Namibia - Land mit vielen Facetten

Reisezeit: April / Mai 2014  |  von Wolfgang Dreesbach

Tag 18 - 20: nach Purros und zurück bis Khowarib

17.05.2014
Abfahrt: 7.50h 15°C
Ziel: Purros - Tagesetappe: 122 km

Die Piste heute: viel Sand, viel Steine, tw. sehr rippig - erstmals muss heute der Vierrad-Antrieb konstant zugeschaltet werden.
Natürlich sehen wir wieder Oryx-Antilopen , Springböcke und Strauße in wirklich freier Wildbahn. Weiter geht es durch eine wüstenähnliche Landschaft begrenzt von kahlen Bergen. Trockenflüsse werden immer wieder durchquert.
Nach nur 108 km kommen wir mittags bei 32°C im Purros-Camp an. Am Nachmittag, nach der größten Hitze machen wir eine Spritztour ins Hoarusib-Tal, von der wir nach 1 Std. wieder zurück sind. Die Piste, die gar keine Piste ist, wird uns zu tief und zu undefinierbar. Hier wollen wir nicht unbedingt stecken bleiben.
Später machen wir dann lieber einen Spaziergang ins Flussbett und rund um unseren Campingplatz. Wir überraschen Giraffen und Perlhühner ganz in der Nähe. Man riecht, dass sich hier regelmäßig Wildtiere aufhalten. Von den Elefanten sehen wir leider nur die Fußspuren und Hinterlassenschaften im Sand.
Nachts weckt uns lautes Geschratel. Streiten sich Affen? Sind das Vögel? Wir wissen es nicht. Selbst am Morgen hörte man noch kurze Zeit den Lärm, gesehen haben wir nichts und niemanden.

D3707 Richtung Purros - eher für Rindviecher denn für Autos

D3707 Richtung Purros - eher für Rindviecher denn für Autos

Kral an der D3707 Richtung Purros

Kral an der D3707 Richtung Purros

Furt an der D3707 Richtung Purros

Furt an der D3707 Richtung Purros

kurz vor Purros

kurz vor Purros

im Hoarusib-Trockenbett bei der Purros-Campsite

im Hoarusib-Trockenbett bei der Purros-Campsite

im Hoarusib-Trockenbett bei der Purros-Campsite

im Hoarusib-Trockenbett bei der Purros-Campsite

im Hoarusib-Trockenbett bei der Purros-Campsite

im Hoarusib-Trockenbett bei der Purros-Campsite

18.05.2014
Abfahrt 7.15 h 11°C
Ziel: zurück nach Sesfontein und zum Khowarib Camp - Etappe: 175 km
Wir verlassen Purros, das bald wie eine Oase hinter uns liegt. Zunächst fahren wir die gleiche Piste wie auf der Hinfahrt. Im frühen Morgenlicht wirkt das zarte helle Gras auf den Berghängen fast wie Raureif. Nach 2 ½ Std. erreichen wir die Abzweigung zum Ganamub (3 Wassertanks). Mitten in einer Rinderherde hilft uns das GPS, die richtige Spur zu finden. Dann geht es durch das Tal entlang des Flussbettes - und immer auf der Suche nach Wüsten-Elefanten. Nach 1 ¾ Std. sind wir an der Mündung in den Hoanib. Außer mit einer Giraffe hatten wir keinerlei Tierbegegnungen.
An einem (optisch) engen Durchbruch, der sogenannten "Poort", wechseln wir in den Hoanib. Das Tal ist viel weiter als heute morgen der Ganamub - und es ist noch Restwasser aus der Regenzeit vorhanden. Interessant und problemlos verläuft die Piste im Trockenflusstal.
Wir passieren die Okongoro Plein (wieder eine weite Pfanne) und sehen diverse Flecken, an denen Salz herausgekrustet ist (wir haben probiert).
Von der Plein bis zur Straße gibt es jede Menge Fahrspuren, tiefe und noch tiefere. Während der Regenzeit muss es hier ziemlich "saftig" gewesen sein. Jetzt sucht man sich seine Spur, fährt einen ziemlich wilden Ritt - und landet zielsicher auf der Straße direkt neben dem Hinweisschild zum (geschlossenen) Elefant Song Camp.
Über Sesfontein dann noch eine kurze Fahrt bis zum Abzweig zur Khowarib Community Campsite (160 N$ pro Nacht)
Ankunft Campsite: 14.30h 32°C
Nachmittags noch ein kleiner Rundgang - der Hoanib ist hier ein freundlicher Bach, der sauberes Wasser führt. Die Sonne verschwindet schon kurz nach 5 h hinter den Bergen, um 6 h schnell gekocht und 20 Minuten später ist es stockfinster. Licht gibt nur unsere Gaslaterne. Wir haben, wie meistens, keinen Strom am Stellplatz, der dafür aber toll direkt oberhalb des Hoanib gelegen ist, mit eigener Dusche, WC und Waschbecken, jeweils mit Blick über die Landschaft....

wieder Richtung Sesfontein bei Tomakas

wieder Richtung Sesfontein bei Tomakas

im Ganamub-Trockenbett

im Ganamub-Trockenbett

im Ganamub-Trockenbett

im Ganamub-Trockenbett

im Ganamub-Trockenbett

im Ganamub-Trockenbett

im Ganamub-Trockenbett

im Ganamub-Trockenbett

die "Poort" an der Mündung des Ganamub in den Hoanib

die "Poort" an der Mündung des Ganamub in den Hoanib

der Hoanib noch mit Restwasser

der Hoanib noch mit Restwasser

der Trail entlang einiger Schlammpfützen

der Trail entlang einiger Schlammpfützen

im Hoanib-Trockenflusstal

im Hoanib-Trockenflusstal

Khowarib-Community-Campsite: Blick vom Strellplatz

Khowarib-Community-Campsite: Blick vom Strellplatz

19.05.2014
Lange schlafen, frühstücken und um 8.30h wird zu einem 2 1/2stündigen Spaziergang das Tal weiter hinaufgewandert. Viel Staub, Spuren von Leoparden (oder Hyänen?) und natürlich schöne Landschaft. In den sandig-felsigen Flussschleifen sind jede Menge Fußspuren von Vögeln und Vierbeinern zu sehen.
Mittags wird Fladenbrot gebacken - und mit Tomaten haben wir ein gutes Essen. Und nachmittags? Faulenzen!

oberhalb von Khowarib im Hoanib-Tal

oberhalb von Khowarib im Hoanib-Tal

oberhalb von Khowarib im Hoanib-Tal

oberhalb von Khowarib im Hoanib-Tal

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Namibia liegt im südlichen Afrika und erlangte 1990 seine Selbstständigkeit von der Republik Südafrika Mit einer Fläche von ca. 824.000 km² ist es 2,3 Mal größer als Deutschland (357.000 km²). Bei der Bevölkerung stehen ca. 2,1 Mio Namibier 81 Mio Deutschen gegenüber. Wir haben als Reisezeit den Mai gewählt, da dann die Regenperiode vorbei ist und die Temperaturen noch angenehm sind. Ab Juni soll es doch dann und wann auch im Süden Afrikas recht frisch sein können...
Details:
Aufbruch: 29.04.2014
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 27.05.2014
Reiseziele: Namibia
Der Autor
 
Wolfgang Dreesbach berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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