Zur Mitternachtssonne nach Finnland und Norwegen im Juni 2009

Reisezeit: Juni 2009  |  von Torsten H.

Kurz entschlossen habe ich mir einen Reisetraum verwirklicht und bin nach Finnland und Norwegen aufgebrochen um einen Teil dieser Länder zu durchqueren und die skandinavischen Landschaften im Frühsommer im Schein der Mitternachtssonne zu genießen. Auf den nächsten Seiten findet Ihr ein paar mit nicht ganz professionellen Bildern garnierte Kapitel, die vielleicht bei Euch die Lust wecken, diese so gut erreichbaren Länder ebenfalls auf eigene Faust zu erkunden.

02.06. Frankfurt-Hahn - Tampere

Bei strahlender Junisonne und angenehmer Wärme fuhr ich am 02.06. mit dem Auto von meinem Wohnort zwischen Nürnberg und Würzburg zum Flughafen Frankfurt-Hahn. Viele werden es wissen: "Frankfurt-Hahn" ist zwar die offizielle Bezeichnung des Flughafens, vom Stadtzentrum Frankfurt sind es jedoch noch mehr als 100 km bis in den Hunsrück in Rheinland-Pfalz. Da ich beim Packen an vieles gedacht hatte, nicht jedoch an eine Autokarte von Deutschland, musste ich an einer Tankstelle anhalten und dort erst einmal die Karte studieren um diesen ehemaligen Militärflughafen, von dem jetzt u.a. die irische Billigfluglinie Ryanair zu Zielen in ganz Europa startet zu finden.

Nach dem problemlosen Einchecken (geht jetzt alles Online über das Internet) hob "meine Maschine" dann pünktlich in Richtung Tampere in Finnland ab. Schon auf dem Flughafen hatte ich die Möglichkeit, von anderen Reisenden das erste Mal bewusst die finnische Sprache zu hören, die anderen europäischen Sprachen überhaupt nicht ähnlich ist.

An Bord der "Ryanair"

An Bord der "Ryanair"

Nach zweieinhalb Stunden Flug und einem wunderbar klaren Blick auf Hamburg und die Elbmündung aus 10.000 m Höhe erreichten wir dann um 16.30 die drittgrößte finnische Stadt Tampere in Südwestfinnland. Schon im Landeanflug fiel mir die typisch finnische Landschaft mit den vielen Wäldern und Seen auf.

Landeanflug auf Tampere

Landeanflug auf Tampere

Am Flughafen mussten sich alle Passagiere im Vorbeigehen von einem Drogenspürhund des finnischen Zolls kurz beschnüffeln lassen. Im Hintergrund und zunächst nicht sichtbar filmte ein Zollbeamter mit einer Videokamera offenbar die Reaktionen der Passagiere beim Anblick des Hundes.

Mit dem Flughafenbus ging es dann weiter in die Innenstadt. Eigentlich hatte ich vor, in einem Hostel zu übernachten, das war aber leider gerade für diesen Tag ausgebucht. So setzte ich "Plan B" in Kraft, eine Weiterfahrt mit dem Nachtzug nach Rovaniemi zum Polarkreis. Vorher hatte ich aber noch Gelegenheit die Stadt Tampere etwas zu erkunden - leider in Begleitung meines großen Rucksacks, da es auf dem Bahnhof keine Schließfächer gab.

Man muss erstmal wissen, dass "Rautatieasema" das finnische Wort für Bahnhof ist.

Man muss erstmal wissen, dass "Rautatieasema" das finnische Wort für Bahnhof ist.

Der Hafen von Tampere

Der Hafen von Tampere

In der Innenstadt

In der Innenstadt

Zufälligerweise fand gerade irgendein Rockkonzert statt. Ich kam zwar nicht in das Stadion hinein, es war jedoch auch ganz interessant, die Volksfeststimmung vor dem Stadion zu beobachten.

Volksfeststimmung vor dem Stadion

Volksfeststimmung vor dem Stadion

Sogar von der Leitplanke aus versuchten manche einen Blick in das Stadion zu erhaschen.

Sogar von der Leitplanke aus versuchten manche einen Blick in das Stadion zu erhaschen.

Um 22.30 Uhr fuhr dann mein Zug nach Rovaniemi. Obwohl es (für ca. 90 Euro) auch Liegewagenplätze gab, hatte ich nur einen Sitzplatz (ca. 70 Euro für ca. 600 km) gebucht und machte es mir nun zusammen mit ein paar Finnen und einer Gruppe Jugendlicher aus Italien für die nächsten neuneinhalb Stunden so gut wie möglich in einem Großraumwagen dieses Zuges gemütlich. Aber Rovaniemi ist schon wieder ein neues Kapitel...

© Torsten H., 2009
Du bist hier : Startseite Europa Finnland Finnland: 02.06. Frankfurt-Hahn - Tampere
Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 02.06.2009
Dauer: 12 Tage
Heimkehr: 13.06.2009
Reiseziele: Finnland
Norwegen
Der Autor
 
Torsten H. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors