Kalter Sommer
18.09.2026: Nuuk
Eine Siedlung mit typisch grönländischen bunt gestrichene Holzhäuser vor einem nebelverhangenen Hügel
Leider fängt es an zu regnen und wir warten bis sich der Regen verzieht. Dann machen wir uns auf den Weg in den Ort
Gegen 10 Uhr hört es auf zu regnen und wir marschieren los. Wir haben etwa 2,5km bis zum Zentrum von Nuuk
Die bedeutende Geschichte des Block P in Kurzform:
Ein riesiges Gebäude mit vielen modernen Wohnungen wurde in den 60er Jahren errichtet, um die Inuit von den Küstensiedlungen in diese Wohnungen umzusiedeln. Doch die Wohnungen waren völlig ungeeignet: die Türen zu schmal für die Inuit mit ihrer dicken Winterkleidung, die europäischen Kleiderschränke zu klein für die Fischereiausrüstung und es gab verstopfte Abflüsse durch das geronnene Blut, da die Fischer ihre Fische in den Badewannen zerlegt haben.
Der Abriss dieses "Schandflecks" erfolgte 2011-2014.
Da grönländische Kulturhaus --hier finden Konzerte, Kunstausstellungen, Konferenzen statt und dient auch als Kino
Ich sehe, wie eine Robbe erlegt wird und dann wandere ich durch den Geburtskanal in einen Frauenkörper...
Wir laufen weiter durch den Ort und sehen auch einige interessante Geschäfte--hier ein thailändisches Massagestudio....
Die "Hans-Egede-Kirche" die mit Abstand hässlichste Kirche die ich je gesehen habe
Es steht ein Bestattungswagen davor und eine Trauergottesdienst ist in Vorbereitung
Blick über den hässlichen Teil von Nuuk-in dem markanten dunklen Hochhaus befindet sich u.a. das US-Konsolat
Die Statue des Missionars Hans Egede steht auf einem felsigen Hügel--rechts daneben sieht man die Erlöserkirche
Hans Egede war ein dänisch-norwegischer Pastor , der im Jahr 1721 nach Grönland reiste und die Stadt Nuuk gründete
Nach einigem Überlegen entschließen wir uns dann doch noch für den Besuch des Nationalmuseum. Schon nach wenigen Minuten sind wir überzeugt: der Eintritt von 12 Euro p.P. lohnt sich!
Man erfährt hier sehr viel über die Geschichte Grönlands--besonders über das Leben und die Kultur der Inuit
Traditionelle Trachten für Frauen, Männer und Kinder mit bunten Perlenstickereien und den Robbenfettleder-Stiefeln
Die berühmten Mumien von Qilakitsoq. Die Mumien wurden von 2 Jägern im Jahr 1972 im Nordwesten Grönlands gefunden.
Die Gruppe besteht aus 6 erwachsenen Frauen mit 2 kleinen Kindern, darunter ein Baby und sind über 500 Jahre alt
Eng an seiner Mutter , die wohl an einer Krankheit starb, wurde das Baby mit ihr bestattet-es trägt noch einen gut erhaltenen Seeskin-Anorak
Durch das trockene und eiskalte arktische Klima konnten die Menschen besonders gut konserviert werden
Wie schon erwähnt, war der Besuch des Museums durchaus lohnenswert!
Nach einem leckeren grönländischen Heilbutt-Essen im "Cafe Esmeralda" gehts zurück!
| Aufbruch: | 16.09.2026 |
| Dauer: | 10 Tage |
| Heimkehr: | 25.09.2026 |
Dänemark