Namibia - Land mit vielen Facetten

Reisezeit: April / Mai 2014  |  von Wolfgang Dreesbach

Tag 12 - 14: Etosha-Park

11.05.2014
Abfahrt: 8.00 h 16°C
Ziel: Okaukuejo im Etosha Park - Etappe: 269 km

Voin Omaruru aus geht es weiter auf gut geteerter Straße und einem ungewohnten Bild: die Fahrt geht durch ein grünes Namibia. Wir nehmen eine "Abkürzung" über die Piste mit mehreren Dörfern nach Outjo (80 km) und dann wieder Teerstraße bis zum Etosha Park. Eine reine Transitstrecke für Fernreisende, die schnell vorankommen wollen.
Kurz von 12 h sind wir am Anderson-Gate. Die Preisregelung sieht so aus, dass für Übernachtungsgäste die Eintrittskarten 24 Std. gelten, für alle anderen von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang.
Bereits kurz hinter der Einfahrt zeigen sich zwei mächtige Elefanten und einige Zebras. Nach 20 Min erreichen wir das Okaukuejo Camp
Unser erster Weg führt zum Wasserloch. Eine große Gruppe Zebras steht bauchtief im Wasser. Weitere kommen, andere gehen, in der Ferne sind einige unentschlossene Gnus zu sehen, wenn es so weiter ginge wäre das toll.
Unser sehr ordentliches Doppelzimmer (Pro Nacht N$ 1200) ist inzwischen beziehbar und wir richten uns für zwei Tage ein.
Bei unseren Rundfahrten an diesem Nachmittag sehen wir Zebras, natürlich Springböcke und eine Gruppe Geier. Das letzte Wasserloch, das wir anfahren wollen ist versperrt - mitten auf dem Weg steht ein Nashorn. Es hat die Ruhe weg. Aus den Pfützen (es hatte kurz etwas geregnet) schlürft es Wasser, schaut sich um, schlürft wieder Wasser, geht ein wenig zum Straßenrand und spritzt mit Hochdruck Urin ins Gebüsch, schlürft wieder Wasser und, und und - das Spielchen dauert noch eine ganze Weile. Hinter uns haben sich in der Zwischenzeit einige Autos angesammelt. So gab es für uns kein Vor oder Zurück. Irgendwann machten die ersten kehrt und dann konnten auch wir noch rechtzeitig ins Camp zurückkehren.
Das Buffet abends ist in Ordnung, aber nichts Besonderes.

immer wieder Termitenhügel

immer wieder Termitenhügel

ein Adler im Baum am Pistenrand

ein Adler im Baum am Pistenrand

zwei Kilometer im Etosha-Park - und schon der erste Elefant

zwei Kilometer im Etosha-Park - und schon der erste Elefant

das Wasserloch in Okaukuejo voller Zebras

das Wasserloch in Okaukuejo voller Zebras

Zebras und Gnus friedlich vereint

Zebras und Gnus friedlich vereint

Zerbraherde am Pistenrand

Zerbraherde am Pistenrand

ein Nashorn versperrt den Weg

ein Nashorn versperrt den Weg

12.05.2014
Aufstehen: 5.00 h 14°C
Abfahrt: 6.15 h - Rundfahrt im Park - Etappe: 319 km (incl. Vortag-Nachmittag)

Auf zu den Wasserlöchern! Gerade ist die Sonne über dem Horizont aufgegangen. Wir fahren ihr direkt entgegen. Neben der Straße einige Springböcke und wieder "unser?" Nashorn. An den Wasserlöchern selbst sehen wir an diesem Vormittag nicht viel. Aufgrund der ergiebigen Regenzeit gibt es einfach zu viele Möglichkeiten für die Tiere. Aber unterwegs sehen wir einiges: Strauße, Gnus, extrem scheue Antilopen, eine Leopardin mit drei Jungen, die eine kurze erfolglose Jagd auf einen Springbock startet, Zebras, Gnus, div. Antilopen, - und einen Leoparden, der sich von der Straße ins hohe Gras am Straßengraben und in eine Entwässerungsröhre flüchtet. Und von dort aus recht freundlich in unser Objektiv schaut....
Auf dem Weg nach Halali, einem anderen Camp weiter östlich, begegnen wir noch einem Nashorn, das friedlich im Schatten steht, einem Löwen und noch einem Nashorn in der Savanne. Bei einem kurzer Abstecher in die Etosha-Salzpfanne erwartet uns ein Schakal einsam und allein im Nichts.
Eine kurze Mittagspause in Halali und dann der Besuch des dortigen Wasserlochs: eine Herde Elefanten mit vielen Jungtieren und ein einzelner Bulle genießen das Naß. Alle menschlichen Besucher sind mucksmäuschenstill und schauen gebannt. Ein Honigdachs plündert völlig respektlos den Abfallbehälter.
Auf der Rückfahrt sehen wir dann auch noch die fehlenden Giraffen, gleich 8 Stück.
Nach der Dusche und ein wenig Ruhe geht es um 16 h noch einmal los. Das anvisierte Wasserloch bietet gar nichts, dafür sehen wir auf der Fahrt aber Zebras, ein Gruppe Oryx-Antilopen und 2 beeindruckende Elefanten aus sprichwörtlich allernächster Nähe.
Abends gibt es in der Lodge ein ordentliches Buffet.

Antilopen - zwei von unendlich vielen

Antilopen - zwei von unendlich vielen

schöne Tiere diese Antilopen !

schöne Tiere diese Antilopen !

die Etosha-Pfanne

die Etosha-Pfanne

Etosha-Pfanne - und keine Beute zu sehen

Etosha-Pfanne - und keine Beute zu sehen

eine kleinere, aber sehr schöne Trappe

eine kleinere, aber sehr schöne Trappe

Versteckspiel mit einem Leoparden

Versteckspiel mit einem Leoparden

aufmerksam am Wasserloch

aufmerksam am Wasserloch

Gnus erscheinen gerne in größeren Herden

Gnus erscheinen gerne in größeren Herden

ein Senior-Löwe im hohen Gras

ein Senior-Löwe im hohen Gras

netterweise kommt er etwas näher an den Pistenrand

netterweise kommt er etwas näher an den Pistenrand

Oryx-Antilopen

Oryx-Antilopen

am Wasserloch von "Halali" versammelte sich eine 15-köpfige Elefantenherde

am Wasserloch von "Halali" versammelte sich eine 15-köpfige Elefantenherde

alle Generationen sind vertreten

alle Generationen sind vertreten

Besucher im Hintergrund: ein Honigdachs

Besucher im Hintergrund: ein Honigdachs

eine Giraffenherde am Wasserloch....

eine Giraffenherde am Wasserloch....

... aufmerksam bewacht von einem Hengst

... aufmerksam bewacht von einem Hengst

prächtige Oryx-Antilopen

prächtige Oryx-Antilopen

zum Tagesabschluss noch zwei kräftige äöltere Herren

zum Tagesabschluss noch zwei kräftige äöltere Herren

auch eine interessante Perspektive

auch eine interessante Perspektive

in der tiefstehenden Sonne Auge in Auge - und dann Gas geben!

in der tiefstehenden Sonne Auge in Auge - und dann Gas geben!

13.05.2014
Start: 7.00 h 21°C
Ziel: Dolomite Camp im Westen des Etosha-Parks - Etappe: 173 km

Der Start beginnt vielversprechend. Friedlich grasende Springböcke und Zebras, dann ein majestätischer Löwe, der selbstbewusst die Straße überquert. Wenig weiter Giraffen und dann nochmals Giraffen. Und dazwischen graziös hüpfende und springende Springböcke. Dann sind über eine weite Strecke keine Tiere mehr zu sehen. Nur Termitenhügel stehen aller Orten. Erst gegen Ende unserer Fahrt sehen wir noch einige Giraffen und Zebras. Gegen 12.00h erreichen wir unsere Lodge. Rundum am Berghang sind in luftiger Höhe die einzelnen Chalets uneinsehbar platziert.
Zum Gepäckausladen dürfen wir nach oben fahren, dann muß der Wagen wieder nach unten. Unser Gepäck wird zu unserem Chalet (N$ 2110 Halbpension) gebracht. Wir öffnen die Tür und sind"geplättet". Die Ausstattung, der Freisitz und der Blick weit über die Ebene sind bemerkenswert.
Bei idealen Temperaturen von 30°C, trockener Luft und einem leichten Wind testen wir zunächst den super gelegenen Pool. Danach genießen wir von unserem Balkon aus den weiten Blick über die Ebene vor uns.
In der Ferne entdecken wir eine größere Gruppe Elefanten, die sich unschlüssig hin und her bewegt. Am späten Nachmittag kommt dann Action in die Gruppe und sie marschiert zielgerichtet auf ein Wasserloch zu, das wir seitlich am Fuss unseres Berghangs gesehen hatten. Wir verlassen unser Chalet, um einen Aussichtspunkt zu finden, damit wir die Gruppe weiter beobachten können. An der Spitze unseres Hanges finden wir ein Plätzchen und können 35 Tiere zählen, die sich jetzt im flotten Marsch auf das Wasserloch hin bewegen. Lange beobachten wir das muntere Treiben. Kleine, die das Wasser genießen, Teenies, die miteinander käbbeln, Alte, die "Wache schieben" - eine muntere Angelegenheit, bis sich die ersten wieder auf den Weg machen.
Abendessen in der Lodge - recht simpel und vergessenswürdig....

keine 50 Meter vor uns ohne zu schauen einfach über die Strasse!

keine 50 Meter vor uns ohne zu schauen einfach über die Strasse!

er ist eben der King

er ist eben der King

Giraffen beim Frühstück

Giraffen beim Frühstück

imposante Gnus

imposante Gnus

etwas grimmig, aber doch recht nett

etwas grimmig, aber doch recht nett

das DolomiteCamp von der Ostseite

das DolomiteCamp von der Ostseite

unser Chalet in Dolomite Camp

unser Chalet in Dolomite Camp

Blick aus unserem Chalet über die Savanne...

Blick aus unserem Chalet über die Savanne...

...bis hin zu einer grossen Elefantenherde...

...bis hin zu einer grossen Elefantenherde...

...die sich dann am späteren Nachmittag dem Wasserloch unterhalb des Camp-Hügels nähert

...die sich dann am späteren Nachmittag dem Wasserloch unterhalb des Camp-Hügels nähert

die letzten Meter dann im Laufschritt

die letzten Meter dann im Laufschritt

ca. 35 Tiere können wir von unserem "Aussichtspunkt" zählen

ca. 35 Tiere können wir von unserem "Aussichtspunkt" zählen

und alle Altersklassen sind vertreten

und alle Altersklassen sind vertreten

drollige Hörnchen

drollige Hörnchen

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Namibia liegt im südlichen Afrika und erlangte 1990 seine Selbstständigkeit von der Republik Südafrika Mit einer Fläche von ca. 824.000 km² ist es 2,3 Mal größer als Deutschland (357.000 km²). Bei der Bevölkerung stehen ca. 2,1 Mio Namibier 81 Mio Deutschen gegenüber. Wir haben als Reisezeit den Mai gewählt, da dann die Regenperiode vorbei ist und die Temperaturen noch angenehm sind. Ab Juni soll es doch dann und wann auch im Süden Afrikas recht frisch sein können...
Details:
Aufbruch: 29.04.2014
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 27.05.2014
Reiseziele: Namibia
Der Autor
 
Wolfgang Dreesbach berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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