Auf zu weiteren schönen Orten in Peru

Reisezeit: Mai / Juni 2021  |  von Katharina Arguedas Torres

Ayacucho: Puyas, Laguna de Pumaqocha y Vilcas Huamán

Um weitere schöne und interessante Orte der Region Ayacucho kennenzulernen, machen wir an einem Tag eine geführte Tagestour.
Mit einer Gruppe von 8 Touristen, unserem heutigen Guide Maria und dem Fahrer fahren wir um 8 Uhr morgens los. Nach einer Stunde Fahrt machen wir einen kleinen Frühstücks-Zwischenstopp. Genau richtig, denn die vielen Kurven bekommen mir nicht gut. Während alle anderen frieren, weil wir deutlich höher als in der Stadt Ayacucho sind, ist mir wegen der Reiseübelkeit schrecklich warm. Doch die Pause und der Mate de Coca tun gut und der Magen beruhigt sich.
Danach fahren wir weiter und machen einen Halt mitten in.... nirgendwo...? So scheint es zumindest. Wir steigen aus, ein wenig verwundert wo wir wohl sind und folgen Maria einen Weg zwischen Wiesen und Feldern. Irgendwann bleiben wir stehen und ... aaah ja, jetzt erinnere ich mich! Hier gibt es diese hohen alten Pflanzen. Wie hießen sie noch mal? Puyas, richtig! Genauer gesagt: Puyas Raimondi. Hier gibt es wunderschöne Exemplare der Puya Raimondi zu sehen, die sehr hoch und alt werden können. Maria erzählt uns, dass die Einheimischen die Pflanzen verbrennen, denn sie würden sich vom Feuer ernähren. Aaaaaaaa ja, alles klar - denke ich nur und notiere mir im Geiste, dass ich dieses Thema später noch recherchieren muss.

Nach einer kleinen Fotosession geht es zurück in den Kleinbus und zur nächsten Station unserer Tour.

Laguna Pomaqocha

Es ist nicht nur eine Lagune, die wir hier besuchen, sondern auch die archäologische Inka Stätte namens Intihuatana. Auf dem Weg nach oben erzählt uns Maria ein wenig was von der Geschichte der Inkas und erklärt uns die einzelnen Orte, die wir unterwegs besuchen. Doch um ehrlich zu sein, finde ich die Landschaft hier so wunderschön, dass ich nicht sehr konzentriert zuhöre. Daher kann ich Euch gar nicht viel nennen, was uns Maria erzählt.

Ich kann mich nicht satt sehen an der Natur. Dieser Ort hat etwas Magisches an sich. Kein Wunder, dass die Inkas sich hier niederließen.

Um zurück zum Ausgangspunkt zu kommen, nehmen ein paar von uns das Boot. Carlos und ich sitzen in der mittleren Sitzreihe. Zwischen uns der Señor mit seinen Padeln, mit denen er in kurzen heftigen Bewegungen das Boot bewegt. Links und rechts schwimmen Wasservögel auf dem Wasser, ein paar Teichhühner verstecken sich in dem hohen Gras.

Vilcashuamán

Unser letzter Halt ist in dem Ort Vilcashuamán. Vilcashuamán bedeutet in Quechua heiliger Falke. Ich muss ein wenig suchen, ich glaube, die korekte Schreibweise ist: Vilcashuamán für den Ort und Vilcas Huamán für die Provinz. Ist schon etwas schwierig mit den Namen

Zunächst essen wir zu Mittag in einem Restaurant. Anschließend gehen wir zu den Inka Ruinen. Die Pyramide del Inka Ushno kann leider nicht mehr betreten werden, also bestaunen wir sie von unten. Außerdem gibt es hier noch die Portada del Sol zu sehen und die Grundmauern der früheren Inka Anlage. Maria erzählt zunächst noch schnell was zu der Anlage. Anschließend schauen wir uns alleine um.. Danach scheint die vorgesehene Zeit der Tour zu Ende zu sein. Maria gibt uns noch ein paar Minuten, um die schöne Plaza de Vilcashuamán zu bewundern. Wir schießen die letzten Erinnerungsfotos der heutigen Tour und fahren anschließend zurück nach Ayacucho.

Insgesamt ist es eine sehr schöne, abwechslungsreiche Tour, die wir anderen empfehlen können.

Puyas

Später habe ich im Internet Infos über das Verbrennen der Puyas gesucht und einen Artikel in El Comercio darüber gefunden. Demnach verbrennen die Einheimischen diese Pflanzen, weil sich ihre Schafe und Böcke darin verfangen. Die langen, harten Blätter dieser Pflanze haben entlang des Blatts eine Art Haken, die nach innen zeigen. Wenn sich die Tiere mit ihrem Fell darin verfangen, können sie sich nicht mehr alleine befreien. Bei jedem Versuch sich zu befreiten, verhaken sie sich tiefer in die Pflanze und verenden letztendlich "in ihr" (sofern man sie nicht befreit). Daraus entstand sogar der Mythos, die Puyas seien fleischfressende Pflanzen.
Ein anderer Grund für die Verbrennung der Puyas ist, dass die Einheimischen Platz schaffen, um anstelle der Puyas Eukaliptusbäume zu pflanzen. Die Eukaliptusbäuse stammen nämlich gar nicht aus dieser Gegend. Doch sie sind beliebt, da aus ihnen Holz gewonnen werden kann und weil sie einen guten Windschutz bieten.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Es ist meine fünfte Reise nach Peru - und hoffentlich nicht die letzte. Das Land hat für Reiselustige sehr viel zu bieten; so schnell gehen mir die Reiseziele also nicht aus :) Diesmal will ich die Umgebung von Huaraz und Ayacucho erkunden.
Details:
Aufbruch: 17.05.2021
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 12.06.2021
Reiseziele: Peru
Der Autor
 
Katharina Arguedas Torres berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.
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