Historische Stätten in Libanon und im Königreich Jordanien

Libanon-Reisebericht  |  Reisezeit: Oktober / November 2019  |  von Thalia&Christine R

22.10.2019: Byblos - Baalbek - Byblos

Heute gehts auf jeden Fall weiter. Das tatenlose rumhängen an einem Ort ist nix für uns.

Unser heutiges Frühstück...zwei Dosen Thunfisch (da Fahdy auf sich warten lässt).

Unser heutiges Frühstück...zwei Dosen Thunfisch (da Fahdy auf sich warten lässt).

Da kommt endlich unser mobiles „Frühstückstaxi“. Fahdis Nichte nimmt es entgegen ...

Da kommt endlich unser mobiles „Frühstückstaxi“. Fahdis Nichte nimmt es entgegen ...

...und bringt es uns hinauf...

...und bringt es uns hinauf...

Und da ist unser langersehntes Frühstück, köstliches , warmes Fladenbrot gefüllt mit...

Und da ist unser langersehntes Frühstück, köstliches , warmes Fladenbrot gefüllt mit...

...mit Spinat und Zwiebeln (leicht säuerlich schmeckend)

...mit Spinat und Zwiebeln (leicht säuerlich schmeckend)

...mit Käse ...

...mit Käse ...

...mit Thymian und Sesam ...

...mit Thymian und Sesam ...

Ich beratschlage mit Fahdi was wir machen können. Er meint, mit dem local bus step by step bis Bischarri und von dort mit dem Sammeltaxi nach Baalbek oder mit dem local bus ebenso step by step in die andere Richtung—also über Beirut nach Sidon.
Step by step bedeutet immer von Straßensperre zu Straßensperre.
Leider ist unser Internet schon verbraucht, deshalb beschließen wir erstmal in die Stadt zu fahren um neues zu holen.
Über „Uber“ bestellen wir uns ein Taxi.
Unser Fahrer „John“ ist ein lustiger, gesprächiger Geselle—er spricht zwar kaum Englisch, aber Baalbek und Zahlen sind ja eindeutig. So bietet er uns eine Tour nach Baalbek, hin-und zurück für 120 US$an.
Da zögern wir nicht lange und schlagen ein!
Fix holen wir noch Internet (wieder für 20 Euro...... teuer...) und Geld aus dem ATM und los gehts!

Überall die Straßensperren, diesmal aber durch die Libanesische Armee bewacht...wir können  ohne Probleme passieren.

Überall die Straßensperren, diesmal aber durch die Libanesische Armee bewacht...wir können ohne Probleme passieren.

Mittlerweile ist es schon 11 Uhr vorbei als wir starten...

Mittlerweile ist es schon 11 Uhr vorbei als wir starten...

John stoppt an vielen Stellen, damit wir Fotos machen können....

John stoppt an vielen Stellen, damit wir Fotos machen können....

Die Landschaft in den Bergen, teils grün und üppiger Wuchs...

Die Landschaft in den Bergen, teils grün und üppiger Wuchs...

Baalbek liegt auf 1000m Höhe—also gehts gut bergauf über die Bekaa-Ebene

Baalbek liegt auf 1000m Höhe—also gehts gut bergauf über die Bekaa-Ebene

Die Straßen wird verbreitert und der Asphalt komplett erneuert, sowie die Fahrbahn gegen Steinschlag mit vor Ort gegossen Betonmauern geschützt.

Die Straßen wird verbreitert und der Asphalt komplett erneuert, sowie die Fahrbahn gegen Steinschlag mit vor Ort gegossen Betonmauern geschützt.

Hier passieren wir gerade den Bergpass, die Vegetation geht gegen Null.

Hier passieren wir gerade den Bergpass, die Vegetation geht gegen Null.

Die sogenannten „Kartoffellaster“ bringen frisches Obst und Gemüse von Baalbek an die Küstenstädte, wie Byblos und Beirut...unter anderem auch die Potatoes.

Die sogenannten „Kartoffellaster“ bringen frisches Obst und Gemüse von Baalbek an die Küstenstädte, wie Byblos und Beirut...unter anderem auch die Potatoes.

Wir fahren über eine Brücke unter der ein Gebirgsbach verläuft in dem die Stromleitungen kreuz und quer in dessen Bett offen mit verlegt wurden.

Wir fahren über eine Brücke unter der ein Gebirgsbach verläuft in dem die Stromleitungen kreuz und quer in dessen Bett offen mit verlegt wurden.

Erste Schleuse, Einfahrt Baalbek—hier waren auch Blockaden

Erste Schleuse, Einfahrt Baalbek—hier waren auch Blockaden

In Baalbek ist sehr viel Militär—weil wir so dicht an der syrischen Grenze sind...John umschifft alle Sperren geschickt.

In Baalbek ist sehr viel Militär—weil wir so dicht an der syrischen Grenze sind...John umschifft alle Sperren geschickt.

Wir stoppen öfter an den Militärposten und die Jungs schauen immer interessiert ins Auto. Sie freuen sich über etwas angenehme Abwechslung durch die wenigen Besucher.

Hier parken wir direkt gegenüber der Tempelanlage. John wird auf uns im Cafe warten. Es ist mittlerweile 13.30 Uhr und trotz der Höhe ist es heiß...

Hier parken wir direkt gegenüber der Tempelanlage. John wird auf uns im Cafe warten. Es ist mittlerweile 13.30 Uhr und trotz der Höhe ist es heiß...

Wir sind schon mal beeindruckt von der Größe und Weitläufigkeit der Anlage.

Wir sind schon mal beeindruckt von der Größe und Weitläufigkeit der Anlage.

Die Tempelanlagen von Baalbek enthalten einige der größten und am besten erhaltenen Beispiele für kaiserzeitliche römische Architektur im Nahen Osten

Die Tempelanlagen von Baalbek enthalten einige der größten und am besten erhaltenen Beispiele für kaiserzeitliche römische Architektur im Nahen Osten

Sie sind in ihrer Kunst- und historischen Bedeutung mit denen von Palmyra in Syrien und Gerasa in Jordanien

Sie sind in ihrer Kunst- und historischen Bedeutung mit denen von Palmyra in Syrien und Gerasa in Jordanien

Besondere Merkmale der Bauten sind der überaus reiche Bauschmuck und die Monumentalität der verwendeten Bauglieder.

Besondere Merkmale der Bauten sind der überaus reiche Bauschmuck und die Monumentalität der verwendeten Bauglieder.

Es gibt hier noch ungewöhnlich gut erhaltene Tempel. U.a. Den Bachustempel

Es gibt hier noch ungewöhnlich gut erhaltene Tempel. U.a. Den Bachustempel

Der Jupitertempel mit Podium—er und die Ceder sind das Wahrzeichen Libanons

Der Jupitertempel mit Podium—er und die Ceder sind das Wahrzeichen Libanons

...hier wurden die größten Steine der Welt verbaut..

...hier wurden die größten Steine der Welt verbaut..

Die Arbeiten der Anlage zogen sich bis ins 3.Jhd hin, als die Stadt ihren Höhepunkt erreichte

Die Arbeiten der Anlage zogen sich bis ins 3.Jhd hin, als die Stadt ihren Höhepunkt erreichte

Am Ausgang wieder Militär: Der Knabe hält sein Maschinengewehr und daddelt am Handy....

Am Ausgang wieder Militär: Der Knabe hält sein Maschinengewehr und daddelt am Handy....

Nach knapp 2 Stunden sind wir durch.
Gestern Abend habe ich noch einen Artikel vom „Palmyra Hotel“ gelesen, der mich so fasziniert hat, dass ich mir das Hotel unbedingt noch anschauen möchte.
Auszug aus dem Artikel:

„Das "Palmyra" im libanesisch-syrischen Grenzgebiet hat eine lange Geschichte. Hier schlafen aber nur Menschen, die sich nachts nicht fürchten“
Das Hotel eröffnete 1874 und blieb seitdem nicht einen Tag geschlossen.

„Der Sonnenuntergang ist grandios, aber dann geht man besser rein„

Das Hotel ist nur ein paar Meter vom Tempel entfernt. Wir gehen durch die fast menschenleeren Straßen. Der nahe Kriegsschauplatz versetzt alles in düstere Stimmung

Das Hotel ist nur ein paar Meter vom Tempel entfernt. Wir gehen durch die fast menschenleeren Straßen. Der nahe Kriegsschauplatz versetzt alles in düstere Stimmung

Tatsächlich ist hier im Hotel die Zeit stehen geblieben

Tatsächlich ist hier im Hotel die Zeit stehen geblieben

An der Rezeption sitzt ein Herr—ich frage nach den Zimmerpreisen: 86 US$ für das Doppelzimmer—wieder ein stolzer Preis, finde ich
Ich frage, ob ich mich umschauen darf und er nickt.
Außer einem Bediensteten, der durch die Hallen schleicht, erwartet mich wieder nur Leere—kein Wunder—nicht viele möchten in einem Ort übernachten, indem man die Schüsse aus dem 10km entfernten Syrien hört.

Es wurde lange nichts mehr investiert—und auch hier ist wieder alles menschenleer..

Es wurde lange nichts mehr investiert—und auch hier ist wieder alles menschenleer..

Hier sitzen sicher selten Gäste—sieht fast aus wie ein Museum

Hier sitzen sicher selten Gäste—sieht fast aus wie ein Museum

Kein seltener Anblick: bemannte Panzer—jederzeit einsatzbereit

Kein seltener Anblick: bemannte Panzer—jederzeit einsatzbereit

Einer der vielen bemannten Panzer. Wir sehen auch Wälle aus Sandsäcken, in denen Soldaten hocken. Der ganze Ort kommt einem vor wie ein Kriegsschauplatz, der gerade den Atem anhält—aber jederzeit wieder aktiv werden kann.

Einer der vielen bemannten Panzer. Wir sehen auch Wälle aus Sandsäcken, in denen Soldaten hocken. Der ganze Ort kommt einem vor wie ein Kriegsschauplatz, der gerade den Atem anhält—aber jederzeit wieder aktiv werden kann.

Hier genehmigen wir uns einen türkischen Kaffee. Ich darf auch mal an die Maschine....

Hier genehmigen wir uns einen türkischen Kaffee. Ich darf auch mal an die Maschine....

Gegen 16 Uhr machen wir uns auf den Rückweg. Wir sehen viele Felder auf denen „Haschisch“ angepflanzt wird. Wir denken erst, dass wir das falsch verstanden haben. Aber dank Google bekomme ich die Info, dass hier der „Rote Libanese“ -das ist eine Haschischsorte aus dem Libanon ähnlich dem „schwarzen Afghanen“ angepflanzt wird.
Dieser Hanfanbau wurde immer wieder verboten und erlaubt—jetzt aber seit 2007 werden wieder 7000-7500 Hektar dieser Hanfsorte angebaut.

Viele syrische Flüchtlingslager unterwegs...

Viele syrische Flüchtlingslager unterwegs...

Die rote Erde ist sehr fruchtbar und begehrt. John sucht sich einen großen Kannister und nimmt eine große Portion mit nach Hause

Die rote Erde ist sehr fruchtbar und begehrt. John sucht sich einen großen Kannister und nimmt eine große Portion mit nach Hause

Rote klumpige Erde für die Blumen daheim...

Rote klumpige Erde für die Blumen daheim...

Wir lassen uns in Byblos in der Nähe des Souk und am Hafen absetzen.
Ich buche uns ein Zimmer im „Byblos fishing club guesthouse“ direkt am Hafen
Leider bekommt man hier auch nur einen „Abstellraum“ für gute 74 US$—ohne Frühstück!

Der Hafen von Byblos in der Abenddämmerung

Der Hafen von Byblos in der Abenddämmerung

Das Restaurant des „Byblos Fisherman“

Das Restaurant des „Byblos Fisherman“

Mit toller Aussicht—da haben wir noch geglaubt, dass die Zimmer bestimmt toll sind!

Mit toller Aussicht—da haben wir noch geglaubt, dass die Zimmer bestimmt toll sind!

Naja...so sieht es dann aus—obwohl alle Zimmer frei sind, bekommen wir ausgerechnet eines mit einem Zustellbett.

Naja...so sieht es dann aus—obwohl alle Zimmer frei sind, bekommen wir ausgerechnet eines mit einem Zustellbett.

Vorhin haben wir schon den Wagen von „Frank Würst“ gesehen—ich erinnere mich, ihn im TV bei „Goodbye Deutschland“ gesehen zu haben—aber bestimmt nicht in Libanon.....??
Egal—als Joke suchen wir ihn auf.

Wir statten ihm einen Besuch ab und „genießen“ ein Hot-dog-menü für 10.000LL

Wir statten ihm einen Besuch ab und „genießen“ ein Hot-dog-menü für 10.000LL

Du bist hier : Startseite Asien Libanon Libanon-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
Da bietet sich ein Feiertag mit ein paar Brückentagen wieder für einen kleinen Ausflug in den mittleren Osten an. Die Flüge sind nicht so weit und sehr günstig und hier gibt es viele historische Stätten zu besichtigen.Das Land "Libanon" schreckt erstmal viele ab--aber bei näheren Recherchen erweist es sich als ein interessantes Land, welches gut zu bereisen ist. Von der Hauptstadt Beirut ist es nur ein Katzensprung zum Nachbarland Jordanien um die sagenumwobene Stadt Petra zu sehen.
Details:
Aufbruch: 18.10.2019
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 05.11.2019
Reiseziele: Libanon
Jordanien
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/6):
Hanna 1573813660000
Liebe Chris­ti­ne,­
wie es der Zufall will, lese ich gerade die Au­to­biog­rap­hie von der Königin Noor von Jor­da­nien: "Im Geist der Vers­öhnung. Ein Leben zwischen zwei Wel­ten­"
Sie hat als A­meri­ka­nerin mit a­ra­bischen Wurzeln mit 26 Jahren König Hussein von Jor­da­nien ge­hei­ra­tet. Durch ihr Buch habe ich sehr viel über mehr die po­li­tische Si­tua­tion im a­ra­bischen Raum - spe­ziell der Pal­ästi­ners und Israel - vers­tan­den. Ich kann es dir zur "Nach­ve­rar­bei­tung" sehr ans Herz le­gen.­
Und danke euch, dass ich "dabei" sein durfte.
Martin 1572970167000
Liebe Chris­ti­ne,­

ich wollte jetzt mal - nach so vielen Jahren - schrei­ben, was für eine große Freude es ist, Dich als Autorin auf www.um­die­wel­t.de dabei zu haben! Danke, Chris­ti­ne!­!!

Lie­be Grüße,­
Dein Web­mas­ter
Hanna 1572539977000
Sehr ein­druck­svol­le Bilder von PETRA! Muss gleich mal etwas mehr über diesen Ort in Wi­ki­pe­dia lesen.