"Heisse Tage" in Biarritz
St. Jean de Luz
Saint-Jean-de-Luz war ursprünglich nur ein bescheidenes Dorf auf Dünen und in Sümpfen. Im 15. Jahrhundert, in der Zeit des Wohlstands der baskischen Fischer (dank des Kabeljau- und Walfangs) und mit dem Auftreten der Freibeuter, die im Auftrag des Königs von Frankreich kämpften, wurde die Stadt zu einer wohlhabenden und dynamischen Gemeinde.
Der Badeort an der baskischen Küste Saint-Jean-de-Luz verdankt seine Bekanntheit auch seiner Geschichte. In der Kirche Saint-Jean-Baptiste wurde am 9. Juni 1660 Ludwig XIV. mit der Infantin Marie Thérèse von Spanien vermählt.
Im 19. Jahrhundert wurden die oft zerstörten Deiche wiederaufgebaut, um die Sicherheit des Hafens und der Stadt endgültig zu gewährleisten. Die Reisen Napoleons III. in die Region und die Begeisterung der feinen Gesellschaft für die baskische Küste und die Eisenbahn in jener Zeit führten zu einem grossen touristischen Aufschwung.
Ich fuhr von Biarritz mit dem Bus nach St. Jean-de-Luz. Es ist zwar nicht so weit dahin, aber mit den vielen Haltestationen an der Strecke dauerte die Fahrt dann ca. 45 Minuten.
Vom Busbahnhof ist es nicht weit in ins Zentrum. Leider war es schon recht heiss, also nicht unbedingt gut für einen ausgedehnten Stadtbummel.
Der Ort ist sehr gepflegt und hat einen gut erhaltenen Stadtkern mit vielen guten Restaurants.
Aber die bekannte Markthalle - ein Treffpunkt für Einheimische und Touristen - wollte ich mir wenigstens anschauen.
Der Markt heisst Halles und ist voller Leben mit vielen Ständen, wo eifrig - manchmal standen die Leute Schlange - eingekauft wurde.
Es gibt sehr viele Sorten von Fischen und Meeresfrüchten. Und wie überall in Frankreich viele Käsesorten, Fleisch- und Wurstspezialitäten, wie den Schinken aus Bayonne, baskische Würste und die berühmten Fagot, eine lange und dünne Salami.
Dann die vielen bunten Stände mit Obst und Gemüse, vielfach aus regionaler Produktion.
In Biarritz konnte ich keinen Sonnenschirm und keine Liege am Strand mieten, dies war aber möglich in St. Jean de Luz.
Der "Spass" war aber nicht gerade günstig - € 26 für einen Sonnenschirm und eine Liege! Aber besser ein bisschen "investieren" als evtl. noch einen Sonnenbrand oder Hitzeschlag zu bekommen....
Es war sehr angenehm am Strand, d.h. er war nicht überfüllt. Auch bei meinem zweiten Besuch zwei Tage später nicht.
Das Wasser hatte gerade die richtige Temperatur, um sich immer wieder abzukühlen.
| Aufbruch: | 20.06.2026 |
| Dauer: | 8 Tage |
| Heimkehr: | 27.06.2026 |