SÜD-Balkan Motorradtour 2026
Strpce-Rila Kloster, 26+27.5. Dienstag+Mittwoch
Kosovo-Nordmazedonien
Diese Etappe geht über zwei Tage, und schon am ersten Tag ging es im Kosovo über übel gefräste, geschotterte oder teilweise weggebrochene Straßen. Danach in Nordmazedonien, nach einem völlig problemlosen Grenzübertritt, über kleinste Strassen durch das Jakupica Gebirge im Mavrovo Nationalpark. Die Straßen waren von Anfang an schwierig zu fahren aber besser als erwartet. Bevor wir in das Risiko Gebiet reinfuhren, haben eine Pause gemacht und einige Einheimische befragt, ob ein durchkommen ist. Diese waren sehr freundlich, aber in Ihren Aussagen zweideutig. Also sind wir wie geplant durchgefahren. Inzwischen haben wir uns auch an den Fahrstil der Einheimischen und die unglaublich vielen Tiere auf den Straßen gewöhnt.
Kleines Problem noch im Kosovo, furchtbare, gefräste Längsrillen in der Fahrbahn, immer wieder Teile der Straße weggerissen.
Sehr schmale Straßen aber im erträglichen Zustand, eher leichter zu fahren als erwartet. Allerdings waren viele davon sehr schmal und es war immer mit Gegenverkehr zu rechnen. Motorradfahrer haben wir aber auf der Strecke im Gebirge keine gesehen. Kein Wunder, laut Google Maps war die Strecke NICHT vorhanden. Und auch mein Navigationsprogramm, Calimoto, war nur schwer davon zu überzeugen, diese Strecke durch das Jakupica Gebirge zu fahren.
Der Mavrovo See, für uns ein wichtiges Ziel im Nationalpark, war durch die starken Regenfälle der vergangenen Tage übel braun und verdreckt.
Hier rechts waren unsere Appartements, drei Doppelzimmer in sehr schönen Zustand für unglaubliche 65€ GESAMTPREIS. Die Stadt hieß Veles mitten in Nordmazedonien.
Nordmazedonien-Bulgarien
Heute ging es von Veles nach Rila Manastir, 232 Kilometer zum Kloster das als Weltkulturerbe bekannt ist. Die Strecken waren toll, aber unspektakulär.. Ok, einmal ist mir ein Storch beim Starten vom Wegesrand nur wenige ZENTIMETER am eingezogenen Kopf vorbeigeflogen und hat auch Nico fast nocherwischt. Und einmal sind wir in eine auseinanderspringende Ziegenherde gefahren, mit gutem Ausgang für uns UND die Ziegen. Es ist wirklich unfassbar, wieviel Tiere auf den Straßen herumrennen.
Reisfelder? Sehr verbreitet in Nordmazedonien. Am Straßenrand, an einem der Reisfelder, stand ein Storch. Ich dachte noch, bitte flieg jetzt nicht los und wenn dann über die Felder. Was soll ich sagen, natürlich über die Straße gestartet, wenn ich nicht mit meinem ganzen Oberkörper runter gegangen wäre, links neben den Tank (Rucksack) hätte er mich am Kopf getroffen. Wir haben später gegoogelt, Nordmazedonische Störche wiegen zwischen 3,5 und 5,5 Kilogramm. Das hätte für einen Genickbruch gereicht. Und für einen toten Storch.
Rila Kloster, Besichtigung zum Abschluß des Tages, danach Feierabendbier und köstliches Abendessen.
| Aufbruch: | 21.05.2026 |
| Dauer: | 15 Tage |
| Heimkehr: | 04.06.2026 |