VIVE LA FRANCE - Familienferien im sonnigen Südfrankreich - Update 2012

Reisezeit: Mai / Juni 2009  |  von Ulrike S.

Gruissan 2012

Am 25. Mai erreichten wir schließlich unser ausgewähltes Urlaubsziel, den CP "La Côte des Roses" an der Mittelmeerküste zwischen Gruissan und Narbonne-Plage. Der CP ist älteren Datums und wir hatten ihn vor einigen Jahren schon einmal besichtigt. Er ist sehr, sehr weitläufig zwischen einem Etang und dem langen Sandstrand gelegen. Der Platz selbst hat uns damals schon gefallen, weil recht ursprünglich. Allerdings waren die Sanitäranlagen unter aller Kanone. Seit kurzem gehört der Platz zur Campingkette Campeole und es wird heftigst aufgerüstet. So dominieren mittlerweile eindeutig die Mobil-Homes und Mietzelte, welche auch die besten Standorte in Richtung Etang und Strand einnehmen. Die reinen Stellplätze sind etwas im Hintergrund und teilweise auch an der mitunter stark befahrenen Küstenstraße gelegen.

Während unserer Anwesenheit herrschte rege Bautätigkeit, die uns auf unserem Stellplatz jedoch in keinster Weise beeinträchtige. Dafür ist der Platz einfach zu groß. Direkt im Eingangs-/Zufahrtsbereich wurden fleißig Olivenbäume und Zypressen gepflanzt, die großzügige Pool-Landschaft mit Kinder-Planschbereich und Rutschen war im Entstehen und so wie der Baufortschritt in den 13 Tagen vonstatten ging, ist sie bestimmt pünktlich zur Hauptsaison 2012 fertig. Am Restaurant samt Terrasse wurde ebenfalls fleißig gewerkelt und auch der Bestand an neuen Mobil-Homes nahm weiter zu.

Der Weg zum Strand ging direkt vom Platz weg durch diverse Tore vorbei am Etang oder durch Salzwiesen. Den großen, langen Sandstrand mit Wassersportmöglichkeiten oder für unsere ausgedehnten Spaziergänge erreichte man in etwa 5-10 Gehminuten.

Für uns war dieser Platz noch eine sehr gute Empfehlung - ja fast schon ein Geheimtipp. Angesichts der Entwicklung, die er nehmen wird, werden wir aber wohl eher nicht mehr hierher kommen. Eigentlich hätten wir bereits ein Clubbändchen am Arm tragen sollen, was jedoch niemand getan und auch (noch) niemanden gestört hat. Da auch größere Jugendgruppen den Platz frequentieren und angesichts von großen Party- und Animationszelten, dürfte dieser CP wohl künftig unter die Kategorie "gesellige und lebendige Atmosphäre" fallen. Wer diese sucht und schätzt, der ist hier auf jeden Fall gut aufgehoben - für unsere Ansprüche leider eine eher bedauerliche Entwicklung.

Bedauerliche Entwicklung in Frankreich - der Bestand an Mobil-Homes und anderen Mietunterkünften nimmt zum Nachteil für "normale" Camper sehr stark zu.

Bedauerliche Entwicklung in Frankreich - der Bestand an Mobil-Homes und anderen Mietunterkünften nimmt zum Nachteil für "normale" Camper sehr stark zu.

Der Weg durch die Salzwiesen zum langen Sandstrand

Der Weg durch die Salzwiesen zum langen Sandstrand

Noch sehr ursprüngliche und naturnahe Atmosphäre auf dem Campingplatz

Noch sehr ursprüngliche und naturnahe Atmosphäre auf dem Campingplatz

Gruissan wandelt sich

Zunächst einmal haben wir natürlich "unser" Gruissan in Augenschein genommen, in dem sich nach 2jähriger Abstinenz doch einiges verändert hat. Nicht alles zum Positiven, aber auch einige erfreuliche Entwicklungen. So wurde das Wander- und Radwegenetz weiter ausgebaut und beschildert, einige neue Restaurants gerade im Bereich der schönen Altstadt sind dazu gekommen und auch der Wochenmarkt (für uns immer noch der Schönste in der Region) hat sich weiter vergrößert. Hier und im Hafen hatten wir beste Voraussetzungen, um die Zutaten für unsere kulinarische Campingküche zu erstehen. Da macht auch der Einkauf und das Kochen im Urlaub Spaß

Dreimal wöchentlich ist Markttag in Gruissan - beste Voraussetzungen, um regionale, frische und leckere Zutaten für die Urlaubsküche zu erstehen.

Dreimal wöchentlich ist Markttag in Gruissan - beste Voraussetzungen, um regionale, frische und leckere Zutaten für die Urlaubsküche zu erstehen.

Kulinarisches aus der Campingküche

Kulinarisches aus der Campingküche

Gruissan-Plage

Das bevorzugte Ausflugsziel für unsere Radtouren war Gruissan-Plage und die dortige Base Conchylicole - eine Muschel- und Austernzuchtstation mit angeschlossener Verkostung. Eine Platte mit verschiedenen Meeresfrüchten, dazu das mitgebrachte Baguette und ein Glas Wein - alles verzehrt mit Blick auf die Hafeneinfahrt von Gruissan bei schönstem Sonnenschein - Herz, was willst du mehr.

Wanderung zur Kapelle Notre-Dame Les Auzils

Eine Wanderung führte uns ins La Clape Massif und dort zur Wallfahrtskapelle Les Auzils. Hinauf führt ein Weg mit Gedenksteinen an Seefahrer aus Gruissan, die ihr Leben auf den Weltmeeren verloren. Von oben bietet sich bei klarer Sicht ein wunderbarer Ausblick auf die Küste.

Die Salinen von Gruissan

Die Salinen von St. Martin am Rande Gruissans haben ebenfalls Zuwachs in Form eines Restaurants sowie eines modernisierten Verkaufsraumes bekommen. Ein Besuch dort lohnt sich, denn es werden auch Führungen hinaus in die Salzlagunen angeboten die sehr anschaulich über die Gewinnung von Meersalz informieren.
Nicht weit von hier befindet sich übrigens auch das Weingut des Schauspielers Pierre Richard (wer sich erinnt - das ist der aus dem Film "Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh").

Aussichtsterrasse mit Restaurant an der Saline St. Martin

Aussichtsterrasse mit Restaurant an der Saline St. Martin

© Ulrike S., 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Alle Jahre wieder zieht es uns in den Pfingstferien nach Südfrankreich. Genauer gesagt ins Languedoc-Roussillon nach Gruissan in die Nähe von Narbonne. Zehn Jahre lang verbrachten wir hier Familienferien im Ferienhaus. Im Mai 2009 zum ersten Mal im Wohnwagen – und das in Vollbesetzung mit 5 (erwachsenen) Personen samt Hund!
Details:
Aufbruch: 20.05.2009
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 06.06.2009
Reiseziele: Frankreich
Der Autor
 
Ulrike S. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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