AB IN DEN SÜDEN

Reisezeit: August / September 2008  |  von Uwe Decker

Sommer, Sonne, Strand

Tofo, 08. September 2008

Zu nachtschlafener Zeit finde ich mich vor dem Base Backpackers ein, natürlich als Erster. Der Bus kommt mit nur leichter Verspätung und sammelt im Stadtgebiet noch weitere Mitreisende ein. Als wir die Stadtgrenze hinter uns lassen ist der Bus schließlich picke-packe-voll. Es ist ein buntes Gemisch aus ausländischen Touristen, Einheimischen und Gepäck.

Nach einer Stunde halten wir an einer Tankstelle, danach nicht mehr. 6 Stunden lang. Ich denke an die Infofilmchen, die neuerdings in Flugzeugen über den Bildschirm flimmern, dass es wichtig ist, die Füße zu bewegen, von wegen Thrombose und so. Die hätte man mal denjenigen vorführen sollen, die für die Beladung unseres Gefährts zuständig sind.

Interessant ist so eine Busfahrt durch ein unbekanntes Land aber allemal. Wenn man sich vorwiegend in Uptown Maputo aufhält, kann man leicht auf den Gedanken kommen, Mosambik hätte sich in rasantem Tempo von einem vom Bürgerkrieg zerstörten Land in ein Schwellenland entwickelt. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Wie hätte es auch sonst sein sollen. Die Landschaft ist schön, auch wenn wir nur selten das Meer und die wunderbaren Strände sehen. Die Ortschaften aber sind meist öde, armselig, vermüllt.

Eine löbliche Ausnahme macht unser erster Halt nach dem Höllentrip, Inhambane, kurz vor unserem Reiseziel an der Küste. Hierher komme ich morgen zurück, das steht schon fest.

Dann sind wir endlich angekommen in Tofo. Es ist früher Nachmittag und alle werden nach und nach in der Nähe ihrer Unterkünfte abgesetzt. Ich bleibe übrig, zusammen mit einem jungen Pärchen aus Südafrika. Wir haben das Bamboozi gebucht, etwas außerhalb des Ortes, aber traumhaft gelegen und werden vom Hotel-Pickup abgeholt, dort, wo der Bus nicht mehr weiterkommt. Auf dem tiefsandigen Boden geht ohne 4WD nichts.

Die Anlage liegt traumhaft in einem Palmenhain und bietet verschiedene Unterkünfte, vom Gemeinschaftssaal für die eher Sparsamen und Schnarchresistenten bis zum Chalet komplett aus Holz und auf Stelzen, kurz vor dem Klippen mit wunderschönem Blick auf die Anlage - für mich. Die gibt es auch in der Honeymoon-Ausführung, Romantik inbegriffen. Für mich ist solch eine Hütte eigentlich überdimensioniert und für etwaige romantische Gefühle wäre ich auch ganz allein zuständig. Trotzdem, ich bin restlos begeistert und übersehe großzügig die Kleinlebewesen, die trotz der Stelzenlage den Weg auf die Holzplanken gefunden haben. Wenn sie dauerhaft da unten bleiben ist das ok.

Tofo gehört nicht von ungefähr zu den Tourismuszentren an der Tausende Kilometer langen Küste Mosambiks. Der Strand ist famos, breiter, viele Kilometer langer feinster Sandstrand, fast menschenleer. Der Wind kommt heute von der Seeseite und sorgt für einen ziemlichen Seegang mit entsprechenden Wellen, sehr zur Freude der wenigen Badenden, inklusive mir. Das Wasser des Indischen Ozeans ist angenehm, nicht zu kalt, nicht zu warm, geschätzte 23 Grad.

Dann ist ein langer Strandspaziergang angesagt und als Lohn für die körperlichen Mühen gönne ich mir am Abend im Lodge-Restaurant ganz oben auf den Dünen, Traumblick inbegriffen, ein opulentes Mahl für wenig Geld, Bruchetta, Seafond Pasta. Einige "2M" sorgen für die nötige Bettschwere.

© Uwe Decker, 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
3 Wochen allein durch den Süden Afrikas Gaborone/Botswana - Johannesburg - Swasiland - Mosambik Von Nashörnern, einem Ball der Debütantinnen, den größten Fischen der Welt und vielem mehr ...
Details:
Aufbruch: 25.08.2008
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 15.09.2008
Reiseziele: Botsuana
Südafrika
Swasiland
Mosambik
Der Autor
 
Uwe Decker berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
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