeug nach dem anderen ins Camp einfuhr und die Touristen beim Aufbau ihrer Zelte kämpften. Anschließend statteten wir meinen Bekannten einen ersten Besuch ab und sie überschlugen sich fast vor Begeisterung über ihre bisherige Reise. Ich war froh, daß es ihnen offensichtlich genauso gut wie mir in Namibia gefiel ! Den früheren Abend verbrachten wir dann wieder allein bei einem Braai, wobei sich zu unserer Unterhaltung das "Fernseh-Programm" in Form einer dramatischen Soap opera gleich nebenan zwischen einem jungen, deutschen Pärchen abspielte, daß sich heftig und lautstark stritt. Uiii, da flogen die Fetzen ! War ich froh, daß wir beide uns so gut verstanden, obwohl wir uns ja nur alle paar Monate sehen. Anschließend gingen wir wieder zu meinen Bekannten hinüber und verbrachten dort einen sehr netten Abend. Wieder mal völlig erschossen schliefen wir in unserem Zelt sofort ein.

Schickes Swazi-Hemd, oder ?

Schickes Swazi-Hemd, oder ?

© Sabine H., 2007
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eine Namibia-Reise mit meinem südafrikanischen Freund Rudi von Kapstadt bis Windhoek
Details:
Aufbruch: 18.11.2006
Dauer: 11 Tage
Heimkehr: 28.11.2006
Reiseziele: Namibia
Der Autor
 
Sabine H. berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
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