Südostasien ( Thailand, Malaysia, Indonesien)

Reisezeit: April - Juni 2015  |  von die Reiselustige

Malaysia: Georgetown

Der Zug hatte richtig viele Wagons. Er hat viele Zwischenstopps gemacht. Für uns hieß es frueh 6 uhr aufstehen und die Fähre nach Butterworth nehmen. Es war toll am Morgen auf der Fähre zu stehen und den Blick gerichtet auf die Skyline von diesem kleinem im Wasser liegendem Örtchen. Die Jungs hatten sich in der "Reaggy Mention" für die nächsten Tage ein Bett gemietet und ich hoffte das auch noch ein Platz für mich frei war. Leider mussten wir erstmal eine Ewigkeit betteln und bitten dass wir herein gelassen wurden. Die Menschen sprechen auch in Malaysia nicht das beste Englisch. Einchecken konnten wir so früh am Morgen nicht, aber wenigstens unser Gepäck dort lassen um frühstücken zu gehen. Jedoch wurden wir von einem 3-stündig anhaltend Regenschauer überrascht. Die Nebenstraße zum hostel war total überflutet, die Hauptstraße konnte man aber auch nicht trocken überqueren. Man steckte bis zu den Knöcheln im Wasser. Ich habe mich "in die Fluten begeben" um nach einem Frühstückscafe zu schauen, während die Jungs im trockenem vor einem " 7 eleven" auf dem Bordstein warteten. Leider waren alle Läden geschlossen sodass wir nicht mal eine Möglichkeit zum Aufwärmen hatten. Aufgrund von Langeweile und Kälte beschlossen wir ins hostel zu gehen und das Wetter abzuwarten. Leider habe ich keine Bilder geschossen, Wir stampften durch das kniehohe Wasser. Als "Belohnung" bekamen wir im hostel noch das restliche toast . Das Wetter wurde plötzlich besser, es hörte auf zu regnen und wir beschlossen den angefangen Tag nur noch zum chillen und Infos über den Ort bzw. Aktivitäten einholen zu nutzen. Uns wurde der Beach neben dem Rock Cafe empfohlen. Also fuhren wir am nächsten Tag mit dem Bus dort hin. Den Tag darauf haben wir uns einen Tempel angeschaut und abends Party machen gewesen. Wobei das sowohl innerhalb der Woche, als auch am Wochenende schwierig ist eine Lokation zu finden. Dort ist nichts los. Wir waren dann in der "reaggy club". Wir wollten nur kurz den Club erkunden und fanden uns in einem mystisch leeren Raum wieder. Es war cool. In Deutschland wäre soetwas nicht möglich gewesen. Leider ist das Partyleben in Penang schon gegen 1 uhr vorbei. Aber das heisst nicht, dass es auch für die Deutschen vorbei ist Den darauf folgenden Tag haben wir den Monkey Beach erkundet. Die Affen sind aggressiv und gefährlich. Die haben gefaucht und mir meine Mango-Stücke geklaut, die direkt neben mir auf der Decke lagen. Frechheit-nicht mit mir dachte ich. Aber das hinter-her-rennen hat nix gebracht. Außer das die Jungs und ein paar andere Touris sich köstlich amüsiert haben. Hat wahrscheinlich lustig ausgesehen aber am Strand war es relative leer, es waren kaum Leute zu sehen. Wir waren den ganzen Nachmittag dort bis ein Leguan neben mir auftauchte! Ja direkt neben mir - nur 3 Meter entfernt. Puh war ich erschrocken. Auf dem ersten Blick sah es aus wie ein Krokodil. Zum Glück hab ich "n Foto geschossen, sonst hätte mir das wahrscheinlich keiner geglaubt. (Aber) es war ein wirklich schöner Tag. Am Abend wollten wir wieder Party machen - aber es war nix los. Also hieß es: Party vor dem hostel. Irgendwie gibt es Absprachen an welchem hostel das nächste Mal Party gemacht wird. Lustig. Naja und an diesem Abend saßen "n paar fremde Leute vor unserem hostel und haben party gemacht. Wir 3 haben uns angeschlossen. Doch zuvor haben wir den Nachtmarkt nach etwas Essbarem durchstöbert. Auf einer Bühne entertainte eine Sängerin. Über die Qualität lässt sich streiten- aber ich habe leider noch keinen Asiaten gehört der singen kann.

Einen Tag lang sind wir auch Fahrrad gefahren.

Nasse Schuhe Story: dadurch das ich durch die Fluten gewatschelt bin, waren natürlich auch meine 1Tag alten Schuhe pitsch nass. Zum Trocknen durfte ich sie laut Hotelbesitzer draußen direkt neben dem hostel in der Sonne lassen. Was ich nicht wusste, neben dem hostel ist ein Parkplatz der nicht dazu gehört. Ich habe sie jedoch direkt neben den Tisch auf der Veranda gestellt. Als ich am Abend meine knallpinken Schuhe mit auf"s Zimmer nehmen wollte, waren sie nicht mehr da. Meine Socken, ja, die waren noch da. "Hm" dachte ich, fragst" mal den Hotelbesitzer. Der sagte mir, dass eine Frau ihm mitteilte, dass auf dem Parkplatz nebenan pinke Schuhe stehen wuerden. Er hat darauf nicht gesagt, dass es meine Schuhe sind und die zum trockenen da sind... Er versprach mir sich am nächsten Morgen zu kümmern. Jedoch musste ich mich noch vertrösten lassen-bis ich am darauf folgenden Abend mit der Faust auf den Tisch gehauen habe u gesagt habe, dass ich definitiv meine neuen Schuhe wieder haben möchte. Ich glaube in meinen Augen konnte man sehen,wie ernst ich es gemeint habe. Der Hotelbesitzer schnappte meine Hand u ging im Eilschritt zum Parkplatz. Plötzlich ließ er mich los und rief irgend einen Typen. Es war dunkel, aber ich konnte den Typen sehen. Er sah aus wie Mike Thysen. Auf der rechten Seite im Gesicht hatte er zwar kein Tattoo sondern große Flatschen im Gesicht. Ich drehte mich um- und der Hotelbesitzer war verschwunden. Mir war mulmig zu mute. Der Typ kam wütend schimpfend auf mich zu. Ich versuchte einen auf "kleines gutes Mädchen" zu machen. Ich klapperte mit den Wimpern und sagte wie leid mir die Situation tue. Ich hoffte, er konnte meinen Herzschlag nicht hören. Er beruhigte sich leider nicht - zumindest nicht sofort. Ich hoffte, dass sein Beschützerinstinkt zum Vorschein kommt. Nach einigen Entschuldigung-Bekundungen hörte er mir irgendwann zu und erzählte mir, dass meine Schuhe angeblich auf dem Parkplatz standen und er deshalb nicht mit seinem Auto dort parken konnte und dadurch Geld verloren hat. Er rief einen anderen Typen heran, der aufeinmal anfing im Busch wild herum zu wühlen. Er kam Kopf schüttelnd wieder hervor. Daraufhin bückte sich der Mike-Thysen-Verschnitt selbst und buddelte im Dunkeln auf einem Parkplatz in Georgetown in einem Busch. Plötzlich schmiss er wie aus dem nichts meine Schuhe über den Parkplatz. Ich stand verdutzt da und versuchte mir selbst die Situation zu erklären. Und dann erklärte er mir, dass er jetzt ein "Present" haben möchte, weil ihm ja Geld entgangen ist, da er seinen angemieteten Parkplatz nicht nutzen konnte, weil meine Schuhe dort standen. Er wolle aber kein malaysisches Geld sondern Euro...

Den Tag darauf mieteten wir uns einen Scooter und führen einmal um die Insel. Im Dunkeln war mir nicht ganz wohl aber ich fand schnell mein Selbstbewusstsein wieder, ich wurde immer sicherer beim Fahren. Der kleine Unfall mit Steffi auf Koh Samui waren immer noch in meinem Kopf gespeichert.
Am nächsten Tag hieß es schon Abschied nehmen. Wenn ich ehrlich bin, graute es mir davor. Ich mochte die beiden sehr, wir haben viel Spaß miteinander gehabt, ich habe mich bei den beiden sehr wohl gefühlt. Sie haben immer das Gefühl gegeben dazuzugehoeren. Bei jeder Entscheidung wurde ich einbezogen. Normalerweise sollte es ein Männerurlaub für Sven und Martin werden ABER... dann kam ich
Die Zeit verging so schnell- für mich zu schnell. Ich habe jede Sekunde genossen- auch wenn am Strand über irgendetwas philosophiert oder spekuliert wurde, wie: wieso bekommt man am Wasser schneller Sonnenbrand oder sich physikalisch sich wellenbewegungen erklaert haben und ich habe nur den Kopf geschuettelt und gegrinst. Maenner!
Die beiden mussten gegen Mittag zur Fähre. Ich versprach sie zu bringen. Aber als wir in den Bus einstigen um zur Fähre zu fahren, überkamen mich meine Gefühle. Ich umarmte beide schnell und rannte aus dem Bus. Im hostel angekommen beschloss auch ich irgendwo anders hin zu traveln. Ich nahm den Bus zum Bahnhof und wollte mir dann die Zeit in der Stadt vertreiben aber ich kaufte mir eine Sim-Karte damit ich mir die Zeit im Bus vertreiben kann. In solchen Momenten bin ich froh das es Internet gibt. Ich überlegte ein bisschen durch Malaysia zu reisen aber dann beschloss ich nach Singapur zu reisen.
Dort traf ich ein Australiesches Ehepaar. Sie waren sehr freundlich. Er kümmerte sich darum das ich den besten Anbieter habe und auch ja meine sim-Karte funktioniert. Sie hingegen ist mit mir einkaufen gegangen und erzählte mir, wie wichtig es ist Folie um das Gepäck zu wickeln wenn ich das Flugzeug benutze. Es war am Anfang schwierig nach tagelangem Deutsch sprechens in das Englische zu wechseln. Aber da wurde mir bewusst, wie wichtig es ist eben nicht mit Deutschen zu reisen. Der Bus war toll. So bequem. Der Beste den ich je hatte. 7 uhr früh am Morgen bin ich angekommen.

© die Reiselustige, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Travelling durch andere Kulturen
Details:
Aufbruch: 10.04.2015
Dauer: 10 Wochen
Heimkehr: 19.06.2015
Reiseziele: Thailand
Malaysia
Singapur
Der Autor
 
die Reiselustige berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.