Zwei Schwarzwälder auf Bootstour

Frankreich-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai - Juli 2019  |  von Agnes Jenne

Resümee

Resümee

Die SAONE lässt sich sehr gut befahren. Das Wasser fließt ruhig und gemächlich dahin. Sie wartet mit vielen Freizeithäfen auf.

Die RHONE mit ihren Weinorten hat uns sehr gut gefallen. Glücklicherweise kein Hochwasser, nur der Mistral zwingt oft zum Festmachen und Warten. Schade, dass nur wenige Häfen und Anleger für Freizeitboote da sind. Die Strecken zwischen den vorhandenen Häfen werden zu lange und viele Ortschaften, die sehenswert gewesen wären, kann man nicht ansteuern.
Der CANAL RHONE A SETE
ist ein besonderes Erlebnis. Man fährt zwischen Salzseen durch den ausgehobenen Kanal. Viele Wasservögel lassen sich bestaunen. Bei Sete mündet der Kanal in den Etang du Thau, die Wiege der Austernzucht. Die Windverhältnisse müssen auch dort zuerst erfragt werden, denn bei starkem Wind ist die Überfahrt gefährlich und verboten.
Der CANAL DU MIDI
Ein gigantisches Bauwerk, was auf jeden Fall verdient, zum Weltkulturerbe zu gehören. Dazu die wunderbaren Städte wie Beziers, Carcassonne, Castelnaudary und Toulouse und viele andere sind einfach sehenswert.
Die fehlenden Bäume über viele Kilometer nehmen dem Kanal den Charme.
Aber es wird viel für die Aufforstung der Bäume getan. Ein Beispiel zu den angegebenen Kosten ist: 1 km Neuanpflanzung der Bäume beläuft sich auf 97.000 Euro. Der Kanal ist 240 Kilometer lang.
Die Häfen sind oft belegt von Charterbooten, so dass Privatboote vielmals keinen Platz finden.
Unser Eindruck war, dass insbesondere die Wasserqualität sehr schlecht ist und die Boote mit Abwassertanks ausgerüstet werden sollten.
CANAL DE GARONNE
Die ersten paar Kilometer nach Toulouse sind nicht charmant. Man fährt durch Industriegebiete. Aber danach wird der Kanal sehr schön. Aus Zeitgründen konnten wir diesen Kanal nur bis Moissac befahren

Insgesamt war unsere Stecke 1.804 km lang und es waren 264 Schleusen zu meistern. Darin enthalten sind die Schleusentreppe von Fontannes mit 7 Stufen, die Schleusentreppe von Castelnaudary mit 4 Stufen sowie 4 Schleusen mit 3 Stufen,sowie 12 Doppelschleusen.

Wir haben viel über Wasserstraßen Frankreichs und unser Boot gelernt und es ist schön, Menschen aus aller Herren Länder kennen zu lernen.
Eines haben wir ganz besonders gelernt - eine solche Reise kann man nicht minutiös planen. Der Zeitplan wird vom Wetter und den Schleusen bestimmt. 8 Wochen waren veranschlagt und dabei dachten wir, wir kommen viel weiter. 10 Wochen sind es geworden. Danke an unsere liebe Evi die Haus und Hund betreut hat und einfach die 2 Wochen angehängt hat.

Übrigens, für Hunde wäre solch eine Reise sehr strapaziös. Die Enge und Hitze auf einem Schiff bekommt weder Hund noch Mensch. Lieber das geliebte Tier in Obhut geben.
Unsere französischen Nachbarn behalten wir in sehr guter Erinnerung, all die SchleusenwärterInnen und die HafenmeisterInnen. Überall sind wir freundlich und zuvorkommend aufgenommen worden.
Wir freuen uns auf die Planung der nächsten Reise auf den Kanälen und Flüssen Frankreichs.

© Agnes Jenne, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Der große Traum meines Mannes hat sich erfüllt. Er hat sich ein Boot gekauft, um sein Rentnerdasein mit Bootstouren aufzupeppen. Das Boot steht nun noch im Burgund, genauer in St. Jean de Losne und wartet darauf, fertig geputzt und poliert ins Wasser gelassen zu werden. Losgehen soll unsere Reise am 18. Mai 2019 auf der Saone Richtung Rhone und dann ab ans Mittelmeer.
Details:
Aufbruch: 18.05.2019
Dauer: circa 8 Wochen
Heimkehr: Juli 2019
Reiseziele: Frankreich
Der Autor
 
Agnes Jenne berichtet seit 3 Monaten auf umdiewelt.
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