Roadtrip durch Florida - das erste mal in den Staaten

Reisezeit: November 2012  |  von Tatjana F.

Im November 2012 sind wir das erste Mal in die USA geflogen und haben einen Roadtrip durch den Sunshine State Florida gemacht. Von Orlando ging es die Ostküste hinab bis zum südlichsten Punkt des Festlandes der USA und von hier aus an der Westküste zurück nach Orlando.

Anreise nach Orlando

Was lange währt, wird endlich gut. Hurricane Sandy hatte sich alle Mühe gegeben unseren von so langer Hand geplanten USA-Roadtrip doch noch zu durchkreuzen, aber unser Flug fiel nicht aus – Samstag Vormittag fuhr Jan´s Papa uns an den Frankfurter Flughafen. War das aufregend – das erste Mal ging es in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten! Schon der Checkin verlief anders als üblich. Eine Dame der US Airways teilte uns bedauernd mit, dass unser Flug (wegen der vielen ausgefallenen Flüge diese Woche aufgrund des Hurricanes) hoffnungslos überbucht sei und man uns einen Gutschein über 850$ sowie eine Nacht im Airporthotel anbieten würde, wenn wir einen Tag später fliegen würden. Doch wir dachten gar nicht daran – zu straff war das Programm für die kommenden 14 Tage. Danach folgte die erste Kontrolle, ein Mann löcherte uns mit Fragen, wer denn unsere Koffer gepackt hätte, wo diese denn die Nacht verbracht hätten und ob ich mir auch wirklich sicher wäre, nicht evtl. doch etwas Sprengstoff zwischen meinen Unterhosen deponiert zu haben… Die restlichen Kontrollen verliefen unspektakulär und gegen 12:00 Uhr saßen wir im A330 der US Airways auf dem Weg nach Philadelphia. Der Flug verging angenehm schnell, wir hatten ausreichend Beinfreiheit und schauten einen Film nach dem anderen. Etwas nervös waren wir nur was unseren Anschlussflug anging, wir hatten leider nur 1,5 Stunden Zeit zum Umsteigen und bei der Buchung nicht bedacht, dass wir hier in Philadelphia schon die komplette Einreise durchlaufen müssen und einmal komplett raus müssen aus dem Transitbereich & wieder hinein, inkl. Koffer holen & neu aufgeben und wieder durch die Handgepäckkontrolle. Lustigerweise trafen wir beim Aussteigen ein Mädel aus unserem Tanzkurs, die ebenfalls auf dem Weg nach Florida war – Zufälle gibt´s . In Philadelphia rannten wir wie die Irren an die Immigration, kamen als eine der ersten dort an, machten dann jedoch den Fehler uns beim lahmarschigsten Kontrollmann anzustellen… Schlussendlich kamen wir als letztes an die Reihe, die Einreise in das geheiligte Land verlief jedoch problemlos, unser im Flugzeug ausgefülltes Zollformular (nein, ich habe keine toten Tiere in meinem Koffer) und die online vorbereitete ESTA-Genehmigung (nein, ich war an keinem Kriegsverbrechen im Jahre 1945 beteiligt (siehe Geburtsdatum?!) und nein, ich habe auch nicht vor einem amerikanischen Bürger das Sorgerecht für sein Kind zu entziehen (Wtf?!)) waren ordnungsgemäß und auch unsere mündlichen Angaben zu Arbeitsplatz & Aufenthaltsort und -grund schienen zu überzeugen. Weiter ging die Hetzerei, unsere Koffer drehten einsam ihre Runden auf dem Fließband, schnell geschnappt und direkt auf´s nächste draufgeworfen, dann wieder anstellen für die Handgepäcks- und Körperkontrolle. Und dann waren wir durch – und hatten noch eine ¾-Stunde Zeit . Der zweite Flug verging super schnell (auch ohne Inseatprogramm und Essen) und wir landeten planmäßig um 21:00 Uhr in Orlando. Das Hyatt Airport Hotel empfing uns standesgemäß mitten im Flughafengebäude mit einem großen Brunnen und Palmen vor dem Eingang – genauso stellt man sich eigentlich Las Vegas vor! Die Damen an der Rezeption waren sehr nett und auch unser Zimmer mit Balkon inkl. Blick auf das Flughafengelände war super. Auf der Suche nach etwas Essbarem zogen wir noch einmal kurz los, allerdings war der Flughafen gegen 22:00 Uhr schon völlig leer. Bei Mäkkes und Starbucks ergatterten wir noch eine Kleinigkeit zu Essen und fielen dann totmüde ins rießige Queensizebett.

Hyatt Airport Hotel in Orlando

Hyatt Airport Hotel in Orlando

Balkon mit Blick auf den Flughafen

Balkon mit Blick auf den Flughafen

Gut geschlafen haben wir zwar, aber der Jetlag… um 4:00 Uhr hielten wir es in den Betten nicht mehr aus und standen putzmunter im Zimmer… duschen, Kaffee kochen, Koffer packen, TV schauen… endlich war es 6:30 Uhr und wir beschlossen spontan das Frühstücksbuffet vom Hyatt in Anspruch zu nehmen. So fuhren wir hinauf in den 9. Stock und stellten uns das erste Mal den Herausforderungen „wait to be seated“, einem persönlichen Kellner inkl. amerikanischem Smalltalk, dem Bezahlen mit Kreditkarte & den hier üblichen ca. 15% Tip + 6% unausgewiesener Tax. Ungewohnt war es, aber wir meisterten alles gut, freuten uns über die grandiose Aussicht über den Airport und das Frühstück war auch lecker. Geröstete Bagels mit Frischkäse, Pancakes, Muffins & Donuts, Müsli & Cornflakes, Obst & Joghurt, Rührei & Bacon – es war alles da was das Herz begehrte. Vollgefuttert checkten wir aus und nahmen einige Stockwerke tiefer unseren Mietwagen entgegen. Auch das verlief völlig unproblematisch, die Dame meinte einfach nur, wir sollten uns einen aussuchen – die Schlüssel steckten. Tatj stürzte sich gleich auf den optisch schönsten – einen nagelneuen schwarzen Chevrolett Captiva – genauso hatten wir uns "the american way to drive" vorgestellt . Navi einstöpseln und los ging die Fahrt.

© Tatjana F., 2015
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 03.11.2012
Dauer: 16 Tage
Heimkehr: 18.11.2012
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Tatjana F. berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.
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