Einmal Nordinsel-Neuseeland bitte...

Reisezeit: April 2011  |  von Liesa Goetze

3. Tag: Raglan -> Maketu

Am nächsten Morgen ging es bereits um 8 Uhr wieder los. Ziel des heutigen Tages hieß Maketu. Leider schien es das Wetter nicht so gut mit uns zu meinen, da es regnete. Jedoch sollte es für mich und den Rest der Gruppe an diesem Tag keinen größeren Nachteil bedeuten, denn heute Stand für mich Caving, bei dem Nass werden sowieso garantiert ist, in Waitamo auf dem Programm. Dafür hatte ich mich breits am Tage zuvor im Bus in die Liste eingetragen. Meistens kann man sich im Bus für eine der angebotenen Aktivitäten entscheiden, oder eben auch gar nichts auswählen. Durch das Buchen der Aktivitäten direkt bei Stray im Bus gibt es zumeist besondere Angebote, denn die Preise vor Ort waren in der Regel deutlich höher. Besonders in der Wintersaison können Reisende auf extreme Preisnachlässe und spezielle "Kauf 2 & Bezahl 1" Aktionen hoffen. Hoffentlich kann ich auch das ein oder andere Angebot für mich in Anspruch nehmen, wenn ich schon auf meinen Sommer verzichten muss und stattdessen drei Winter in Folge bevorzuge...

Heute hatte ich mich also für das "Tumu Tumu Toobing" entschieden, was eine sehr nasse und spaßige Angelegenheit werden sollte. Die Tour begann dann in einer kleinen Hütte, wo wir Neoprenanzüge, Gummistiefel und Schutzhelme inklusive Berglampen erhielten, was die Spannung auf die bevorstehende Höhleneroberung zusätzlich steigerte. Mein kurzer Fazit dieses Ausflugs: Nässe, Spannung, Nervenkitzel und jede Menge Spaß sind garantiert. Zusätzlich habe ich das erste Mal blaue Glühwürmchen gesehen, die überall an der Decke hingen. Ich kann das "Toobing" wirklich jedem weiterempfehlen.

Ich würde es jeder Zeit wieder tun...

Ich würde es jeder Zeit wieder tun...

Am Nachmittag ging es dann mit dem Bus weiter in Richtung Maketu. Auf dem Weg erhielten wir wieder die Chance Geld abzuheben und im örtlichen Supermarkt einkaufen zu gehen. Heute Abend stand etwas einheimische Kultur auf dem Programm. Wir fuhren zum "Whanau Marae", dem Familienempfangshaus des Arawa Stammes. Dort würden wir auch die Nacht verbringen. Auf traditioneller Art und Weise - durch das Berühren der Nasenspitzen, was einem am Anfang schon etwas befremdlich vorkommt - wurden wir von einem 73 Jahre alten Maori herzlich in Empfang. Danach sprach er ein paar Worte, die uns Auskunft darüber geben sollten, was wir an diesem Abend zu erwarten hatten. Anschließend konnten wir uns an einem sehr leckeren und traditionellen Buffet bedienen bis uns die Bäuche beinahe platzten.

Yummy

Yummy

Was vielleicht nicht so vorteilhaft war, da auf dem Abendprogramm auch noch etwas Bewegung stehen sollte. Doch zuvor wurden uns erstmal von einer Gruppe Maoris traditionelle Kriegs-, Tanz und Gesangseinlagen vorgeführt, die wir alle mit unseren Kameras tatkräftig verfolgten.

"Poi-Tanz"

"Poi-Tanz"

"Poi-Tanz"

"Poi-Tanz"

Im Anschluß sollten wir nun unser ganzes Talent beweisen. So übten wir Frauen die Kunst des "Poi" (Ball an Schnur) und die Jungs zeitgleich den "Haka" (traditioneller Tanz - bekannt von der neuseeländischen Rugby-Nationalmannschaft), um uns anschließend gegenseitig unsere soeben erlernten Künste vorzuführen. Naja, ich sag mal so, bei dem einen klappt es besser und bei dem anderen schlechter, aber Spaß hat es generell allen gemacht.

Naja, wohl eher ein Versuch des "Hakas"

Naja, wohl eher ein Versuch des "Hakas"

Schön ist vielleicht etwas anderes, aber Spass hat es gemacht.

Schön ist vielleicht etwas anderes, aber Spass hat es gemacht.

Nach den ganzen Tänzen ging es dann an das Betten aufbauen, denn die Nacht sollte auf Matratzen im gleichen Saal verbracht werden und die Erinnerungen am Zeltlager mit 12 Jahren erwachen lies, was aber eigentlich wirklich witzig war mal so für eine Nacht. Während des Aufbaus hatte man ebenfalls die Zeit den alten Mann Fragen zu stellen und er erzählte uns noch eine Weile etwas über die traditionellen Gegenstände im Raum, der Vergangenheit in Neuseeland sowie über seinen Glauben.

Unser "Bettenlager" für die Nacht...

Unser "Bettenlager" für die Nacht...

© Liesa Goetze, 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Entspanne dich, lass das Steuer los, trudle durch die Welt, sie ist so schön. (George Eliot)
Details:
Aufbruch: 18.04.2011
Dauer: 7 Tage
Heimkehr: 24.04.2011
Reiseziele: Neuseeland
Der Autor
 
Liesa Goetze berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.