Historische Stätten in Libanon und im Königreich Jordanien

Libanon-Reisebericht  |  Reisezeit: Oktober / November 2019  |  von Thalia&Christine R

18.10.2019: Anreise

Meine familiäre Situation ist momentan etwas angespannt und ich muss bis zum Schluss damit rechnen dass ich die Reise nicht antreten kann.
Deshalb habe ich kaum Buchungen vorgenommen.
Lediglich die erste Übernachtung im relativ teuren "Hostel Beirut"
Hier gibt es zwar nur Betten im Schlafsaal, aber nach meinen Recherchen bekommt man hier gute Touren vermittelt und findet auch gut Anschluss zu anderen Leuten
.

Gestern Abend habe ich noch ein Zugticket für die Fahrt zum Airport Hannover gebucht. Diese kurze Fahrt kostet tatsächlich genau so viel wie der Rückflug von Aquaba nach Genf....�

Da bin ich mit ganzen 7kg für knapp 3 Wochen

Da bin ich mit ganzen 7kg für knapp 3 Wochen

Ich bin die einzige Frau ohne Kopftuch...

Ich bin die einzige Frau ohne Kopftuch...

Ich habe gestern noch zum "Hostel Beirut" gemailt und auch prompt Antwort bekommen.
Leider gibt es keine freien Betten für uns um eine weitere Nacht zu bleiben.
Aber ich bekomme eine Adresse vom "white taxi" hier kann ich uns für 20 US$ abholen lassen.
Hier ist die mailadresse für euch: reservation@whitetaxi.me

Ich bekomme sofort eine Bestätigung. Das scheint zu klappen.
In den Foren wird auch davor gewarnt nach Einbruch der Dunkelheit auf eigene Faust vom Airport zu fahren.

Eigentlich sollten wir um 13Uhr starten und um 18Uhr in Beirut landen.
Aber mehrere Passagiere haben es sich anders überlegt und fliegen nicht mit.
Von denen müssen nun die Koffer gesucht und ausgeladen werden.
Das dauert....

Eigentlich sollten wir um 13Uhr starten und um 18Uhr in Beirut landen.
Aber mehrere Passagiere haben es sich anders überlegt und fliegen nicht mit.
Von denen müssen nun die Koffer gesucht und ausgeladen werden.
Das dauert....

Es geht auf 15 Uhr zu und ich erfahre von einer jungen Libanesin, dass es im Libanon wohl gerade Aufstände gegen die Regierung gibt. Keine Züge und Nahverkehrsmittel fahren.
Ich Google schnell und sehe , dass es da tatsächlich nicht gut aussieht. Bilder von brennenden Autos auf den Straßen und Menschentumulte.
Mehrere verlassen das Flugzeug....

Als wir endlich abheben, ist der Flieger nur noch halb voll und es befinden sich nur noch eine Handvoll Europäer darin.
Vor uns sitzt ein Hühne von Mann. Ein junger Libanese. Er zeigt uns ein Video, welches er gerade von seinem Bruder aus Beirut bekommen hat. Wir sehen Tumulte auf den Straßen. Es sind wohl alle Straßen um das Flughafengelände gesperrt. Wir müssen zu Fuß herausgehen um dann außen ein Fahrzeug zu bekommen.
Unser Hostel kennt er. Es liegt zum Glück nicht so weit entfernt vom Airport.
Wie immer bei Flügen mit arabischen Gästen ist auch auf diesem Flug die Stimmung gut.
Es kommt einem vor, als befände man sich in einer gut besuchten Kneipe: jeder redet kreuz und quer mit den anderen `ber die Sityreihen hinweg und die G´nge sind voll. Man könnte meinen , jeder kennt hier jeden und wäre das Rauchen hier erlaubt, würde der Gang voller Wasserpfeifen stehen.
Und es wird hier gekauft und geschlemmt was das Zeug hält. Noch nie habe ich in einem Billigflieger so viele Käufe erlebt wie hier. Selbst auf dem 14-stündigen Flug von Jakarta bis Berlin nicht.
Die Stewardessen gehen mindestens 5x den Gang auf und ab

Wir landen mit gro’er Verspätung in Beirut. Einreiseformalit´ten gehen fix.
Aber das Taxi ist nicht zu finden. Private Taxen dürfen wegen der besonderen Situation nicht bis zum Flughafen reinfahren.
Es dauert lange bis wir ihn gefunden haben und sicher in seinem Bus sitzen.
In der Stadt ist die Hölle los. Speziell um den Airport herum.

Überall sind die Straßen blockiert und überall brennt es. Jugendliche mit Masken von „Anonymus“ laufen herum und klopfen an unseren Bus. Die sehen so gruselig aus und ich sinke immer tiefer in meinen Sitz. Unser Fahrer Rabih wimmelt alle ab und entschuldigt sich 1000x bei uns für das Dilemma.

Überall sind die Straßen blockiert und überall brennt es. Jugendliche mit Masken von „Anonymus“ laufen herum und klopfen an unseren Bus. Die sehen so gruselig aus und ich sinke immer tiefer in meinen Sitz. Unser Fahrer Rabih wimmelt alle ab und entschuldigt sich 1000x bei uns für das Dilemma.

Wir müssen viele Umwege fahren., weil die Straßen durch Feuer, brennenden Müll oder einfach durch riesige Steine versperrt sind.
Einmal fahren wir so dicht an einem Feuer vorbei, dass ich die Hitze im Fahrzeug spüre!
Dann sammeln wir noch Rabihs Frau ein. Er hat sich sehr um sie gesorgt und als er sie findet, herzt und küsst er sie erstmal.

Nach über einer Stunde Fahrt kommen wir endlich bei dem eigentlich nur 7km entfernten Hostel an

Nach über einer Stunde Fahrt kommen wir endlich bei dem eigentlich nur 7km entfernten Hostel an

Hier herrscht das übliche entspannte Backpacker-Leben

Hier herrscht das übliche entspannte Backpacker-Leben

Das Esszimmer

Das Esszimmer

Die Rezeption

Die Rezeption

Die Küche—aber hier kocht kaum einer—höchstens Tee

Die Küche—aber hier kocht kaum einer—höchstens Tee

Und der Schlafraum. Für uns sind die oberen Betten reserviert

Und der Schlafraum. Für uns sind die oberen Betten reserviert

Unser Schlummertrunk....

Unser Schlummertrunk....

Mal sehen wie das Ganze da draußen morgen bei Tageslicht aussieht.
Für die nächste Nacht haben wir uns auch ein richtiges Hotel gesucht., weil hier nur noch ein Bett frei war.
Es ist fast Mitternacht als wir in unsere Hochbetten kriechen.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Da bietet sich ein Feiertag mit ein paar Brückentagen wieder für einen kleinen Ausflug in den mittleren Osten an. Die Flüge sind nicht so weit und sehr günstig und hier gibt es viele historische Stätten zu besichtigen.Das Land "Libanon" schreckt erstmal viele ab--aber bei näheren Recherchen erweist es sich als ein interessantes Land, welches gut zu bereisen ist. Von der Hauptstadt Beirut ist es nur ein Katzensprung zum Nachbarland Jordanien um die sagenumwobene Stadt Petra zu sehen.
Details:
Aufbruch: 18.10.2019
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 05.11.2019
Reiseziele: Libanon
Jordanien
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/6):
Hanna 1573813660000
Liebe Chris­ti­ne,­
wie es der Zufall will, lese ich gerade die Au­to­biog­rap­hie von der Königin Noor von Jor­da­nien: "Im Geist der Vers­öhnung. Ein Leben zwischen zwei Wel­ten­"
Sie hat als A­meri­ka­nerin mit a­ra­bischen Wurzeln mit 26 Jahren König Hussein von Jor­da­nien ge­hei­ra­tet. Durch ihr Buch habe ich sehr viel über mehr die po­li­tische Si­tua­tion im a­ra­bischen Raum - spe­ziell der Pal­ästi­ners und Israel - vers­tan­den. Ich kann es dir zur "Nach­ve­rar­bei­tung" sehr ans Herz le­gen.­
Und danke euch, dass ich "dabei" sein durfte.
Martin 1572970167000
Liebe Chris­ti­ne,­

ich wollte jetzt mal - nach so vielen Jahren - schrei­ben, was für eine große Freude es ist, Dich als Autorin auf www.um­die­wel­t.de dabei zu haben! Danke, Chris­ti­ne!­!!

Lie­be Grüße,­
Dein Web­mas­ter
Hanna 1572539977000
Sehr ein­druck­svol­le Bilder von PETRA! Muss gleich mal etwas mehr über diesen Ort in Wi­ki­pe­dia lesen.