Wer will nochmal, wer hat noch nicht? Zum zweiten Mal in die Versilia

Italien-Reisebericht  |  Reisezeit: Juli 2019  |  von Kathrin Hentzschel

Deutsche Planung, jawoll;-)!

Der Markt in Massa findet heute statt, und das Ganze wird von uns generalstabsmäßig geplant: Genügend Kleingeld für Parkautomaten und den 1-Euro-Klamottenstand, Badesachen, weil die marmornen Badefelsen in der Nähe sind, und genügend zu essen und zu trinken.

Und das wird belohnt: Das Auto steht kühl für kostenlose zwei Stunden in einem Parkhaus direkt am Markt, ich kann meinen Vorrat an Haarkämmen wieder aufstocken und finde natürlich Oberteile und Röcke für insgesamt 5 Euro, und hernach haben wir auch gleich einen Parkplatz direkt vor der Felsenmole. Ein leichter Wind geht, es ist nicht überfüllt, und wir haben viel Spaß mit der einheimischen Bevölkerung, als eine Signora mit Sonnenbrille ins Wasser springt. Sie nimmt es mit Humor, wir alle helfen suchen, und als ein Held sie aus der Tiefe befördert, applaudieren alle: „Bravissimo!“

Dass Marmor unter dem Fußrücken SEHR weh tut, merkt man mir (fast) nicht an ...

Dass Marmor unter dem Fußrücken SEHR weh tut, merkt man mir (fast) nicht an ...

Ein weiterer Korsar  (pardon, Korsarin) der Lüfte. Sie weiß, dass hier auf den Feslen gern gegessen wird und immer etwas abfällt.

Ein weiterer Korsar (pardon, Korsarin) der Lüfte. Sie weiß, dass hier auf den Feslen gern gegessen wird und immer etwas abfällt.

Während Urban am Abend das Geschirr spült (danke!), spaziere ich zum Steinkreis, setze mich auf den noch sonnenwarmen Mittelstein und genieße die Ruhe. Vor mir ist die Sonne längst hinter den mächtigen, bewaldeten Bergflanken verschwunden. Doch Meditieren ist nicht – Schnaken haben leider keinen Respekt vor der höheren Spiritualität.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Zwei Mal hintereinander an denselben Ort?! Eigentlich sind wir doch noch nicht in dem Alter … Dochdoch, das geht, wenn man sich dort erstens bereits im letzten Jahr sehr wohl gefühlt hat. Und man zweitens Höhepunkte einplant. Zum einen hatte ich diesmal die Goldfüchsin, mein Rennrad, dabei und mir extra schicke Radklamotten gekauft. Wenn ich schon nichts auf der Kette habe, dann will ich wenigstens in Schönheit sterben! Zudem „bella figura“ in Italien Pflicht ist.
Details:
Aufbruch: 07.07.2019
Dauer: 14 Tage
Heimkehr: 20.07.2019
Reiseziele: Italien
Der Autor
 
Kathrin Hentzschel berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/3):
Rosa 1565773024000
Liebe Kat­hrin, herr­lich zu lesen Dein Rei­se­bericht. Und Deine spor­tlichen Ak­ti­vit­äten ? Res­pekt. Grüße Rosa
Erika 1564633600000
Liebe Kat­hrin, wie schön Euer Rei­se­berer­icht aus der Toskana auf au­ßer­gew­öhn-
lichen Pfaden, abseits der Tou­ris­ten­ströme. Und die Bilder sind auch wieder beson­ders.

Annette 1564574545000
Hallo, Kat­hrin­,
tol­ler Bericht! Res­pekt, so viel Kultur und Sport schaffe ich nicht in einem Jah­r!
Und nat­ürlich ist es super, immer am gleichen Ort Urlaub zu machen: Man weiß, worauf man sich freuen kann und wo im Notfall die Phar­ma­cia is­t.
Gruß Annette