Neuengland-mit-Ostkanada-2013

Reisezeit: September 2013  |  von Andy S.

Boston - 09.09.2013

Der 2. Tag in Boston began auch wieder mit Sonnenschein und ungefähr so um die Zeit wie gestern. Unser Weg führte uns zuerst wie gestern zum Copley Square, der heute ohne die ganzen Absperrgitter noch schöner war. Wir machten wieder einen kleinen Rundweg um den Platz. Kurz auch mal in die Trinity Church reingeschaut, aber nur in den Eingangsbereich, denn ich hatte vergessen, daß sie Eintritt kostet, welchen wir aber beide net zahlen wollten. Also wieder raus und den Rundgang an der Ubahnstation Copley beendet.

Boston Public Library

Boston Public Library

Trinity Church

Trinity Church

Trinity Church gespiegelt im John Hancock Tower

Trinity Church gespiegelt im John Hancock Tower

Old South Church

Old South Church

Mit der grünen straßenbahnähnlichen Linie gings von Copley zur Park Street. Dort sind wir in die rote Linie umgestiegen, dies war eine richtige Ubahn. Westwärts gings, vorbei an Kendall/MIT bis nach Cambridge zur Station Harvard. Die Eliteune war nämlich unser nächstes Ziel für heute. Aus der Station raus, über eine Straße und scho waren wir mitten aufm Campus. Der Weg führte zwischen der Harvard Hall und der Massachusetts Hall, den ältesten Gebäuden der Uni, direkt zur University Hall, mit der John Harvard Statue davor. Man bekam sie kaum ohne Menschen aufs Foto, denn viele wollten den mittlerweile scho sehr abgenutzen Fuß des guten Mannes berühren, was Glück bringen soll...
Die vielen bunten Stühle und Bänke unter den Bäumen sahen sehr nett aus und so haben wir eine kurze Pause in der Sonne gemacht, bevor es weiter an der University Hall vorbei ging. Hinter ihr war ebenfalls eine Grünfläche, bei weitem net so schön wie unsere Pausenwiese.

Grünfläche zwischen Harvard Hall und University Hall

Grünfläche zwischen Harvard Hall und University Hall

University mit John Harvard Statue

University mit John Harvard Statue

Memorial Church (an der Grünfläche hinter der University Hall)

Memorial Church (an der Grünfläche hinter der University Hall)

An der Sever Hall vorbei kamen wir bis zur Quincy Street, welche wir ein Stückchen nach Norden gelaufen sind. Auf dem ganzen Harvard Gelände, dem Harvard Yard, gibt es ein paar Museen die man auch als Nichtstudent besuchen kann. Da wir beide net unbedingt auf Museen stehen und auch das Wetter gut war haben wir alle ausgelassen An der Cambridge Street, von der ich anfangs dachte, daß wir sie zurück Richtung Innenstadt laufen können (haben wir dann gelassen, hab mich weng verschätzt ) liegt die Memorial Hall, die zu Ehren der im Bürgerkrieg gestorbenen Harvardangehörigen errichtet wurde.

Memorial Hall

Memorial Hall

In der Memorial Hall

In der Memorial Hall

Nach einem kurzen Abstecher rein in die Memorial Hall, in der ich die ganzen lateinischen Inschriften natürlich nicht mehr übersetzen konnte (hab mich dann in Québec rächen können, denn dort konnte Susanne auch trotz einiger Jahre französisch net viel verstehen ) gings weiter einfach weng kreuz und quer über den Campus. Einige der schönen alten Gebäude haben mittlerweile einen neuen Anbau bekommen, was net immer glücklich aussah. Da wir ja beschlossen hatten wieder mit der Ubahn Richtung MIT zu fahren, machten wir uns auf, den Rundweg langsam zu beenden. Über den Harvard Square, einen kleinen Park, kamen wir wieder zur Ubahnstation. Allerdings sind wir net gleich losgefahren, denn es hatte mal wieder jemand Hunger, ich wars net Obwohl ich mir dann auch nen Smoothie vom Starbucks geholt hab...

Im Harvard Square

Im Harvard Square

Bei der Ubahnstation Harvard

Bei der Ubahnstation Harvard

Letzendlich haben wirs dann doch in die Ubahn geschafft und es gings weiter Richtung MIT Dort war ja auch McGee von Navy CIS MIT steht für Massachusetts Institute of Technology und ist auch eine Eliteuni der USA. Der Campus dort war net so schön wie in Harvard, aber net so schlimm, denn ich wollte hauptsächlich das Stata Center sehen. Dies ist ein architektonisch sehr spezielles Gebäude von Frank Gehry, der auch für das Tanzende Haus am Moldauufer in Prag verantwortlich ist. Da grad Mittagszeit war, saßen viele Studenten und Angestellte im Freien und aßen hier, denn ich denk auch hier wirds bald nimmer so sonnig und angenehm sein.

Stata Center von Weitem...

Stata Center von Weitem...

...und von Nahem...

...und von Nahem...

...bzw. von der anderen Seite aus

...bzw. von der anderen Seite aus

Vom MIT aus wollten wir aber scho zurück in die Innenstadt laufen, net die Ubahn nehmen, und machten uns also auf den Weg Richtung Longfellow Bridge, die rüber nach Beacon Hill führt. Gerade noch rechtzeitig merkten wir, daß wir die Straßenseite wechseln müssen, denn sonst wären wir bald an einer Baustellenabsperrung gestanden und könnten net über die Brücke. Von der Brücke aus hat man eine schöne Sicht auf das leicht hügelige Boston. Auch die schöne Zakim Bridge von gestern konnte man gut sehen. Für ein schönes Foto der Skyline Bostons hätten wir aber leider auf der gesperrten Seite der Brücke laufen müssen. Naja egal wir fanden die Sicht trotzdem schön und waren ziemlich schnell wieder in der Innenstadt angekommen.

Zakim Bridge

Zakim Bridge

Teil der Skyline, leider von der falschen Brückenseite

Teil der Skyline, leider von der falschen Brückenseite

Skyline mit Beacon Hill im Vordergrund (und leider auch der Brücke)

Skyline mit Beacon Hill im Vordergrund (und leider auch der Brücke)

Wir folgten erst noch kurz der Cambridge Street bis zum Otis House. Das frühere Haus des Congressman und Bürgermeisters von Boston liegt an der Grenze von West End und Beacon Hill, was praktisch auf der anderen Straßenseite anfängt, zu der wir dann auch rüber sind. Dort wurde es dann auch gleich leicht hügelig, was aber für uns kein Problem war, denn wir sind ja fit Beacon Hill ist ein schöner alter Stadtteil, der hauptsächlich Wohngegend ist. Aber die schönen alten Häuser und der alte, teilweise tückische Kopfsteinpflasterweg sind es auf jeden Fall wert in Ruhe mal durchzuschlendern.

Otis House

Otis House

Hinten an der Wand ist die große Bierauswahl zu sehen (aber wahrscheinlich keines dabei des schmeckt  )

Hinten an der Wand ist die große Bierauswahl zu sehen (aber wahrscheinlich keines dabei des schmeckt )

In Beacon Hill

In Beacon Hill

Wir waren ja jetzt im Norden des Boston Commons unterwegs, wo auch das Massachusetts State House liegt. Dieses erreichten wir scho nach kurzer Zeit, allerdings diesmal von der Rückseite aus. Auf dieser liegt auch der Ashburton Park, ein kleiner schöner Park, in dem wir weng Pause machten und die Leute beobachteten die ins State House rein oder raus sind.

Im Ashburton Park

Im Ashburton Park

State House von hinten (links ein kleines Stück der goldenen Kuppel)

State House von hinten (links ein kleines Stück der goldenen Kuppel)

Kurz erholt gings weiter durch Beacon Hill, westwärts Richtung Charles River, an dem wir dann ein Stück entlang laufen wollten. Die Mt Vernon Street führte uns dorthin. An ihr lagen teilweise ziemlich große Wohnhäuser, für die man denk ich ganz schön Kleingeld braucht, wenn man einziehen will. Rechts von der Straße kommt nach einigen Metern der Louisburg Square, ein kleiner, rechteckiger Park, der umzäunt und verschlossen war, warum auch immer... Um ihn herum waren wiedermal schöne Wohnhäuser, mit einer Vielzahl von deutschen Autos der teureren Kategorie davor. Einige parkten aber net so glücklich und sind scho mal vorne mit ihrem Auto am Gehsteig aufgesetzt. Fast gegenüber auf der linken Seite der Mt Vernon Street liegt die schmalste Straße Bostons, die Acorn Street, die wir natürlich auch kurz anschauen mußten

Mal ein größeres Wohnhaus in Beacon Hill (zumindest ein Teil davon  )

Mal ein größeres Wohnhaus in Beacon Hill (zumindest ein Teil davon )

Louisburg Square

Louisburg Square

Am Louisburg Square

Am Louisburg Square

Acorn Street

Acorn Street

Am Ende der Mt Vermont Street angekommen gings über den Storrow Drive rüber zur Charles River Esplanade. Diese wollten wir ein Stückchen Richtung Westen laufen. Wir trafen bei einer kleinen Bühne auf die Esplanade. Die zertrampelte Wiese dort sah ziemlich trostlos aus, aber ich denk an nem schönen Sommerabend wirds hier bei einem Konzert sicherlich ganz schön sein. Unser Weg an der Esplanade entlang verlief auf einer langezogenen Insel, die parallel zum Ufer liegt und durch ein paar kleine Brücken mit diesem verbunden ist. Hier waren ziemlich viele, weibliche, Jogger unterwegs Hat uns gewundert, daß so viele Jogger unterweges waren, denn schließlich wars ja früher Nachmittag an nem Montag.

Bühne an der Charles River Esplanade

Bühne an der Charles River Esplanade

Charles River

Charles River

Als die Insel zu Ende war ging die Charles River Esplanade neben dem Storrow Drive entlang. An der Harvard Bridge haben wir sie verlassen und sind der Massachusetts Avenue Richtung Süden gefolgt, um Richtung Fenway Park zu laufen. Bevors dahin ging machten wir aber nen Abstecher zum Citgo Sign am Kenmore Square. Das Schild des Mineralölunternehmens ist mittlerweile zum Wahrzeichen des Kenmore Square geworden. Ca. 1979 wurde es symbolisch für die Energieeinsparungen ausgeschaltet und sollte 4 Jahre später stark mitgenommen abmontiert werden. Doch der Protest war so groß, daß es erneuert wurde und mittlerweile durch LEDs und nimmer durch Neonröhren beleuchtet wird. Man soll es bei Fernsehübertragungen der Red Sox Spiele im Fenway Park sehen können.

An der Massachusetts Avenue

An der Massachusetts Avenue

Citgo Sign am Kenmore Square

Citgo Sign am Kenmore Square

Vom Kenmore Square aus mußten wir nur noch über die I90 laufen und waren gleich am Fenway Park. Der Fenway Park ist seit 1912 das Stadion der Baseballmannschaft Boston Red Sox und damit das älteste Baseballstadion in Amerika, welches noch benutzt wird. Das Maskottchen, "Wally, the Green Monster" ist nach einer großen Wand im Inneren des Stadions benannt. Auf dieser befindet sich immer noch eine manuelle Anzeigentafel, sonst ist die große Mauer grün gestrichen, daher der Name "Green Monster". Von der damaligen Eröffnung des Stadions wurde kaum berichtet, denn genau zu der Zeit ging die Titanic unter, worüber natürlich hauptsächlich berichtet wurde.
Man kann an Führungen durchs Stadion teilnehmen, uns langte aber ein kleiner Rundweg ums Stadion herum, wo man typischerweise einige Kneipen fand.

Fenway Park

Fenway Park

dito

dito

Apropos Kneipen, wir hatten langsam Hunger. Susanne hatte neben dem Union Oyster House von ihrem Freund noch einen Essenstipp bekommen, diesmal ein Inder, welcher zufällig genau auf unserem weiteren Weg in der Newbury Street lag. Laut dem Freund, ein Inder, der beste Inder in Boston, namens Kashmir. Ich war noch nie indisch essen und hab vorsichtig mal nur ein Curry net zu scharf genommen. War sehr lecker, hat mich an eine Currykette in Japan erinnert. Da es mitten am späten Nachmittag war konnten wir sogar noch schön im Freien essen. Die Newbury Street ansonsten ist eine schöne lange Straße, die wahrscheinlich früher mal eine Wohnstraße war. Heute sind in den alten Wohnhäusern zumindest im Erdgeschoß und Keller viele Läden, Boutiquen, Bars und Restaurants, eben auch das Kashmir. Nach dem Essen schlenderten wir die Newbury Street Richtung Osten weiter bis zur Exeter Street, welche südwärts direkt zu unserem Hotel führte.

Newbury Street

Newbury Street

dito

dito

Am Hotel angekommen wollten wir erst weng Pause machen und dann nochmal losgehen. Da wir hier beim Einchecken kein WLAN für nen Aufpreis genommen haben, sind wir weng in die Lobby, dort wars umsonst. Hauptgrund für die Internetnutzung war es, für morgen eine Route raus aus Boston zu finden. Denn ab morgen haben wir ein Mietauto, welches wir vom Flughafen abholen. Wir haben uns Zeit gelassen und so wurde es dann scho langsam dunkel. Zurück aufm Zimmer hatten wir dann beide keine große Lust mehr und sind gar nicht mehr weg. Als Essen gabs noch weng Knabberzeug, welches wir im Supermarkt gegenüber vom Hotel gekauft haben.

© Andy S., 2014
Du bist hier : Startseite Amerika USA Boston - 09.09.2013
Die Reise
 
Worum geht's?:
Start der Reise ist Boston. Von da aus mit dem Mietwagen an der Küste bis nach Nova Scotia. Durch New Brunswick gehts nach Québec mit Québec City und Montréal. Zurück Richtung Boston dann durchs ländliche Neuengland. Dies ist ein Nachbericht.
Details:
Aufbruch: 07.09.2013
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 29.09.2013
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Kanada
Der Autor
 
Andy S. berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors