Einmal Zentralamerika und zurück

Costa Rica-Reisebericht  |  Reisezeit: November 2019 - April 2020  |  von Peter S.

01./02.01.20 Uvita, La Gamba

Carara Nationalpark

Die Nicoya Halbinsel lassen wir mal weg und Puntarenas hinter uns! Wir kehren ja nochmals nach Costa Rica zurück! Und Strände haben wir schon etliche gesehen. Uns zieht es etwas weiter südlich zum Carara Nationalpark. Mal durch den feuchten Wald zu wandern ist schon etwas Spezielles. Zudem ist der Carara NP nicht so stark besucht wie der Manuel Antonio NP, der allerdings der beliebteste in Costa Rica ist. Zuerst lesen wir die Verhaltensregel betreffs antreffen von Krokodilen im natürlichen Lebensraum.
Die Wege sind sehr gut und wir kommen trotz der feuchten Hitze tief in den Wald.
Längst ist das Surren der Automotoren verstummt.
Wir lesen die Instruktionstafeln und sind immer wieder erstaunt, wie vielfältig die Lebensgemeinschaften im Wald sind.

Man muss schon genau hinsehen... - eine grosse Spinne mit ihrem Netz! Giftig?

Man muss schon genau hinsehen... - eine grosse Spinne mit ihrem Netz! Giftig?

Ein vermeintlich liebliches Flüsschen

Ein vermeintlich liebliches Flüsschen

Aus sicherer Distanz dürfen wir diese netten Kerlchen dann beobachten

Aus sicherer Distanz dürfen wir diese netten Kerlchen dann beobachten

Dies ist die harmlose Version auf der andern Seite der Brücke

Dies ist die harmlose Version auf der andern Seite der Brücke

Wir sind fasziniert vom Wald mit all seinen Pflanzen und Bäumen

Wir sind fasziniert vom Wald mit all seinen Pflanzen und Bäumen

Pilze - nur kennen sollte man sie!

Pilze - nur kennen sollte man sie!

Es ist nun um die Mittagszeit - allzu viel ist nicht los im Nationalpark. Die Vögel sind verstummt und ruhen.
Nach der zweistündigen Wanderung sind wir völlig verschwitzt - gesehen haben wir Etliches! Nur müsste man wohl eher frühmorgens für eine solche Tour starten - für uns reicht es heute! Bei Leomobil ziehen wir uns um und machen uns für die Weiterreise nach Uvita startklar.
Im Ballena Nationalpark beziehen wir einen Stellplatz ganz in Meeresnähe. Uvita selber liegt ca. 200 km südwestlich von San José. Der NP Ballena liegt grösstenteils im Wasser und schützt eines der grössten Korallenriffe am Pazifikstrand. Das Riff selber besteht aus fünf verschiedenen Korallenarten und vielen Fischschwärmen.

Für den Silvesterabend haben wir uns einen Tisch in einem Hotel reservieren lassen! Als Aperitiv gibt's eine Piña Colada.

Für den Silvesterabend haben wir uns einen Tisch in einem Hotel reservieren lassen! Als Aperitiv gibt's eine Piña Colada.

Die Vorspeise

Die Vorspeise

und der Hauptgang

und der Hauptgang

Hat alles hervorragend gemundet! Auf eine Nachspeise haben wir allerdings verzichtet! To much!

Hat alles hervorragend gemundet! Auf eine Nachspeise haben wir allerdings verzichtet! To much!

Reisen macht bekanntlich müde, hier insbesondere, denn die feuchte Hitze macht uns ganz ordentlich zu schaffen! So schlummern wir zufrieden mit dem vergangenen und voller Erwartungen dem neuen Jahr entgegen!

Trotz allem - "Prosit Neujahr!"

Trotz allem - "Prosit Neujahr!"

Und allen ein glückliches, zufriedenes Neues!

Und allen ein glückliches, zufriedenes Neues!

Den Neujahrstag verbringen wir geruhsam und entsprannt!

Den Neujahrstag verbringen wir geruhsam und entsprannt!

Ein ausgedehnter Strandspaziergang ist angesagt

Ein ausgedehnter Strandspaziergang ist angesagt

Was sich im feuchten Sand wohl alles verbirgt und seine Spuren zieht?

Was sich im feuchten Sand wohl alles verbirgt und seine Spuren zieht?

Schwer hängen die Dampfwolken des Regenwaldes in der Luft! Es ist ungewöhnlich heiss, feucht und stickig! Sauna pur!

Schwer hängen die Dampfwolken des Regenwaldes in der Luft! Es ist ungewöhnlich heiss, feucht und stickig! Sauna pur!

Der schwere Dunst entlädt sich bald in einem Gewitter und so verziehen wir uns in Innere von Leomobil!
Tags darauf fahren wir weiter südlich nach La Gamba zu einer Tropenstation. Hier erhalten wir die Erlaubnis zu campieren.

La Gamba, die Tropenstation der Österreicher und der Universität Wien

Es handelt sich hier um eine Forschuns-, Lehr- und Weiterbildungsinstitution, welche sich zum Ziel gesetzt hat, einen Beitrag zur Erforschung des tropischen Regenwaldes zu leisten und Interesse für die Erhaltung des Regenwaldes zu wecken und Naturinteressierten die Möglichkeit zu bieten, ihr Naturverständnis zu vertiefen.
Dieser artenreiche tropische Wald umfasst 142 km² und konnte durch die Initiative des Vereins Regenwald vor der Abholzung bewahrt werden.

Diese Tierarten könnte man im Regenwald entdecken! (insofern man die Tiere erspähen kann!)

Diese Tierarten könnte man im Regenwald entdecken! (insofern man die Tiere erspähen kann!)

Wir beschränken uns mal auf einen Rundgang - hier eine Kakaopflanze

Wir beschränken uns mal auf einen Rundgang - hier eine Kakaopflanze

Schwarzer Pfeffer

Schwarzer Pfeffer

Viele Pflanzen sind uns völlig unbekannt!

Viele Pflanzen sind uns völlig unbekannt!

aber wunderschön zu betrachten

aber wunderschön zu betrachten

Zur Abwechslung mal was Tierisches! Ebenso bunt!

Zur Abwechslung mal was Tierisches! Ebenso bunt!

Wir sind restlos begeistert über das Gesehene! Wow - es gilt die Welt zu entdecken!

Wir sind restlos begeistert über das Gesehene! Wow - es gilt die Welt zu entdecken!

Aus der im Jahre 1993 angekauften Wellblechhütte haben zwei österreichische Biologen, Werner Huber und Anton Weissenhofer, mit Unterstützung des „Vereins Regenwald der Österreicher“ und der Universität Wien die Tropenstation La Gamba, geschaffen. Die Station umfasst mehrere Gebäude, eine wissenschaftliche Ausstattung und einen botanischen Garten.
Seit vielen Jahren engagieren sich die Mitarbeiter der Tropenstation auch für Entwicklungshilfeprojekte der Region. So wurden zum Beispiel die früheren Holzfäller als Nationalpark-Rangers und Landschaftspfleger ausgebildet.

Ein österreichischer Student, der hier an seiner Masterarbeit feilt, erklärt uns den Sinn der Station und auch seiner Arbeit! Pflanzen und Tiere leben symbiotisch in einer Lebensgemeinschaft. Und diese Zusammenhänge erforscht er!
Wir sind natürlich hell begeistert über die Frage, ob wir Interesse hätten, eine von ihm soeben eingefangene Schlange zu sehen! Sie wird übrigens an der gleichen Stelle wieder ausgesetzt, wo sie eingefangen wurde!

Es handelt sich hier um eine Korallenotter. Zwar gibt es verschiedene Arten, aber alle besitzen ein hochwirksames Neurotoxin und bei den meisten Arten kann auch ein Myotoxin nachgewiesen werden, welches das Muskelgewebe angreift. Ein Biss wirkt innerhalb von 24 Stunden tödlich, allerdings gibt es heute verschiedene wirksame Antitoxine.

Es handelt sich hier um eine Korallenotter. Zwar gibt es verschiedene Arten, aber alle besitzen ein hochwirksames Neurotoxin und bei den meisten Arten kann auch ein Myotoxin nachgewiesen werden, welches das Muskelgewebe angreift. Ein Biss wirkt innerhalb von 24 Stunden tödlich, allerdings gibt es heute verschiedene wirksame Antitoxine.

Panama

Hochzufrieden über all das Gesehene fahren wir weiter! Heute gilt es den Grenzübergang nach Panama zu schaffen. In guter Zeit schaffen wir das und weil wir am Morgen zeitig weggefahren sind, fahren wir bis nach Las Lajillas, einem Küstenort am Pazifik.

Panama Landkarte

Leomobil - gut getarnt am Strand von Las Lajillas!

Leomobil - gut getarnt am Strand von Las Lajillas!

Allerdings - was wir hier antreffen steht diametral im Gegensatz zu dem Gesehenen in La Gamba! Wir sind uns bewusst, dass das Überreste von Silvester - Neujahr sind! Aber solche "Sauereien" sollten einfach nicht gestattet sein (sind es vermutlich auch nicht!) Aber der Kommerz geht den Campingplatzinhabern wohl vor!

Haufenweise liegen die Getränkedosen da, auch Karton, Flaschen, Speisereste etc.
Weshalb tun Menschon so etwas? Faulheit, Respektlosigkeit>?

Haufenweise liegen die Getränkedosen da, auch Karton, Flaschen, Speisereste etc.
Weshalb tun Menschon so etwas? Faulheit, Respektlosigkeit>?

Selbst die "Gesundheitspolizei" ist vor Ort - Geier suchen entsprechend nach Futter!
Einen kleinen Strandabschnitt säubere ich selbst! Im Nu ist ein grosser Plasticbeutel voller Abfall beisammen!

Selbst die "Gesundheitspolizei" ist vor Ort - Geier suchen entsprechend nach Futter!
Einen kleinen Strandabschnitt säubere ich selbst! Im Nu ist ein grosser Plasticbeutel voller Abfall beisammen!

Ein stimmiger Abend trotz allem!

Ein stimmiger Abend trotz allem!

Und fantastische Blicke am andern Morgen zum Pazifik!

Und fantastische Blicke am andern Morgen zum Pazifik!

Schade - es könnte so schön sein! Erwähnen muss ich letztlich doch noch, dass die Inhaber des Platzes am Morgen aufgeräumt haben - ob der Sandstrand auch eine Verschönerung erlebt hat, entzieht sich meiner Kenntnis!

Schade - es könnte so schön sein! Erwähnen muss ich letztlich doch noch, dass die Inhaber des Platzes am Morgen aufgeräumt haben - ob der Sandstrand auch eine Verschönerung erlebt hat, entzieht sich meiner Kenntnis!

© Peter S., 2020
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ich freue mich, wiederum unterwegs zu sein!
Details:
Aufbruch: 20.11.2019
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 21.04.2020
Reiseziele: Mexiko
Guatemala
Belize
El Salvador
Nicaragua
Costa Rica
Panama
Der Autor
 
Peter S. berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
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