Ins Land der Skipetaren

Mazedonien-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai 2018  |  von Herbert S.

Sveti Naum

Der Tagesausflug nach Mazedonien führt uns zur vierten UNESCO-Welterbestätte: Der Ohridsee, die Stadt Ohrid und der Galicica-Nationalpark mit dem Kloster Sveti Naum gehören alle dazu.

in Mazedonien ist plötzlich alles in kyrillischer Schrift angezeigt

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Wenige Kilometer östlich am Südufer entlang erreichen wir dann bald hinter Pogradec die mazedonische Grenze. Der Grenzübertritt dauert ca. 45 min.

für uns inzwischen ungewohnt - Grenzschlagbäume

für uns inzwischen ungewohnt - Grenzschlagbäume

Noch am südöstlichen Ufer des Sees gelegen erreichen wir bald Sveti-Naum, mit einem stark frequentierten Park und einem Kloster mit orthodoxer Kirche.
Ist der Eintritt kostenfrei, so muß man an anderen Stellen abkassieren. (Parkplatz und Toiletten)

Die Zugangsstraße zum Kloster führt an einem touristisch voll erschlossenen Wasser entlang, an dem man bereits massiv zum Bootsfahren aufgefordert wird.

Die Zugangsstraße zum Kloster führt an einem touristisch voll erschlossenen Wasser entlang, an dem man bereits massiv zum Bootsfahren aufgefordert wird.

Doch wir wollen zum Kloster Sveti Naum, das vom heiligen Naum Ende des 9. Jahrhunderts gegründet wurde. Die heutige Anlage wurde nach einem nahezu alles außer der Klosterkirche zerstörenden Feuers nach 1870 wieder errichtet.

Heute gibt es keinen Konvent mehr und nur die Klosterkirche, eine typische dreischiffige Kreuzkuppelkirche, wird noch für sakrale Zwecke genutzt.
Der heilige Naum wird bis heute als Heiliger der Bulgarisch-Orthodoxen-Kirche gesehen und als Eroberer der Bulgaren – was den Glauben betrifft – gefeiert. Viele Jahre lebte er im Ort Ohrid und war unter anderem an der Schaffung der altkirchenslawischen Schriftsprache beteiligt.

Das Innere der Kirche ist voller Fresken, die Szenen aus dem Leben Naums sowie denjenigen anderer Slawenapostel darstellen.

Die Kirche wird heute von zahlreihen Pilgern besucht, die z.T. im ehem. Konvent, das zum Hotel umgebaut wurde, nächtigen können.

auch wir zünden jeder eine Kerze an

auch wir zünden jeder eine Kerze an

Etwas unterhalb der ehemaligen Klosteranlage befindet sich ein weiteres Kirchlein St. Petka, idyllisch gelegen und auch nicht überlaufen.

© Herbert S., 2018
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ein Artikel in der Welt 'Albanien und die unentdeckten Traumstrände Europas' bot mit 34 Fotos der Autorin interessante Aspekte in bezug auf Architektur und Kultur. Die Strände interessieren uns zwar weniger, waren aber auch nicht Schwerpunkt des Artikels. Lange in Vergessenheit geraten, wurden wir durch einen Prospekt eines bekannten Discounters auf eine preiswerte Variante für Albanienreise aufmerksam und zögerten nicht lange zu buchen.
Details:
Aufbruch: 08.05.2018
Dauer: 8 Tage
Heimkehr: 15.05.2018
Reiseziele: Albanien
Mazedonien
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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