Die Molukken und .....

Indonesien-Reisebericht  |  Reisezeit: Juli / August 2017  |  von Thalia&Christine R

27.07.2017: Manado-Morotai-Tobelo

Wir ordern uns für die Fahrt zum Airport wieder ein "Blue bird" Taxi an der Rezeption.
Die Fahrt dorthin kostet tatsächlich nur 75.000 IDR--überall wird der Airport-Shuttle mit 100.000 IDR offeriert.
Leider gibt es hier keine Apotheke--
aber wir bekommen wieder Geld am ATM!!
Hurraaa!!! ...

Wieder das Prozedre am Airport mit unseren Rucksäcken: wir fliegen wieder mit "WingsAir" und dürfen nur 10kg aufgeben--also wieder alles ins Handgepäck.
Wie auch beim letzten Flug werden wir gebeten uns nach vorne an den Notausgang zu setzen und bekommen die besondere Erklärung wie man im Notfall die Tür öffnet usw...
Wir wundern uns...ob man nur uns das zutraut??Keine Ahnung...

Wir fliegen nicht direkt nach Morotai, sondern haben eine Zwischenlandung in Ternate

Wir fliegen nicht direkt nach Morotai, sondern haben eine Zwischenlandung in Ternate

Wieder sind ein paar Inseln vom Flugzeug aus zu sehen..

Wieder sind ein paar Inseln vom Flugzeug aus zu sehen..

Das ist  Ternate mit dem Vulkan "Gamalama"

Das ist Ternate mit dem Vulkan "Gamalama"

Bei dem kurzen Stop in Ternate können wir diesmal sitzen bleiben. Passagiere steigen aus und neue wieder ein.

Wir landen in Morotai...

Wir landen in Morotai...

...und alle stehen im Schatten unter der Tragfläche

...und alle stehen im Schatten unter der Tragfläche

Wir sind die Einzigen die dann vor dem Flughafengebäude dumm rumstehen, aber es sind nicht viele Taxifahrer da. Einer ist sehr hartnäckig und will uns unbedingt fahren. Wir sagen, dass wir nach "Tobelo" wollen , also mit Speedboat. Das scheint er zu verstehen. Die Fahrt dorthin soll 50.000 IDR p.P. -Kommt uns zu viel vor, denn es sind laut Navi nur 4km dorthin.
Da unser Gepäck eh noch nicht da ist, harren wir aus und hoffen, dass es billiger wird.
Gepäck wird an diesem kleinen Airport gebracht und vor die Tür gestellt. Als es endlich da ist, holt der Taxifahrer eine junge FRau die Englisch spricht. Sie erklärt, dass der Preis hier normal ist-ein Auto kostet 250.000 IDR--da sind wir mit den 100.000 IDR noch gut dran--also willigen wir ein.."Willkommen auf den Molukken!"
Hier ist wieder alles etwas teurer als auf Sulawesi.

Welches wohl unser Speedboat ist?

Welches wohl unser Speedboat ist?

Wir fahren etwa 15 Minuten bis zum Hafen. ALs wir aus dem Taxi steigen, werden wir schon vom Gegröhle der dort wartenden Menschen begrüßt.
Als sie erfahren, dass wir nach Tobelo wollen, bricht Jubel aus.
Wir kennen das schon von einigen Inseln: Bei den Speedboaten wird so lange gewartet, bis eine bestimmte Anzahl Passagiere da sind und dann gestartet. Demzufolge wird unsere Ankunft bejubelt.
Die Tickets kosten 100.000 IDR p.P.
Das wußten wir schon im Vorfeld--hat Thalia recherchiert.
Die normale Fähre, die 1x am Tag fährt, kostet 35.000 IDR--braucht allerdings 5 Stunden.
Das Speedboat angeblich nur 1 Stunde.

Hier wurden wir freudig begrüßt. Und dann hocken wir uns auf den Boden im Schatten und warten sehnsüchtig auf weitere Passagiere...

Hier wurden wir freudig begrüßt. Und dann hocken wir uns auf den Boden im Schatten und warten sehnsüchtig auf weitere Passagiere...

Noch in Manado hat uns unser Guide Alex-den Thalia nur vom Internet kennt, also "Tripadvisor"-- 50.000 IDR Guthaben auf unsere Simkarte geladen. Das ist wieder her typisch: Das Vertrauen. Er kennt uns nicht und kann nicht sicher sein uns zu sehen und macht sowas für uns, ohne sicher zu sein ob er das Geld zurückbekommt.

Schon nach einer knappen Stunde ist es soweit: es geht los!
Thalia schreibt Alex eine Nachricht--er will uns abholen.
Wir klettern auf das schaukelnde Boot. Es gibt Einheimische, die sind sogar noch skeptischer als wir.
Etwa 20 Passagiere passen rein. Jeder hat noch ordentlich Gepäck dabei.
Mir gegenüber sitzt ein junges Paar, die sehr viel Wert auf ihr Äußeres zu legen scheinen. Er hat--wie hier Mode--gaaaanz lange Fingernägel..

Selfie im Speedboat

Selfie im Speedboat

Die Fahrt ist etwa 60 km lang und ganz schön schaukelig. Ich versuche zu dösen.Bei mancher hoher Welle quietschen die Einhimischen vor Angst--nicht so beruhigend für uns. Ich halte schon mal Ausschau nach Rettungswesten. Tatsächlich gibt es welchen, fein verpackt unter den Sitzbänken gegenüber. Dabei fällt mir auf, dass der gepflegte junge Mann mir gegenüber ebenso lange Fußnägel hat wie Fingernägel..!!!
Brrr...Jetzt bin ich aber abgelenkt und muß die immer anschauen...

Und wieder das Unmögliche: Alle haben Wasserflaschen dabei, trinken --Fenster auf und ab ins Meer mit dem Müll!!

Ich behalte mein Navi im Auge...auf der Mitte der Fahrt ist weit und breit kein Land zu sehen...im Notfall nix schwimmend zu erreichen...ich sage Thalia, dass wir zurück auf jeden Fall die Fähre nehmen--kein Speedboat.
Nach 1,5 Stunden erreichen wir den Hafen.
Wir müssen über 2 weitere schaukelnde Boote klettern um an den Steg zu kommen. Und das mit unseren Wunden und 4 Gepäckstücken.
Die großen Rucksäcke werden und gleich abgenommen und an Land gebracht. Ich klettere mühsam wie eine Oma über die nassen Boote und bekomme aber helfende Hände gereicht.
"Mrs Christine...?" Ah...das ist Alex--
Er ist mit Moped da und sucht uns ein "Bentok" das sind hier die "Tuktuks"
Da passen wir zu Zweit rein und auch 2 Gepäckstücke.

Ich bin erstmal entsetzt über die Stadt: düster, schlammig und dreckig!
Alles schwarz und dunkelgrau!
Besonders heftig nach dem blauen Meer.
Eine typische Vulkanstadt

Furchtbarer Ort, denke ich

Furchtbarer Ort, denke ich

Wieder werden wir hier wie Außerirdische begafft...

Wieder werden wir hier wie Außerirdische begafft...

Wir müssen durch große schwarze Pfützen waten...

Wir müssen durch große schwarze Pfützen waten...

Alex schlägt uns das Hotel "Alfa Mas" vor. Gute Lage zum Besuch von Restaurants und einkaufen.
Dort fühlen wir uns auch gleich wohl. Der Hausherr Arian und seine Tochter Chelsea werden uns vorgestellt. Chelsea soll dolmetschen, da sie Englisch kann, denn sie ist Schülerin von Alex. (Alex ist hauptberuflich Lehrer)
Aber das hält sich sehr in Grenzen, denn Chelsea ist erst 10 und SEHR schüchtern.
Arians Frau gehört eine Apotheke. Dort werden wir gleich hihngefahren. Es ist ein Witz: der Weg ist gerade mal 200m entfernt aber wahrscheinlich möchte man uns das große Auto präsentieren. Das aus dem Carport zu holen dauert so lange, in der Zeit wären wir 3x zu Fuß da gewesen.
Papa ist kompletter Chelsea Fan. Das ganze Auto ist in Blau-gelb gehalten, und mit Assecoires des Vereins geschmückt (Arme Tochter...)
Gegen Abend gehen wir in eine nahegelegenes Restaurant zum Fisch essen und treffen dort Alex, der uns die Tour für den nächsten Tag erklärt.
Er malt uns auf, dass wir etwa 2km vom Kraterrand entfernt campen. Dann frühmorgends bis auf 200m rangehen. Der Vulkan ist aktiv und bricht alle 20 Minuten aus. Das heißt nach einem Ausbruch laufen wir die 200Meter zum Kraterrand und können hineinschauen. Dann schnell wieder weg, vor dem nächsten Ausbruch.
Hört sich sehr spannend an.
Um 5.30 Uhr wollen wir starten. Der Weg ist nicht schwer, aber sehr lang.
Er hat uns für die ersten Kilometer ein Auto geordert--das ist sehr gut so.

Mal ein Beispiel von den Fußwegen hier: da sind einfach alle paar Meter so tiefe Löcher, ohne Absperrung die man im Dunkeln natürlich übersehen kann. Ein Sturz da hinein ist nicht Ohne...

Mal ein Beispiel von den Fußwegen hier: da sind einfach alle paar Meter so tiefe Löcher, ohne Absperrung die man im Dunkeln natürlich übersehen kann. Ein Sturz da hinein ist nicht Ohne...

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Versäumtes nachholen und neue Freunde wiedersehen...Nach meinem krassen Krankenhausaufenthalt auf Papua letztes Jahr, der mich um den Besuch der "Steinzeitmenschen" gebracht hat, wollen wir nun einen 2. Versuch starten. Vorher soll es aber zu den Molukkeninseln gehen. Wir hoffen, dass wir Kiky und Susi treffen und ich möchte das Krankenhaus noch einmal besuchen...
Details:
Aufbruch: 07.07.2017
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 06.08.2017
Reiseziele: Indonesien
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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