Entlang der Seidenstrasse 2010

Reisezeit: Oktober 2010  |  von Peter Langenegger

Taschkent

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3.10. Heute fuhren wir erstmals U-Bahn in der usbekischen Metropole. Ist nicht ganz so einfach, da wir weder etwas lesen und verstehen konnten. Die Leute waren aber allesamt sehr gastfreundlich und halfen uns wo sie nur konnten. Wir stiegen bei der Station Amir Timur aus und lernten sofort zwei Studentinnen aus dem Ferganathal kennen. Sie boten uns an die Stadt zu zeigen. Wir nahmen das Angebot dankend an und machten uns gemeinsam auf den Weg. Es war für uns immer wieder schwierig etwas zu bezahlen, da sie uns als ihre Gäste ansahen und uns alles offerieren wollten. Mit Ach und Krach gelang es uns aber trotzdem ihnen ein Mittagessen zu bezahlen. Nach einem mehrstündigen Spaziergang kamen sie noch mit uns zum Hotel, wo die Betreiber grosse Augen machten, als ich plötzlich mit drei Frauen an der Rezeption stand. Wir schenkten ihnen noch ein wenig Schweizer Schokolade und verabschiedeten uns von ihnen. Am Abend sprachen wir erstmals mit Simon und Alessandro. Mehr zu ihnen wird noch folgen.
4.10. Verenas und mein Ziel war heute die Altstadt. Wir fuhren mit dem Taxi nach Chorsu. Hier hatte es mehrere Medressen und Moscheen zu besichtigen. Auf den ersten Blick erschien uns alles alles sehr gross. Die nächsten Tage zeigten uns aber, dass es erst der Startschuss einer wundervollen Kulturreise war. Am Abend sassen wir gemeinsam mit Simon und Alessandro zusammen. Sie erzählten uns von ihrer Arbeit in Masari Sharif (Afghanistan). Verena und ich hörten interessiert zu als wir plötzlich das Angebot bekamen, ihnen einen mehrtägigen besuch abstatten zu können. Die Lage um Masari Sharif sei zwar gespannt aber nicht sehr gefährlich. Die Strasse führe von der Grenze bis in die Hauptstadt der Region Balkh durch die Wüste, was es den Taliban sehr erschwere diese zu erobern. Wir machten mit Simon ab, dass wir morgen zur Afghanistan Botschaft gehen und ein Visum beantragen werden. Am Abend wurde es dann noch ziemlich trinkfreudig, als sich ein Franzose namens Kares und der Schweizer Cyrill Seifert (Buchautor mit "Bahnhof-"hobby) zu uns gesellten. Ca. 1:30 Uhr ging es dann ins Bett mit den Träumen von Afghanistan.

5.10. Morgens leicht verkatert aufgestanden ging es gleich mit einem Taxi zur afghanischen Botschaft. Dort angekommen wunderten wir uns über die nicht vorhandenen Kontrollen und gingen gleich in den Raum, wo die Formalitäten erledigt werden mussten. Die Freundlichkeit war auch hier immens. Es hieß gleich, dass wir unser Visum heute kriegen und den vorgestern gebuchten Flug nach Nukus erreichen werden. Nach den schriftlich erledigten arbeiten besuchten wir unser Stammschaslikrestaurant "Gulia" und schlugen die Zeit um die Ohren. Um 14 Uhr machten wir (Verena, Simon und ich) uns auf, um dass Visum abzuholen. Nach ein wenig Druck (unser Flugzeug startete plötzlich früher...) kriegten wir unseren Kleber gestempelt. Nach gegenseitigem abklatschen fuhren Verena, Simon und ich gemeinsam an den Taschkenter Flughafen, verabschiedeten uns von Simon im Wissen, dass wir ihn in Afghanistan wieder sehen werden und machten uns auf den ersten Inlandflug bereit. Die Zeit verging situationsgerecht wie im Fluge. Mein erster Flug mit einer russischen Maschine...alles ging gut, außer, das beim Start ein Teil der Decke herunterfiel...
Gegen 19 Uhr waren wir dann im vorher gebuchten Hotel. An der Rezeption hieß es dann, dass sich unser einchecken verzögere. Als wir um 1 Uhr morgens immer noch im Restaurant sassen und sich nichts tat rufte ich die Chefin mit dem Hoteltelefon an. Ich erklärte ihr in etwas rauerem Ton, dass wir nur noch die hälfte des Zimmerpreises bezahlen werden, da die halbe Nacht schon rum sei. Sie willigte ein und schon hatten wir ein Zimmer...alles ging plötzlich sehr schnell.

Taschkent

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Vorbereitungen für Afghanistan

Vorbereitungen für Afghanistan

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Im Oktober 2010 flog ich das erste Mal nach Zentralasien. Unterwegs kam es immer wieder zu kehrtwendeungen... Dies ist mein erster selbstverfasster Reisebericht. Bitte sendet mir doch Verbesserungsvorschläge. Danke:-)
Details:
Aufbruch: 01.10.2010
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 31.10.2010
Reiseziele: Usbekistan
Afghanistan
Deutschland
Der Autor
 
Peter Langenegger berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.